Richard Gere ist die Inkarnation des Guten: Eleganz und Noblesse auf die Leinwand - und Freiheit für Tibet
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Das sollte man über Richard Gere wissen:
Richard Geres Markenzeichen sind seine silbergrauen Haare geworden. Endlich einmal einer, der nicht übertüncht. Er ist voller Inbrunst unbequem, das kann sich der altgediente Hollywoodstar inzwischen leisten. "Ich will keine berühmte Persönlichkeit sein!" so sagte Richard einmal voller Bescheidenheit. Doch vom wilden Sexsymbol zum weisen Buddhisten war es ein langer Weg.
Mit vier Geschwistern und einem Halbbruder wuchs er auf einer Farm nahe New York auf. Die Musik spielte für ihn zunächst die erste Geige: Richard lernte Klavier, Trompete und Banjo. Sein Philosophie-Studium an der Uni in Massachusetts hängte er aber nach zwei Jahren an den Nagel und forcierte seine Schauspielkarriere. Einige Theater-Engagements später stieg er 1970 bei einer New Yorker Rockband ein, fand jedoch mehr Bestätigung bei verschiedenen Rollen in Broadway-Produktionen. Zum internationalen Star wurde er 1979 im Film "Ein Mann für gewisse Stunden", in dem er einen Callboy spielte. Und doch zog es ihn wieder ans Theater zurück: Das Broadway-Stück "Bent", in dem er einen im Konzentrationslager von Dachau inhaftierten Homosexuellen verkörperte, wurde mit überwältigenden Kritiken geehrt und Richard wurde dafür mit dem "Theatre World Academy Award" ausgezeichnet.
Zu dieser Zeit kam er auf einer Nepal-Reise auf den spirituellen Geschmack: Seit Anfang der 90er Jahre bekennt er sich zum Buddhismus und gilt als Freund des Dalai Lama. 1987 gründete er das Tibet-Haus in New York. Als er bei einer Oscar-Verleihung 1993 die chinesische Tibet-Politik anprangerte, wurde er von China zur "persona non grata" erklärt. Was ihn aber nicht daran hinderte, sich auch weiterhin für Tibet einzusetzen und sich darüber hinaus auch für den Weltfrieden zu engagieren. Im November 2006 hat er als Vorsitzender der "Internationalen Kampagne für Tibet" einen Appell an China gerichtet, nach der Fertigstellung der "Eisenbahnlinie Peking-Lhasa" Tibets einzigartige religiöse und kulturelle Identität nicht weiter zu zerstören.
Wie es mit seiner Karriere weiterging? Im Jahr 1982 feierte er mit "Ein Offizier und Gentleman" ein erfolgreiches Kino-Comeback. Der Knaller kam dann 1990 mit der Romanze "Pretty Woman", in der er sich in eine Prostituierte (Julia Roberts) verliebt - der Rest ist schon ein Stück Filmgeschichte.
Autorin: Stefanie Behrens
Klatsch und Tratsch
Einige der ersten Fotos von Richard für Set-Cards hatte sein alter Schulfreund Herb Ritts gemacht. Jeder, der die Fotos in die Hand bekam, fragte, wer denn der Fotograf gewesen sei. Ritts, der sich damals noch mit kleinen Jobs herumschlagen musste, wurde daraufhin oft gebucht heute ist er einer der bekanntesten Fotografen der Welt. +++ Richard war der erste Mann, der je auf dem Titelbild der Zeitschrift "Vogue" zu sehen war. Er posierte zusammen mit seiner damaligen Frau, dem Supermodel Cindy Crawford. Bis heute wurde nur George Clooney und ihm dieses Privileg zuteil. +++ Die Rolle des Gordon Gekko im Film "Wall Street" (1987) lehnte Richard ab. Später bedauerte er es sehr, gerade diese Rolle abgelehnt zu haben. +++ Im Mai 2006 bekam er für seine Arbeit im Vorstand von "Heilung des Entzweiten" (Healing the Divide) und der Internationalen Tibet-Initiative einen Preis des "Interfaith Center New York" verliehen. +++ 2010 wurde Richard Gere mit der "Goldenen Kamera" in der Kategorie Bester Schauspieler International ausgezeichnet.
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