Vom sanften Model zum "Lost"-Badboy: Die Laufbahn von Josh Holloway hatte schon manch überraschende Wendung
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Das sollte man über Josh Holloway wissen:
"Son of a bitch!" Vier Worte, die dem gebürtigen Kalifornier Josh Holloway bestens bekannt sind. Als zwielichtiger "Sawyer" in der Serie "Lost" fluchte er oft und gerne, und speziell dieser Ausruf ist zu seinem Markenzeichen geworden. Aneinandergereiht füllte er in den ersten drei "Lost"-Staffeln allein mit diesem Satz insgesamt eine Minute - den Beweis veröffentlichten Fans letztens auf Youtube.
Dabei hatte Josh nie geplant, der härteste Kerl auf der einsamen Insel zu werden. Sein erster Berufswunsch war es zu modeln. Kein Wunder - Josh wuchs mit seinen beiden älteren Brüdern und seiner kleinen Schwester nicht gerade glamourös auf. Als er zwei Jahre alt war, zog seine Familie von Kalifornien in das kleine Nest Free Home in Georgia. Sein erster Job als 11-Jähriger war es dort, auf einer Farm tote Hühner einzusammeln. Die Laufstege der Welt hatten da eine deutlich stärkere Anziehungskraft auf den jungen Josh, obwohl er sich heute noch stolz als "Blue Ridge Mountain Boy" bezeichnet.
Sein Studium an der University of Georgia brach er nach nur einem Jahr ab, um dieses Ziel schnell in die Tat umzusetzen. Josh fasste bald in der Modelbranche Fuß und reiste fortan durch Europa und Nordamerika. Er hatte sein Ziel erreicht - aber das reichte ihm noch nicht.
Josh, laut eigener Aussage schon als Dreijähriger ein Filmfan, wollte Schauspieler werden. Er schmiss den Model-Job hin und zog nach Los Angeles, um dort sein Glück zu versuchen. Doch das Geschäft lief schleppend - er bekam zwar kleine Rollen in Serien wie "Angel", "Walker, Texas Ranger" und "CSI", doch solche Angebote gab es höchstens einmal im Jahr. Nach und nach rückte die Schauspielkarriere in weite Ferne, und Josh begann, eine Lizenz als Immobilienmakler zu erwerben. Das Vorsprechen für "Lost" war die letzte Chance, die er sich als Schauspieler gegeben hatte. "Der Rest ist Geschichte" grinst er heute darüber.
"Lost" wurde von der ersten Folge an ein Riesenhit, und Holloway ein Star. Dabei ist er als Sawyer nicht gerade sympathisch, sondern ein herablassender Egomane, der nur seine eigenen Interessen verfolgt. Aber genau dafür lieben ihn seine Fans.
Trotz des TV-Ruhmes hat Josh wieder angefangen, nebenbei zu modeln: 2007 wurde er das Gesicht der Davidoff-"Cool Water"-Kampagne. Und neben "Lost" gibt es ihn im Kino zu sehen: 2007 spielte er die Hauptrolle im Horrorfilm "Whisper", und sobald ein neuer "X-Men"-Film gedreht wird, ist ihm die Rolle des Superhelden "Gambit" bereits sicher. "Son of a bitch!" - es läuft verdammt gut für Holloway!
Autor: Henning Hönicke
Klatsch und Tratsch
Ein typisches Merkmal von Sawyer ist sein starker Südstaaten-Akzent. Den hatte sich Südfrucht Josh gerade erst mühevoll abgewöhnt, um mehr Rollenangebote zu erhalten. +++ Im Oktober 2005 wurden Josh und seine Frau Yessica nachts von einem bewaffneten Einbrecher überfallen, der Bargeld, Kreditkarten und ihren Mercedes mitnahm. Der Täter wurde später gefasst - und gab zu, dass er gar nicht wusste, wen er ausgeraubt hatte. +++ Josh mag seinen Körper und findet nichts dabei, in den Drehpausen mit seinen "Lost"-Co-Stars Matthew Fox (Jack) und Dominic Monaghan (Charlie) nackt ins Meer zu springen. Die Produzenten haben ihm das mittlerweile aus Angst vor Paparazzi verboten - ob es was genützt hat, ist unbekannt.
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