Franjo Pooth
© Getty Images Franjo Pooth

Franjo Pooth Interview bei "Stern TV"

Nach seiner Verurteilung gab Franjo Pooth nun sein erstes öffentliches Interview bei Günther Jauch

Franjo Pooth gab gestern (11. März) bei "Stern TV" das erste öffentliche Statement seit seiner Verurteilung ab. Im Interview mit Günther Jauch erzählte der Unternehmer, wie sehr ihm das Wohl seiner Firma am Herzen lag. Maxfield war sein "Leben", seine "Marke" und vorsätzlich hätte er niemandem schaden wollen. Vielmehr geschah die Insolvenzverschleppung aus Liebe zu seinem Unternehmen. Es sei kein leichter Schritt für ihn gewesen, Insolvenz anzumelden, "ein schwieriger Prozess", so Pooth. Aber er habe seine "unternehmerischen Fehler akzeptiert" gab sich Veronas Ehemann reumütig.

Geld zur Unterstützung wolle er keineswegs von seiner Frau Verona annehmen: "Ich muss es selber wieder schaffen", sagte er und machte den Eindruck, als würde er sich selbst gern die Tapferkeitsmedaille verleihen. Momentan würde er zudem an "Lösungen" arbeiten um Schadensbegrenzung bei den Gläubigern vorzunehmen. Schrittweise sollten so auch die Kleingläubiger entlastet werden.

Dass es für viele mittelständische Unternehmen ein wenig zu spät für seine "Schadensbegrenzung" ist, schien Franjo Pooth dabei nicht auf der Rechnung zu haben: Druckexperte Klaus L. nützen Poots "Schritt für Schritt"-Lösungen herzlich wenig - er und seine Firma "PrePress" blieben auf offenen Rechnungen sitzen, rund 14.000 Euro schuldet ihm Pooth. Der Familienbetrieb musste schließen.

Wichtig war es Franjo Pooth auch zu unterstreichen, dass er in Dubai auf keinen Fall entspannt urlaubte, während in Deutschland die Gläubiger ihr Geld forderten. Er wäre nur in Dubai gewesen, weil er dort Investoren hatte, Frau und Sohn nahm er natürlich mit. Pooth habe dort gearbeitet wie "ein Wahnsinniger", dass die Pool-Plansch-Bilder mit Verona eine andere Sprache sprachen, sei ihm im Nachhinein auch bewusst gewesen.

Es fiel schwer, Franjo Pooth seine Reue während des "Stern TV"-Interviews abzunehmen; der Unternehmer wirkte eher wie ein kleiner Junge, der wusste, dass er sich zu entschuldigen hat.

jan