Conrad Murray, Michael Jackson
© Getty Images Conrad Murray, Michael Jackson

Conrad Murray Jacksons Arzt angeklagt

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den früheren Leibarzt von Michael Jackson, Conrad Murray, erhoben. Ihm wird fahrlässige Tötung zu Last gelegt

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den früheren Leibarzt von Michael Jackson, Conrad Murray, erhoben. Der Kardiologe steht seit siebeneinhalb Monaten im Mittelpunkt der Ermittlungen um den Tod des 50-Jährigen Popstars im vergangenen Sommer. Die Klage laute auf fahrlässige Tötung ("involuntary manslaughter"), teilte das Büro des Distriktstaatsanwalts von Los Angeles am Montag mit. Murray habe ohne Vorsatz gehandelt. Murray hat auf "nicht schuldig" plädiert, die Kaution wurde auf rund 54000 Euro (75000 Dollar) festgesetzt, berichtet "Tmz.com".

Murray war im Haus und in der Nähe von Michael Jackson, als dieser am 25. Juni 2009 an einem Herzstillstand starb. Der Arzt hat schon vor Monaten zugegeben, dem Musiker vorher auf dessen ausdrückliche Aufforderung hin das Narkosemittel Propofol verabreicht zu haben. Der Star litt unter Schlafproblemen. Auf fahrlässige Tötung steht in Kalifornien eine Strafe von bis zu vier Jahren.

Jacksons Eltern Katherine und Joe sowie seine Geschwister Tito und LaToya waren bei der Anklageerhebung anwesend. Vor dem Gerichtsgebäude hatten sich Fans des toten Popstars mit Spruchbändern versammelt. Darauf war beispielsweise "Die Welt fordert Gerechtigkeit für Michael!" zu lesen.

Murray wurde laut "Tmz.com" vorläufig in Gewahrsam genommen und musste seinen Reisepass abgeben. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 5. April angesetzt.

cfu