Sam Rockwell verdankt seinen Erfolg vor allem zwielichtigen Typen. Seine Freunde schätzen hingegen seinen glasklaren klugen Humor
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Das sollte man über Sam Rockwell wissen:
"Gut, dass ich Schauspieler bin - etwas anderes kann ich gar nicht. Ohne diesen Job müsste ich wahrscheinlich den Rest meines Lebens kellnern oder putzen.", fasst Rockwell seine Berufsqualifikation zusammen.
Etwas anderes kann er nicht? Etwas anderes konnte er doch auch gar nicht werden! Sams Eltern, beide Schauspieler, trennten sich, als er gerade mal fünf war. Von da an lebte Sam bei seinem Vater in San Francisco, pendelte aber regelmäßig zu seiner Mutter nach New York. Die Folge: Rockwell saugte schon als Kind alles in sich auf, was die Alternativkultur an der West- und an der Ostküste zu bieten hatte. Mit zehn Jahren stand er schließlich in New York zum ersten Mal auf der Bühne und hatte Beruf sowie Berufung gefunden.
Nach der Highschool zog Sam nach New York um Schauspieler zu werden. "Schauspieler" - nicht "Filmstar"! Der Unterschied machte sich sofort bemerkbar: Während ein angehender Filmstar strahlenden Hauptrollen in romantischen Komödien hinterherhechelt, konzentrierte sich Sam von Anfang an auf psychologisch interessante Nebenfiguren. In den Neunzigern erlebte man ihn als entwicklungsgestörten Trailer-Bewohner ("Box of Moonlight"), Berufskiller ("Jerry and Tom") und White-Trash-Mörder ("The Green Mile"). Sam gefiel es ganz gut so: "Ich mag diese dunklen Rollen. Ich finde Helden sollten Schwächen haben", begründete er seine Rollenauswahl.
Das gefiel auch jemand anderem ganz gut so: George Clooney gab Rockwell spontan die Hauptrolle in seinem Regiedebüt "Confessions of a Dangerous Mind". Trotz seiner Vorliebe für düstere Nebenrollen war Sam plötzlich ein "leading man" geworden. Und was für einer: Kritiker waren sich einig, dass Rockwell, der Hauptdarsteller, eine größere Entdeckung war, als Clooney, der Regisseur.
Entgegen aller Planung nun doch ein Star, ist Rockwell beschäftigter denn je: Mit seinem Kumpel Brad Pitt war er in "Die Ermordung des Jesse James" zu sehen, und hatte zum Kinostart des Western-Dramas bereits drei weitere Filme abgedreht ("Frost/Nixon", "Choke" und "Endgame".) Dennoch blieb er wählerisch: "Klar, die Versuchung ist jetzt natürlich groß, Filme einfach nur für die fette Gage zu drehen. Das ist für mich aber einfach nicht möglich. Wenn ich für einen Part vorspreche, der einfach nicht "klickt", kann ich das nicht erzwingen. In der Rolle wäre ich nicht gut, und dann hat das ganze keinen Sinn. Dagegen bin ich echt allergisch." Auch, wenn er lieber mal einen dicken Scheck sausen lässt - es sieht nicht so aus, als ob Rockwell jemals, wie befürchtet, kellnern und putzen muss.
Autor: Henning Hönicke
Klatsch und Tratsch
Pikant: Angeblich bändelte Rockwell mal mit Jennifer Aniston an - immerhin die Ex seiner guten Kumpel Brad Pitt und Vince Vaughn. Bereits im Juli 2007 kündigte Rockwell ein gemeinsames Filmprojekt mit Aniston an, in dem es um eine Dreiecksgeschichte gehen sollte. Als ein Reporter nachfragte, ob es nicht komisch wäre, mit der Ex seiner Freunde zu arbeiten, sagte Sam: "Das ist doch nur ein Schauspiel-Job! Glauben Sie ernsthaft, ich werde wie im Film eine Affäre mit ihr beginnen?" Das war damals entweder eine krasse Fehleinschätzung, oder die Vorbereitung von einer verdammt raffinierten Film-Promotion +++ Sam spielt vielleicht mal den harten Mann, privat kann er mit Machos nichts anfangen: "Meine Eltern waren beide Künstler, und ich bin in einer ungewöhnlich liberalen Umgebung aufgewachsen. Ich kann diese Macho-Mentalität einfach nicht verstehen, das ist doch dumm. Mein Vater hat weibliche Seiten, genau wie alle meine Freunde. Sie alle sind Männer, die keine Angst haben, auch mal sensibel zu sein." +++ Sein Herz brach, und zwar gründlich: Noch heute trauert Rockwell seiner Beziehung mit der indisch-englischen Schauspielerin Sarita Choudhury hinterher: "Sie war die eine, die ich nicht hätte gehen lassen dürfen. Sie war einfach großartig. Ich liebte Sarita", erinnert er sich wehmütig.
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