Künstlername

Vivienne Westwood

Vorname(n) Vivienne Isabel
Geboren 08.04.1941
Geburtsort Tintwistle / England
Partner Andreas Kronthaler
Sternzeichen Widder
Uservote B-Star
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Feiern mit den Stars
Queen Elizabeth gab sich die Ehre bei der "Celebration of the Arts" in der Londoner "Royal Academy of Arts".
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Provokant ist Vivienne Westwood: Gegen Puritanismus gewandt, erschien sie zur Ehrung bei der Queen ohne Slip in Seidenstrumpfhose

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Das sollte man über Vivienne Westwood wissen:

Vivienne Westwood hat mit 66 Jahren schon viel erlebt und noch mehr initiiert. Ihr "erstes Leben" spielte sich in einem Arbeiterdorf bei Manchester ab. Ihre Mutter Dora Ball war Weberin in der örtlichen Baumwollspinnerei und ihr Vater Gordon Swire kam aus einer Familie von Schuhmachern. Im Großraum von London besuchte Vivienne ein Semester lang die "Harrow Art School", wo sie Mode und Silberschmiedekunst belegte. Mit derartigen Höhenflügen könne man ja nicht seinen Lebensunterhalt verdienen, meinte sie, wurde Grundschullehrerin und unterrichtete ab 1961 zehn Jahre lang im Norden Londons. Ein Jahr später heiratete sie den Werkzeugmacher Derek Westwood und bekam mit ihm den Sohn Benjamin "Ben" Arthur. Drei Jahre später reichte sie die Scheidung ein - mit seinem Nachnamen "Westwood" würde sie einmal weltberühmt werden.

In Viviennes "zweitem Leben" verliebte sie sich in einen Freund ihres Bruders, den umtriebigen Malcolm Edwards alias McLaren, der die Band "The Sex Pistols" zusammengebracht hatte. Seine exzentrischen Ideen faszinierten sie so sehr, dass sie ihr konventionelles Leben aufgab. 1967 kam ihr gemeinsamer Sohn Joseph Ferdinand Corre zur Welt. Dieser sollte später einmal in Mamas Fußstapfen treten und mit seinem Dessous-Label "Agent Provocateur" sexy Unterwäsche gesellschaftsfähig machen.

Während London noch in Flowerpower schwelgte, machte Vivienne mit Malcom 1971 ihren ersten Laden in der 430 Kings Road in Chelsea auf: "Let it Rock" war das Motto für ihre Auswahl an Original 50er-Jahre Mode mit James-Dean-Touch und Pin-Ups an den Wänden. Der Laden wurde fortan immer wieder umbenannt und umdekoriert. Malcolm hatte die Ideen und Vivienne setzte sie um. "SEX" mit "Gummikleidung für das Büro" war das Motto ab 1973. Pornographische Graffitis, Gummigardinen, Ketten, Vorhängeschlösser, Stöckelschuhe und alle Arten von Fetischmode waren ziemlich einmalig seinerzeit. Die "Sex Pistols" hingen oft im Laden ab, der nun "Segitionaries" (eigene Wortschöfpung: Verführung zur Revolte gegen jegliches Establishment) hieß. Malcolm wurde ihr Manager: Mit "God Save the Queen" hatten die Pistols 1977 einen Nr.1-Hit und machten bei jedem Auftritt Werbung für Viviennes Mode. Doch die war schon wieder einen Schritt weiter und machte 1981 mit ihrer ersten Piraten-Kollektion Furore. 1984 schaffte sie den Absprung von Malcom und schaffte den Sprung nach Paris. Po-Kissen unterstützten Röcke und wurden zehn Jahre später von Versace im Domina-Look aufgegriffen. 1987 machte Naomi Campbells Sturz mit den 25 Zentimeter hohen "Kothurnen", jenen dicksohligen Schuhen inspiriert durch antike Tragödien, Viviennes Mode-Revolutionen weltweit noch bekannter.

Von 1989 bis 1991 lernte sie während ihrer Professur an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien Andreas Kronthaler kennen. Seit 1993 ist sie mit einem ihrer begabtesten Studenten verheiratet, drei Jahre später übernahm er die Männerkollektion. Auch ihre Berliner Studenten haben ihre couragierte Art kennengelernt. Im Jahr 2006 wurde sie zur "Dame Commander of the Order of the British Empire" ernannt. Mit 66 Jahren denkt Vivienne überhaupt nicht daran, sich zur Ruhe zu setzen. Gerade lanciert sie ihren neuen Duft "Let it Rock", benannt nach ihrem ersten Shop, in dem die Geschichte ihren Lauf nahm.

Autorin: Stefanie Behrens

Klatsch und Tratsch

Vielseitige Vivienne: Sie entwarf auch schon Teegeschirr für Wedgwood und Swatch-Uhren +++ Politisch engagiert: Vivienne ist gegen Guantánamo Bay und Atom-U-Boote +++ Ungewollte Werbung: Im 1. "Sex and the City"-Kinofilm bekommt Carrie Bradshaw ein Hochzeitskleid von Vivienne Westwood mit persönlicher Notiz geschenkt - die Designerin selbst zeigte sich allerdings wenig begeiestert von dem Film: Angeblich hat sie nach zehn Minuten den Kinosaal verlassen. Die Klamotten im Film seien ihrer Meinung nach altbacken und langweilig gewesen, trotzdem erwies sich der Film als gute Werbung für sie: Das Hochzeitskleid war danach enorm gefragt +++ Die Designerin hat keinen Fernseher und liest weder Zeitung noch Zeitschriften - dafür gärtnert sie sehr gerne



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