Bernd Schneider Aus und vorbei: Der Zauber am Ball

Bernd Schneider fühlt sich aufgrund seiner schweren Verletzungen gezwungen, seine Profi-Karriere zu beenden

Er wollte nur spielen, doch die Freude am Ball ist nun endgültig vorbei: Bernd Schneider beendet seine grandiose Laufbahn als Profifußballspieler. Sein Managment verkündet heute (26. Juni), dass Schneider seinen Vertrag bei Bayer Leverkusen aufgrund einer langwierigen, nicht verheilenden Rückenverletzung vorzeitig auflöst.

Nur sechs Wochen nach seinem Comeback-Versuch ist er nun gezwungen sein Leben als Profi-Kicker aufzugeben. Eine ärztliche Untersuchung besagt offenbar, dass die Folgen seiner Rückenmarksverletzung aus dem Frühjahr 2008 Schneiders Hoffnung, weiterspielen zu können, nun komplett zunichte gemacht hat.

Der "Schnixer" ist sehr bestürzt über sein Karriereende: "Diese endgültige Entscheidung ist mir wirklich sehr schwer gefallen, aber da ich auch meiner Familie gegenüber eine Verantwortung habe, war es letzten Endes der einzig richtige Weg." Doch er blickt auch auf eine schöne Laufbahn zurück: "Ich konnte bis zu meinem 35. Lebensjahr das Fußballspielen zu meinem Beruf machen - da überwiegt bei aller Traurigkeit dann doch die Freude über und der Stolz auf das, was ich erreicht habe."

Bundestrainer Joachim Löw bedauerte den Rücktritt und würdigte Schneiders Bedeutung für das Nationalteam: "Über viele Jahre hinweg war er ein wichtiger Spieler unseres Teams, der grossen Anteil an vielen Erfolgen hatte." Auch Kollege Michael Ballack beklagt Schneiders Entscheidung: "Ich hätte gerne mit Schnix noch ein großes Turnier zusammen gespielt. Dass dies nun nicht mehr möglich sein wird, bedauere ich sehr."

In seiner Kolumne auf "bernd-schneider.lu" dankt Bernd Schneider all seinen Fans für die jahrelange Unterstützung und insbesondere die Genesungswünsche in letzter Zeit.

csc