Mel Gibson hat viele Gesichter: Katholik, Oscarpreisträger, Alkoholiker und mit ganzem Herzen Familienmensch
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Das sollte man über Mel Gibson wissen:
Bekannt ist Mel Gibson vor allem als Spaßvogel und Actionheld Hollywoods. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich der Schauspieler, Regisseur und Produzent deutlich facettenreicher – allerdings nicht immer im positiven Sinn. Neben seinen filmischen Leistungen machte er in der Vergangenheit einige Male mit Alkoholeskapaden und fragwürdigen Äußerungen Schlagzeilen. Rettungsanker und Konstanten in seinem Leben bleiben die Familie und der Glaube an Gott.
Am 3. Januar 1956 erblickt Mel Columcille Gerard Gibson um 16.45 Uhr in Peekskill, New York, das Licht der Welt – als sechstes von insgesamt elf Kindern. Damals ist sein Vater Hutton Angestellter bei der Bahn, seine Mutter Ann Hausfrau. Als der Vater bei der Quizshow "Jeopardy" gewinnt und Mels älterem Bruder der Einzug in den Vietnamkrieg droht, zieht die Familie nach Sydney, Australien. In der Heimat seiner Mutter verbringt Mel seine Jugend – und entdeckt die Leidenschaft für die Schauspielerei.
Die führt ihn nach der Schule zunächst nach Neuseeland, dann wieder nach Australien auf die Schauspielschule. Zu dieser Zeit läuft es für ihn sowohl beruflich als auch privat sehr gut. 1977 lernt er seine Frau, eine Zahnarzthelferin namens Robyn Moore, über eine Partnervermittlung kennen und heiratet sie drei Jahre später. Mittlerweile haben sie sieben Kinder: eine Tochter, sechs Söhne. Außerdem bekommt er 1979 nach seinem Filmdebüt in "Summer City" die Rolle in "Mad Max" - dem Film, der ihn international bekannt macht.
Fortan spielt er in einer anderen Liga. Er dreht jetzt in den USA, mit Kollegen wie Anthony Hopkins, Michelle Pfeiffer, Daniel Day-Lewis oder Diane Keaton. 1985 ist er der Erste, den das "People"-Magazin zum "Sexiest Man Alive" kürt. Und er dreht seinen ersten von insgesamt vier "Lethal Weapon"-Filmen mit Co-Star Danny Glover. Für "Braveheart", bei dem er Regie führt und die Hauptrolle spielt, bekommt er 1995 zwei Oscars. Auch "Die Passion Christi" produziert er mit seiner Filmfirma "Icon Productions" selbst und investiert Millionen in das kontroverse Projekt. Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" wählt ihn 2004 zum einflussreichsten Prominenten. Seine Gagen steigen auf knapp 18 Millionen Euro pro Film, sein geschätztes Vermögen laut "Los Angeles Business Journal" auf unglaubliche 607 Millionen.
Aber Geld allein macht nicht glücklich. 2006 nehmen Polizisten den Schauspieler mit 1,2 Promille fest, nachdem er sie mit antisemitischen Parolen beschimpft hat. Auf die drei Jahre Bewährung und rund 930 Euro Geldsstrafe reagiert er reumütig, besucht regelmäßig Treffen der Anonymen Alkoholiker und entschuldigt sich öffentlich im US-Fernsehen. Erstmals spricht Mel Gibson dort auch ganz offen über seine Selbstmordgedanken und Depressionen: "Ich hatte wirkliche Höhepunkte, aber auch einige tiefe Tiefs. Ich habe erst jetzt herausgefunden, dass ich manisch-depressiv bin." Die Arbeit an "Die Passion Christi" habe ihm bei der Heilung geholfen, genauso wie seine Familie, aus deren Liebe er all seine Kraft ziehe.
Autorin: Maria Kufeld
Klatsch und Tratsch
Er hat am selben Tag wie J.R.R. Tolkien Geburtstag+++Er wollte die Hauptrolle in "Braveheart" erst nicht spielen, weil er sich für die Rolle zu alt fand. Erst als er auch Regie führen durfte, sagte er zu+++Mit den Vorbereitungen für "Die Passion Christi" begann er bereits 1992, darüber sagt er: "Ich bin kein Prediger, bin kein Pfarrer. Aber ich habe das Gefühl, dass mich meine Karriere dahin geleitet hat, 'Die Passion Christi' zu machen. Der Heilige Geist hat durch mich an diesem Film gewirkt, ich war sein Medium. Ich hoffe der Film besitzt die Kraft, zu missionieren."+++Er wurde nach der Kirche "St. Mel" in Clonmel, Co. Tipperary, in Irland benannt, wo die Vorfahren seiner Mutter herkommen. Deshalb hat er auch die amerikanische und irische Staatsbürgerschaft+++Auf Portugiesisch heißt "mel" Honig+++Im Disney-Film "Pocahontas" spricht er den John Smith - und singt sogar
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