Jim Carrey ist ein Spaßmacher und zählt zu Hollywoods besten Komikern. In seinem Privatleben musste er dagegen mit Depressionen umgehen
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Das sollte man über Jim Carrey wissen:
Jim Carrey gab schon der Schule gern den Spaßvogel: Sein Lehrer gestand ihm täglich eine Viertelstunde Zeit für Schabernack zu, wenn Jim im Gegenzug versprach, den restlichen Tag ruhig zu sein. Trotzdem war Jims Kindheit in Kanada alles andere als lustig. Nachdem sein Vater seinen Buchhalter-Job verloren hatte, mussten alle Familienmitglieder zum Lebensunterhalt beitragen - auch Jim. Er, Vater Percy, Mutter Kathleen und seine drei älteren Geschwister John, Patricia und Rita übernahmen diverse Nebenjobs. Die Carreys mussten sogar einige Zeit auf Campingplätzen leben. Obwohl Jim immer ein guter Schüler gewesen war, konnte er seine Acht-Stunden-Nachtschichten nicht mehr mit der Schule vereinbaren und schmiss schon mit 16 hin.
Stattdessen konzentrierte Jim Carrey sich auf sein Komiker- und Schauspieler-Talent. Immerhin hatte er schon als Dreikäsehoch 1969 in der Sesamstraße mitgespielt. Das weitere Witzigsein übte er später auf diversen Bühnen in Toronto als Stand-Up-Comedian. 1979 verließ Jim Carrey Kanada, um in Los Angeles als Schauspieler sein Glück zu machen. Dort wurde er bald zum festen Mitglied in "Mitzi Shore's Comedy Store" und ergatterte nebenher erste kleine Nebenrollen in Filmen. 1982 bekam Jim mit "The Duck Factory" seine eigene TV-Show und gab 1985 in "Einmal beißen bitte" sein Leinwanddebüt.
Auch privat fand er das Glück: Jim heiratete 1987 die Ex-Kellnerin Melissa Wormer, die er im "Comedy Store" kennengelernt hatte. Noch im selben Jahr wurden die beiden Eltern von Tochter Jane Erin Carrey. Ihre Ehe hielt allerdings nicht allzu lange. 1995 ließen sich Jim und Melissa scheiden.
Beruflich ging es für Jim allerdings erfolgreich weiter: Mit "Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv" landete er einen Kassenschlager. Gemeinsam mit "Die Maske", "Dumm und Dümmer" und "Ace Ventura - Jetzt wird's wild" spielte der Film in den USA mehr als 100 Millionen Dollar ein. 1995 bekam Jim als Krönung den "People's Choice Award" als "Komiker des Jahres". Diese Assets brachten ihm, als dem ersten Comedian überhaupt, die Rekordgage von 20 Millionen Dollar für den Film "Cable Guy" ein.
In Peter Weirs Film "Die Truman Show" spielte Jim Carrey 1998 dann zum ersten Mal eine Rolle, die auch eine tragische Seite hatte. Seine brillante Umsetzung brachte Jim Carrey viel Kritikerlob ein und ermöglichte ihm, in "Der Mondmann" seine nächste ernsthafte Rolle zu spielen. In diesem Film verkörperte er den ebenso verehrten wie umstrittenen US-Komiker Andy Kaufman, der - wie Jim sagt - sein absolutes Vorbild sei. Mit den Filmen "Der Grinch", "Bruce Allmächtig" und "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse" kehrte Jim Carrey dann wieder in sein altes Fach zurück. "Vergiss mein nicht!" begeisterte hingegen die Kritiker. Einen Oscar bzw. eine Oscar-Nominierung blieb Jim Carrey trotz des vielen Lobs bislang allerdings noch verwehrt.
In der Liebe gab's bei ihm lange Zeit wenig zu lachen. Schauspielerin Lauren Holly spielte in "Dumm und Dümmer" an Jims Seite - prompt verliebten sich die beiden am Set. Nach nur neun Monaten gaben sich Jim und Lauren das Jawort. Doch nicht einmal ein Jahr später stand auch Jims zweite Ehe schon wieder vor dem Aus. Beim Dreh zu "Ich, beide & sie" verguckte sich Jim Carrey wieder in seine Filmpartnerin, diesmal Renée Zellweger. Voller Euphorie verlobten sich die beiden schon kurz darauf. Doch nach nicht mal einem Jahr lösten sie das Eheversprechen im Dezember 2000 wieder und trennten sich. Von 2004 bis April 2010 war er mit Model Jenny McCarthy zusammen.
Lange hatte Jim mit Depressionen zu kämpfen. "Ich hatte Tage, da war ich einfach nur down und musste mich aus dem Bett quälen", sagte er mal. Jim musste mit Antidepressiva behandelt werden und irgendwann wurde ihm klar, dass die Wurzeln dieser Krankheit in seiner durch Armut geprägten Kindheit zu finden sind. Derweil hat er eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Wenn er nicht dreht, zieht er sich zum Malen in sein eigenes Atelier zurück.
Autor: Dennis Voth
Klatsch und Tratsch
Bei einem Elton-John-Konzert sang er gemeinsam mit Elton den Song "Rocket Man"+++ Er hat am gleichen Tag Geburtstag wie sein großes Vorbild Andy Kaufmann, den er in "Der Mondmann" verkörperte +++ Seit 1979 lebt Jim in den USA und hat inzwischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen – aus Verbundenheit zu seinen Wurzeln hat er den kanadischen Pass dennoch nie abgegeben +++ Er ließ es sich nicht nehmen, seine Lieblingsband "Cannibal Corpse" in dem Film "Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv" mitspielen zu lassen +++ Als Kind trug er auch im Bett seine Steppschuhe. Für den Fall das seine Eltern in der Nacht Aufmunterung brauchten, war er so bereit +++ Bei seinem ersten und misslungenen Auftritt als Stand-Up-Comedian trug er einen gelben Anzug, den seine Mutter ihm genäht hatte. In dem Film "Die Maske" hatte er später wieder so einen Anzug an.
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