Aus einem Haushalt mit zwei Beach-Boys-Platten schaffte der Wuschelschopf James Blunt es an die Spitze der britischen Charts
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Das sollte man über James Blunt wissen:
Nur selten hört man von Soldaten derart sanfte Töne. Bevor James Blunt mit seinen Schmusesongs bei einem Millionenpublikum für Gänsehaut sorgte, diente als er Aufklärungsoffizier eines britischen Kontingentes im Kosovo. Schon damals hat er immer seine Gitarre dabei - und schnallt sie bei den täglichen Aufklärungsfahrten aus Platzmangel vor seinen Panzer. In dieser Zeit entsteht der Song "No Bravery", eine tieftraurige Ballade, in der Blunt seine Erlebnisse auf dem krisengeschüttelten Balkan verarbeitet.
Die Musik wurde dem sensiblen Engländer nicht gerade in die Wiege gelegt. Seine Familie ist fest im Militär verwurzelt, sein Vater führte auch zu Hause ein strenges Regiment. Mit sieben Jahren schickt er den kleinen James auf ein naturwissenschaftlich ausgerichtetes Internat. Für die musikalischen Ambitionen seines Sohnes hat er kein Verständnis. Doch der erweist sich als außerordentlich talentiert, spielt Klavier und leiht sich mit 14 die Gitarre eines Freundes, um Songs von Nirvana nachzuspielen.
Nachdem Blunt - sehr zum Missfallen des Herrn Papa - 2002 nur mit ein paar Demobändern in der Tasche den Vaterlandsdienst quittiert, geht alles blitzschnell: Er trifft Linda Perry, die unter anderen für Christina Aguilera und Pink schreibt, sowie den Produzenten Tom Rothrock und produziert mit ihnen das gefühlvolle Northern-Soul-Album "Back to Bedlam". Kaum veröffentlicht, schießt die Scheibe auf Platz Eins in den englischen Charts, ebenso wie seine Debüt-Single "You're Beautiful".
Jamens Blunt hat sich innerhalb kürzester Zeit vom Geheimtipp der Songwriter-Szene zum weltweit gefeierten Superstar mit mehr als fünf Millionen verkauften Tonträgern entwickelt. "Es ist bisher eine unglaublich aufregende Reise gewesen," kommentiert James Blunt selbst seinen unerwarteten Erfolg. Inzwischen hat er sogar seinen Vater versöhnen können: "Er verkauft manchmal sogar T-Shirts bei meinen Auftritten."
Autor: Björn Erichsen
Klatsch und Tratsch
Blunts zweiter Song "High" war während der Fußball-WM die musikalische Begleitung für die große Werbekampagne T-Com und lief dadurch auf allen namhaften deutschen TV-Sendern . +++ Sein Debütalbum "Back to Bedlam" ging ebenso wie die Single "You're Beautiful" in Großbritannien sofort auf die Eins der Charts. Das hatte zuletzt Rod Stewart geschafft, allerdings dreißig Jahre vor Blunt. +++ Sonnenbrillenfetischist Elton John bezeichnete die Single "You're Beautiful" als rechtmäßigen Erben seines "Your Song". Der Produzent von "Back To Bedlam", Tom Rothrock, erklärt Blunt sogar zur (britischen) Antwort auf den verstorbenen Indie-Gott Elliott Smith.
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