Deutsche Gründlichkeit gepaart mit irischer Lebensfreude bescherten Michael Fassbender eine Hollywood-Karriere, die er sich als Kind schon immer erträumte
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Das sollte man über Michael Fassbender wissen:
Fassbender – mit e und nicht mit i: ein feiner Unterschied. Denn Michael Fassbender hat nichts mit Regielegende Rainer Werner Fassbinder zu tun. Einzige Gemeinsamkeiten: die deutschen Wurzeln und ein Name, der aus dem Filmgeschäft nicht mehr wegzudenken ist. Das war aber nicht immer so. Seinen Durchbruch in der Traumfabrik Hollywood verdankt er nicht nur seiner deutschen Arbeitsmoral, sondern auch seiner irischen Leichtigkeit.
Von beidem hat Fassbender von Geburt an reichlich mit auf den Lebensweg bekommen. "Von meinem Vater habe ich diese typisch deutsche Arbeitsmentalität. Ich mag es, wenn alles korrekt läuft, und bereite mich immer penibel auf meine Arbeit vor. Er hat mir gesagt: Wenn du etwas machst, mach es ordentlich – oder lass es lieber gleich sein. Von meiner Mutter stammt wohl eher das Feier-Gen", erzählte der in Heidelberg geborene Fassbender im Interview mit Gala. Mit zwei Jahren ging es für den rothaarigen Jungen auf die grüne Insel und in das beschauliche Städtchen Killarney. Schon dort ließ Teenager Fassbender seinem Hollywood-Traum freien Lauf, trommelte etwa seine Freunde zusammen, um mit ihnen Quentin Tarantinos "Reservoir Dogs" in einem Nachtclub zu inszenieren. Hätte der rothaarige Rabauke damals schon geahnt, er würde eines Tages sogar mit Tarantino arbeiten, sein irisches Temperament wäre wohl mit ihm durchgegangen.
Und hätte er gewusst, was ihn im Filmgeschäft erwarten würde, er hätte es womöglich seinem deutschen Pessimismus folgend gleich bleiben gelassen. Denn nachdem der 18-jährige Fassbender die Schauspielschule abgebrochen hatte, um direkt auf die Kinoleinwand zu wechseln, erlitt er zunächst ein paar gehörige Tiefschläge. Die Hauptrolle in "Pearl Harbor" ging an Ben Affleck und nicht an ihn. Fassbender ergatterte im selben Jahr gerade noch so eine Rolle in der US-Fernsehproduktion "Band of Brothers - Wir waren Brüder".
Doch dann, als 31-Jähriger, hatte seine Stunde geschlagen: Denn kein anderer als er, der Deutsch-Ire, hätte besser in die Rolle des in den Hungerstreik getretenen IRA-Häftlings Bobby Sands gepasst. Für den Steve McQueen-Film speckte er 15 Kilos ab - Prädikat: "Wandelbarkeit". Der letzte Kick: Kein Geringerer als Quentin Tarantino holte Fassbender für "Inglorious Basterds" mit an Bord. Seitdem kann er sich kaum noch vor Jobangeboten retten: "X-Men: First Class", "Jane Eyre", "A Dangerous Method" oder "Shame", für den er bei den Filmfestspielen Venedig 2011 mit dem "Goldenen Löwen" als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, sind nur einige seiner Projekte, mit denen er es auf die Kinoleinwand geschafft hat. Die deutsch-irische Mission Hollywood ist gelungen.
Autorin: Yeter Yokaribas
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