Til Schweiger hat es weit gebracht: Von "Manta, Manta" und "Lindenstraße" bis hin nach Hollywood - und immerhin an die Seite Angelina Jolies
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Das sollte man über Til Schweiger wissen:
Manchmal kann Til Schweiger einen ja doch noch überraschen. Jüngst verkündete er in einem Interview, dass eines seiner Frühwerke bald eine Fortsetzung bekommen könnte: "Manta, Manta", jene benzinhaltige Ruhrpottklamotte, in der der junge Til Anfang der 90er Jahre erstmals über die Kinoleinwand röhrte. "Alle würden noch mal mitmachen, vorneweg ich", schwärmte Schweiger. Mit Bernd Eichinger habe er auch schon gesprochen.
Muss das wirklich sein? Schließlich zählt der gebürtige Freiburger doch bereits seit Jahren zur ersten Riege der nationalen Schauspielzunft. Einer, der es innerhalb weniger Jahre von der "Lindenstraße" bis nach Hollywood geschafft hat.
Dort allerdings lief es eher mäßig. Der amerikanische Markt ist hart, Hauptrollen blieben für den schönen Til die Ausnahme. Und wenn, dann musste er den Bösewichts spielen, etwa als Widerpart von Angelina Jolie in "Tomb Raider II". In Deutschland ist das anders, hier ist er immer der Gute: Am liebsten in seiner Paraderolle des ruppigen Machos mit Herz. So jemanden, wie den Draufgänger "Axel", mit dem er 1994 im "Bewegten Mann", nackt auf einem Wohnzimmertisch kauernd, seinen Durchbruch schaffte.
Schweiger ist oft sein Hang zum Seichten vorgeworfen worden: Nicht sein Talent, sondern sein knackiger Hintern sei der Grund für seinen Erfolg. So etwas ärgert den ehrgeizigen Schweiger (Abiturnote: 1,7) und er verweist dann auf gefühlvoll erzählte Filme wie "Knockin on heavens door" oder "Barfuß", seinen "wichtigsten Film", den er kurz nach seiner Rückkehr nach Hamburg drehte.
Warum er nun ausgerechnet noch einmal an "Manta Manta" heran möchte, weiß wohl nur er allein. Aber eventuell erfreut er sein Publikum auch mit der Aufbereitung eines anderen Frühwerkes - immer mal wieder wird über eine Fortsetzung des "Bewegten Mannes" getuschelt. Die aber müsste bald kommen, da ist Schweiger Realist: "Weil er sonst keinen mehr interessiert - oder glauben Sie, die Leute wollen mich als 50-jährigen Mops noch mal nackt auf dem Tisch hocken sehen?"
Autor: Björn Erichsen
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