Als James-Bond-Chefin "M" ist Judi Dench Kult. Sie hat Witz und Weisheit - und bereits sechs Oscar-Nominierungen in ihrem Lebenslauf
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Das sollte man über Judi Dench wissen:
Am 9. September 2007 feierte Judi Dench ihr 50. Arbeitsjahr als Schauspielerin. Ihre Theaterkarriere begann vor mehr als einem halben Jahrhundert wie im Bilderbuch: Judi studierte an der Central School of Speech and Drama, in der Vanessa Redgrave zu ihren Studienkolleginnen gehörte. Danach avancierte sie zu einer der besten Theaterschauspielerinnen Englands. Judi spielte in zahlreichen Shakespeare-Inszenierungen auch unter Regisseur Peter Hall und war Ensemblemitglied an der Royal Shakespeare Company, am Londoner National Theater und am Old Vic Theatre. Nach vielen Ehrungen und Preisen bekam Judi 1970 den "Orden des Britischen Empire" für ihre Verdienste um das britische Theater verliehen, 1988 wurde sie zur "Dame of the British Empire" ernannt. Zudem ist sie heute Ehrendoktor der Universität Warwick.
Vereinzelt widmete sie sich reizvollen Filmprojekten, in den 80er Jahren war sie außerdem häufig in TV-Serien zu sehen. Weltweit bekannt wurde Judi 1995 als Secret Service Agent "M" im "James Bond"-Film "Golden Eye". Eine Frau an der Spitze des Geheimdienstes und als Chefin eines legendären Chauvi-Charakters! Die Fans schluckten kurz, wurden begeistert und Dame Dench wurde in der Rolle Kult. In fünf weiteren Folgen war sie seitdem dabei: "Der Morgen stirbt nie", "Die Welt ist nicht genug", "Stirb an einem anderen Tag", "Casino Royale" und ein "Quantum Trost". "Es ist eine seltsame Rolle für mich, aber 'M' war die Traumfrau meines Mannes, und er sah mich immer als eine Art Bond-Girl", so Judi über ihre Beweggründe, als Bond-Chefin einzusteigen. Ihr wohl bekanntestes Filmzitat "Ich halte Sie für einen sexistischen, frauenfeindlichen Dinosaurier. Ein Relikt des Kalten Krieges". Damit setzte die charismatische Dramaqueen mal eben einen Meilenstein für die Frauenrolle im Mainstreamfilm.
Und immer wieder Shakespeare: Sie begeisterte im Jahr 1996 in der Kino-Verfilmung von "Hamlet". Es folgten weitere Rollen in Filmen wie "Shakespeare in Love", "Tee mit Mussolini" und "Chocolat", wofür sie eine Oscar-Nominierung erhielt. Sie gewann zehn Mal die britischen Filmpreise, kassierte im Frühjahr 1998 einen "Golden Globe" und eine Oscar-Nominierung für ihre Rolle der Königin Victoria in "Ihre Majestät: Mrs. Brown". Im Folgejahr bekam sie auch den Oscar für die beste Nebenrolle in "Shakespeare in Love", wohlgemerkt für einen 8-Minuten-Auftritt.
Da Judis Filmkarriere spät begann, kennt man sie nicht als junge Liebhaberin, sondern eher als Autoritätsfigur. Selbst als Alzheimer-Patientin "Iris" setzte sie ihren Kopf durch. In "Tagebuch eines Skandals" ist sie noch einen Schritt weiter gegangen: Judi stellt als pensionsreife Lehrerin Barbara innere und äußere Hässlichkeit dar - geboren aus Einsamkeit und selbst auferlegten Zwängen. Eine extrem mutige Arbeit, die mit einer Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin belohnt wurde.
Autorin: Stefanie Behrens
Klatsch und Tratsch
In einem Interview brachte Judi ihren Berufsethos auf den Punkt: "Wir Schauspieler dürfen uns nicht wichtig nehmen. Wir sind es nicht. Das, was wir tun, kann - bestenfalls - wichtig sein. Kann sogar etwas verändern." +++ Auf einer Pressekonferenz zum Film "Tagebuch eines Skandals" wurden die beiden für einen Oscar nominierten Darstellerinnen Cate Blanchett und Judi Dench befragt, ob sie selbst Erfahrungen mit besessenen Fans hätten. "Also, ich bin von Judi besessen!", antwortete Cate und sprach damit sicherlich vielen Filmfans aus dem Herzen. +++ 2008 erhielt Judi Dench den Europäischen Filmpreis für ihr Lebenswerk. Im selben Jahr wurde ihr von der Universität in St. Andrews die Ehrendoktorwürde erteilt.
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