Sie ist das wilde Kind unter den Supermodels: Kate Moss lässt so schnell keine Feier aus. Eine der Größten ist sie trotzdem
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Das sollte man über Kate Moss wissen:
Als Model ist Kate Moss die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Sie ist zu klein, zu kantig, zu speziell, um ein makelloser Engel für die Design-Päpste zu sein. Eigentlich. Lieber als Quellwasser von Evian kippt Kate Champagner aus der Flasche. Und doch ist das zarte englische Mädchen mit den Schatten unter den Augen ganz klar die "Primadonna assoluta" unter den Supermodels. Auch wenn das Gesicht der wilden Partyqueen nicht nur Hochglanzkampagnen von Chanel & Co ziert, sondern seit ihrem Koks-Skandal auch die ein oder andere Polizeiakte.
Schon mit 14 Jahren wird die elfenhafte Schülerin am JFK-Flughafen in New York entdeckt. Von Sarah Doukas, praktischerweise Gründerin der renommierten Modelagentur "Storm". Noch im selben Jahr bekommt Kate einen Vertrag von Calvin Klein und neben skandalösen Unterwäsche-Kampagnen haucht das dünne Mädchen mit feinstem britischen Akzent "Obsession" im Fernsehen. Obwohl sie ein ungesunder Gegentwurf zu den Kurven einer Cindy Crawford oder Elle Macpherson zu sein schien, traf sie genau den Nerv der Zeit. Denn Kate verkörperte perfekt die Generation X – die mit zu vielen Möglichkeiten und null Bock – was viele auch in den stets nur halb geöffneten Schlafaugen von Kate zu erblicken meinten: "Meine Fotos waren nicht der Glamour der 80er. Das war das Leben auf der Straße."
Eltern wie Pychologen waren von der blassen Erbin von Magermodel Twiggy entsetzt. Bis heute wiegt Kate keine 50 Kilo und gilt als Urmutter aller Schlankheitsjüngerinnen in Hollywood. Dünn wie sie ist, käme Stilikone Kate allerdings in eine Jeans der Größe 0 nicht hinein "Ich hatte noch nie Probleme mit dem Essen", sagt sie genervt, wenn sie zum tausendsten Mal zum Thema Magersucht befragt wird.
Nach der Veröffentlichung kompromittierender Fotos, die sie mit Ex-Freund Pete Doherty beim Koksen zeigten, hatten viele die Tochter einer Bardame aus der Unterschicht schon abgeschrieben. H&M und Gloria Vanderbilt verbannten die Abtrünnige sofort aus ihren Anzeigen. Doch die Luxusindustrie ließ Kate nicht lange hängen: Nach vier Wochen Totalentzug galt die schlanke Schönheit als clean. Und kurz darauf tönten die Gazetten: "Kein Prozess trotz Kokain" oder "Moss wieder Fronpage-Babe".
2007 bringt Kate bei Topshop ihre eigene Kollektion raus-mit gigantischem Erfolg. Das Time Magazin wählte sie im gleichen Jahr für "ein Gesicht, das nie aus der Mode gekommen ist"unter die 100 einflussreichsten Menschen.
Kates süße Tochter Lila Grace, die Kate 2002 mit Jefferson Hack bekam, soll übrigens mal einen anständigen Beruf haben, so die Mama: "Model? Das würde ich nicht wollen. Ich halte die Mode-Branche nicht gerade für die beste Umgebung für junge Mädchen. Wenn du nicht sehr stark bist, macht es dich kaputt." Und das sagt eine, die es wirklich wissen muss.
Autor: Roland Rödermund
Klatsch und Tratsch
Es gibt auch Menschen, die sich an dem Erfolg von Kate stören. Das Model, das nach dem Skandal mehr verdiente als zuvor, habe seinem Land viel Leid zugefügt, sagte der Vize-Präsident Kolumbiens, Francisco Santos, der britischen Zeitung "Daily Mirror".Santos, der in London eine Kampagne gegen Kokain eröffnete, sagte: "Für mich ist es unverständlich, dass es jemandem, der mithalf, in Kolumbien so viel Leid zu verursachen, besser geht als je zuvor. Ich habe noch nie gehört, dass sie 'Entschuldigung' sagt, wenn in Kolumbien täglich Menschen an Kokainmissbrauch sterben. Das tut weh."
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