Krimi-KritikDurchwachsene Kritik für Saar-"Tatort"
Devid Striesow (39) und Elisabeth Brück sind das Ermittlerduo des neuen Saar-"Tatorts". In ihrem ersten Fall "Melinda" ging es reichlich merkwürdig und märchenhaft zu.
Nachdem das beliebte Ermittlerteam der saarländischen Ausgabe des "Tatorts", Deininger und Kappl, in den TV-Ruhestand versetzt wurde, übernahm am 27. Januar 2013 erstmals Devid Striesow als Jens Stellbrink die Ermittlungen - ein sympathischer, Yoga betreibender und kiffender Kommissar. Ihm zur Seite stand seine strenge Kollegin Lisa Marx, gespielt von Elisabeth Brück. Die Handlung des neuen Saar-"Tatorts" "Melinda" begann, bevor Kommissar Stellbrink überhaupt seinen Dienst antreten konnte. In einem Baumarkt traf er die kleine Melinda, die von finsteren Männern verfolgt wurde. Gemeinsam flüchteten sie in einen Zauberwald mit Riesenpilzen und allerlei anderen Merkwürdigkeiten. Ein skurriler Einfall inmitten der ansonsten solide erzählten Krimi-Handlung.
Wie sich später herausstellte, wurde die kleine Melinda als Drogenkurierin von Kriminellen missbraucht. Um diesen auf die Schliche zu kommen, ging Stellbrink seine eigenen, ungewöhnlichen Ermittlungswege und handelte sich noch vor seinem ersten Arbeitstag eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein. Auf den Boden der Tatsachen holte den verträumten Gesetzeshüter vor allem seine spröde Kollegin Lisa Marx herunter, die den unkonventionellen Ermittlungsmethoden ihres Kollegen so gar nichts abgewinnen konnte. Dem Portal "stern.de" hat der Film gefallen, laut ihm können sich die Zuschauer schon auf den zweiten Saar-"Tatort" freuen. Die "Süddeutsche Zeitung" hingegen urteilte: "Mehr Märchen als Krimi" - die Kritik ist also durchwachsen. Die nächsten Folgen des neuen "Tatorts" werden zeigen, welches Potenzial die beiden Hauptdarsteller Devid Striesow und Elisabeth Brück noch haben.