Dieter Bohlen
© Getty Images Dieter Bohlen

Dieter Bohlen Steigt er bei DSDS aus?

Dieter Bohlen soll sich seinen Kanditaten gegenüber zukünftig zurückhalten - das sieht er gar nicht ein: Er würde bei "Deutschland sucht den Superstar" lieber aussteigen, als sich den Mund verbieten zu lassen

Die fiesen und beleidigenden Kommentare von Dieter Bohlen bei "Deutschland sucht den Superstar" haben sicherlich auch in den letzten Jahren zu den hohen Einschaltquoten des Senders "RTL" beigetragen, jetzt soll dem allerdings ein Riegel vorgesetzt werden.

Die "FSF" (Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen) wollte dem Pop-Titan Verhaltensregeln gegenüber seinen Kandidaten vorschreiben: Vier Punkte verbieten ab jetzt unter anderem Fäkalsprache, Vergleiche mit Tieren, sich über Aussehen und Schwächen von Kandidaten lustig zu machen.

"Ich lasse mir von niemandem den Mund verbieten! Das ist doch realitätsfremd. Bereits vor 20 Jahren sagte Schimanski im Tatort 70 Mal Sch... und ich soll heute keine Fäkalsprache benutzen dürfen?", war Bohlens Kommentar zur Maulsperre.

Und er geht noch weiter, droht sogar "DSDS" zu verlassen: "Wenn jetzt Goethe-Deutsch ohne Wahrheit gefordert ist, dann muss Marcel Reich-Ranicki in der DSDS-Jury sitzen. Wenn ich die Wahrheit nicht mehr sagen darf, dann macht DSDS keinen Sinn mehr. Dann mache ich lieber 'ne Show im Internet."

Seit 2002 sitzt der 55-Jährige in der "DSDS"-Jury und ist damit der einzige, der kontinuierlich und von Anfang an dabei war, seine Kollegen hingegen kamen und gingen. Wie die "FSF" und "RTL" mit Bohlens Reaktion auf das Pöbel-Verbot umgehen, bleibt abzuwarten - "Deutschland sucht den Superstar" ist ohne Dieter Bohlen jedenfalls kaum denkbar.

dla