Wenn der Schweizer Roger Federer den Tennisschläger in die Hand nimmt, kommt mit Sicherheit ein Titel dabei heraus
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Das sollte man über Roger Federer wissen:
Es hätte alles ganz anders kommen können. Roger Federer hätte auch im rot-weißen Trikot und in kurzen Hosen auf dem Bolzplatz auflaufen können und für die Schweizer Nationalmannschaft Tor um Tor schießen können. Der in Basel geborene Federer nämlich war ein außergewöhnlich guter Fußballspieler. Doch sein Herz gehörte von klein auf dem Tennis. Schon mit drei fing Federer, der heute von Experten als bester Spieler aller Zeiten bezeichnet wird, an, Bälle über das Netz zu dreschen.
In seiner Jugend fiel der Sohn einer Südafrikanerin und eines Schweizers nicht groß auf, erst mit 14 nahm sich der Schweizer Tennisverband der Karriere des jungen Talentes an. Zwei Jahre später verließ Federer die Schule, gerade hatte er in Prato seinen ersten größeren Juniorentitel gewonnen. Und erfolgreich lief es auch weiter: In Wimbledon konnte er im Einzel und Doppel gewinnen, woraufhin er 1998 sein Debüt als Profispieler gab. Seine Juniorenkarriere beendete Federer auf Platz 1.
Mit 17 Jahren gab Federer dann seinen Einstand in der Profitour. Obwohl er erste Erfolge erlebte, konnte er erst mit 19 in Marseille sein erstes Turnier gewinnen, die Saison beendete er als 13. der Weltrangliste. Trotz großen Talents und der Tatsache, dass er in einigen Spielen Weltklassespieler besiegte, konnte Federer kein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Man sprach schon von einer Blockade. Erst 2003 durfte er in Wimbledon die Sieger-Trophäe in die Höhe recken, im selben Jahr wurde er auch Weltmeister. Die Dominanz im Herrentennis hatte begonnen - und hält bis heute an.
Roger Federer begeistert nicht nur Tennis-Experten - auch der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace kann sich dem Zauber des Schweizers nicht entziehen. In seinem Essay über den "Federer-Moment" schreibt er über Schläge, die scheinbar die Schwerkraft überwinden, die alle Logik außer Kraft setzen. Ihm zusehen zu dürfen, nennt Wallace eine religiöse Erfahrung. 115.000 registrierte Nutzer auf Federers Website können dem nur zustimmen.
Insgesamt hat Roger Federer 67 Turniere im Einzel und acht im Doppel gewonnen. Er ist der einzige Spieler, der dreimal in seiner Karriere drei Grand-Slam-Turniere für sich entscheiden konnte. Neben Björn Borg ist er der Einzige, der fünfmal hintereinander in Wimbledon auf der Eins stand. Er ist einer von sieben Spielern, die im Laufe ihrer Karriere bei allen vier Grand-Slam-Turnieren erfolgreich waren. 2008 wurde Federer dafür zum vierten Mal zum Weltsportler des Jahres gewählt - eine bisher kaum vorstellbare Anzahl an Auszeichnungen. Ob er sich da wirklich manchmal ärgert, kein Profifußballer geworden zu sein?
Autorin: Frauke Hansen
Klatsch und Tratsch
Da ist er sehr genau: Seinen Nachnamen spricht man englisch aus, nicht französisch, so Roger. Grund sei seine Mutter, die aus Südafrika stamme. +++ Mensch, ist der talentiert: Roger Federer spricht drei Sprachen fließend (Deutsch, Französisch, Englisch), so dass er sich bei Pressekonferenzen problemlos unterhalten kann. +++ Militär? Ohne Roger! Der Tennis-Star ließ sich militärdienstuntauglich schreiben, was in der Schweiz zu hitzigen Diskussionen führte.
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