Bei den Olympischen Spielen in Peking zog Michael Phelps alle in seinen Bann: Mit seinen acht Goldmedaillen ist ihm ein Platz in der Sportgeschichte auf ewig sicher
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Das sollte man über Michael Phelps wissen:
Was der US-Amerikaner Michael Phelps 2004 in Athen knapp verfehlte, schaffte er bei den Olympischen Spielen in Peking: Er brach den 1972 von Landsmann Mark Spitz aufgestellten Medaillen-Rekord. Spitz hatte bei den Spielen in München sieben Goldmedaillen gewonnen, in Athen holte Phelps sechs und blieb damit knapp unter der magischen Marke. In Peking übertrumpfte er dann aber nicht nur sich selbst sondern auch Mark Spitz und ging mit acht Goldmedaillen und sieben neu aufgestellten Weltrekorden nach Hause.
Schaut man sich den Werdegang des Goldjungen an, könnte man es so zusammenfassen: Der 1985 geborene Michael aus Maryland ist sprichwörtlich nicht für das Leben an Land gemacht, sondern fürs Wasser.
Er war das, was man ein schwieriges Kind nennen könnte. Er litt am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und musste lange Zeit Medikamente nehmen. Die Schulzeit überstand er nur mühsam. Auch sein Körper machte einer unbeschwerten Kindheit lange einen Strich durch die Rechnung. Denn Michael ist in all seinen Gelenken hyperflexibel, schon das Joggen bereitete ihm immer schon Probleme. Er läuft jederzeit Gefahr umzuknicken und seine Bänder zu schädigen. Im Wasser fand er das Element, für das sein Körper geschaffen zu sein scheint. 88kg verteilt auf 1.93m, lange Arme und ein langgestreckter Oberkörper ließen ihn im Schwimmsport alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt.
Als 15-jähriger nahm Michael Phelps bei seinen ersten Olympischen Spielen in Sydney teil, als jüngstes Mitglied eines US-Schwimmkaders seit 68 Jahren. Zwar konnte er noch keine Medaille gewinnen, doch bereits wenige Monate später brach er die ersten Rekorde. Und es sollten nicht die letzten bleiben. Michael entwickelte sich zu einem umfassenden Schwimmtalent, beherrschte innerhalb kürzester Zeit die Wettbewerbe in seinen Paradedisziplinen und startete darüber hinaus in anderen Disziplinen und Strecken.
19-jährig waren alle Augen auf ihn gerichtet, als er in Athen bei acht Wettbewerben startete und die Möglichkeit bestand, Spitz' Rekord zu brechen. Ein unglaublicher Hype entbrannte in den USA, Fernsehsender brachten Sondersendungen über ihn, Werbepartner rissen sich um ihn und sein Sponsor Speedo versprach eine Erfolgsprämie von einer Millionen Dollar, sollte Michael einen neuen Medaillenrekord aufstellen. Michael wurde zum Medienstar, Poster und Interviews in Jugendzeitschriften inklusive, so dass dem durchtrainierten Schwimmer nun auch die Mädchenherzen zuflogen. Und auch wenn er den Rekord am Ende nicht einstellte, galt Phelps nach Olympia als einer der herausragendsten Sportler der gesamten Spiele. IOC-Präsident Rogge nannte ihn eine "Ikone, einen ganz großen Champion."
Doch der Erfolg hat einen Preis. Sein Tag beginnt um 6.15 Uhr und hält einen straffen Trainings- und Ernährungsplan bereit. In einem Interview sagte Phelps selbst einmal, dass sein Leben nur aus Essen, Schlafen und Schwimmen bestehe. Für viele Freunde oder gar eine feste Freundin bleibt da wenig Zeit. Nach Athen aber ließ sich der Amerikaner dann auch mal außerhalb des Schwimmbeckens sehen. Allerdings bleiben Auftritte wie bei der Verleihung der ESPY-Awards - einem amerikanischen Sportpreis - oder der Präsentation der neuen Speedo-Sportswear eher die Ausnahme. Im Wasser fühlt er sich eben doch wohler.
Autor: Stefan Gropp
Klatsch und Tratsch
Für seine grandiose Becken-Karriere hat er Urlaube gestrichen und Beziehungen beendet - ausgetobt hat Michael Phelps sich nur sehr kurz: Er wurde betrunken hinterm Steuer erwischt. Die Strafe: Reden in Schulen halten und an einer Diskussionsrunde der Organisation 'Mütter gegen Alkohol am Steuer' teilnehmen - nach den Spielen von Athen zog Michael zu Hause aus und mit einer englischen Bulldogge zusammen+++Nach der Olympiade geht's rund bei Michael: Angeblich planen Demi Moore und Ashton Kutcher eine Reality-Serie für den Schwimmer. Darin soll es um seinen Alltag gehen. Erste Treffen haben bereits stattgefunden und Michael muss sich nur noch entscheiden ob er "ein Hollywood-Star oder das Gesicht einer Müsli-Packung sein wolle".+++Im Februar 2009 kündigt "Kelloggs" Michael Phelps den Sponsorvertrag, da dieser zuvor durch Hanfkosum in die Schlagzeilen geraten war. "Omega" und "Speedo" werten seine öffentliche Entschuldigung positiv und führen die Zusammenarbeit fort. +++ Michael hat eine englische Bulldogge namens "Herman" - die jedoch alles andere als leise ist: "Ich habe noch niemanden erlebt, der so laut schnarcht." +++ Mit seinen Schwimmkollegen Ian Crocker und Lenny Krayzelburg gründete er die Organisation "Swimming with the Stars". Phelps und sein Team reisen durch die USA, um den Schwimmsport an Schulen zu promoten und bieten Schwimmcamps für Kinder an
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