Deutschland sucht den Superstar
© RTL/Stefan Gregorowius Deutschland sucht den Superstar

DSDS Traumquote mit talentfreien Kandidaten

"Deutschland sucht den Superstar" startete so erfolgreich wie nie: Fast 35 Prozent Marktanteil erreichte "RTL" in der relevanten Zielgruppe

Moderator Marco Schreyl versprach gestern Abend (7. Januar) zum Beginn der neuen Superstar-Suche Großes: Das Casting dieses Jahr sei "Das größte Casting in der Geschichte von DSDS" und der anstehende Recall sei "der heißeste" (es geht in die Karibik) und selbstverständlich müssten die Teilnehmer diesmal "so gut sein wie noch nie". Nur lässt sich mit Gesangstalenten allein keine Quote machen. Dass sich "RTL" dessen durchaus bewusst ist, zeigte die gestrige Sendung, die mit größtenteils talentfreien Kandidaten aufwartete.

Die TV-Nation durfte sich über Isabel (20) aus München kaputt lachen, trotz iPod im Ohr traf die angehende Frisör beim Vorsingen keinen einzigen Ton. Dieter Bohlen fand ihre Darbietung so schlecht, dass er das böse S-Wort aussprach und zur Strafe das Sparschwein mit mehreren Euromünzen fütterte. Um es vorweg zu nehmen: Das Sparschwein bekam im Laufe der Sendung noch mehr Münzen. (Alle Infos zu "Deutschland sucht den Superstar" im Special bei RTL.de .)

Auch der 19-Jährige Marcel aus Bonn musste am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, von Dieter Bohlen vor einem Millionenpublikum vorgeführt zu werden. Er wurde von "RTL" als "Pipi-Kandidat" bezeichnet, da seine Hose einen dunklen Fleck aufwies: "Wir hatten schon viel. Aber dass sich jemand in die Hose pinkelt, noch nicht", lästerte Bohlen. Aus ingesamt 34.420 Bewerbern griff sich der Sender zielsicher diejenigen heraus, die das höchste Fremdschäm-Potenzial boten. Mit Erfolg: "Deutschland sucht den Superstar" startete so erfolgreich wie nie zuvor. Der Marktanteil beim jungen Publikum (14-49 Jahre) lag bei gigantischen 34,8 Prozent. Trotzdem hatte man als "DSDS"-Zuschauer zuweilen das Gefühl, Zeuge einer riesigen Freak-Show zu sein.

jan