Im wirklichen Leben ist Hugh Grant nicht so ein zauberhafter Charmeur wie im Film, sondern kann ein ganz schöner Rüpel sein
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Das sollte man über Hugh Grant wissen:
"Im Grunde ist mein Leben so langweilig, dass es schon wieder peinlich ist." - Klassisches Understatement, trockenster britischer Humor, Nörgeleien am Set und dann wieder das entwaffnende Strahlelächeln, das Frauen und auch Männer dahinschmelzen lässt. Es gab Zeiten, da ließ Hugh Grant kein Interview aus, ohne zu bekunden, dass die Schauspielerei ihn langweile und er den Job eigentlich an den Nagel hängen wolle. Irgendwann dachte man sich nur noch, schade eigentlich, aber wann setzt er sich denn nun als Hausmann an der Seite von seiner damaligen Freundin Jemima Khan zur Ruhe? Doch dann kam sein Film "American Dreamz" heraus. Darin gab Hugh als Showmaster zwar wieder einen Zyniker. Doch dieses Mal nicht in einer romantischen Komödie, sondern in einem skurrilen, episodenhaften Film um pakistanische Terrorlager, einen Schläfer mit Broadway-Neigung und eine blonde Pop-Nudel. Langeweile adé!
Eigentlich hatte Hugh John Mungo Grant - der Sohn des Londoner Kunst- und Teppichhändlers James und der Lehrerin Finvola - schon immer einen Hang zum Theatralischen. Während seiner Collegezeit machte er in der Theater-AG von sich reden - dadurch, dass er nach einem verpatzten Auftritt in einem Musical noch mal von vorne anfangen musste und die Lacher auf seiner Seite hatte. Nach dem Abschluss bekam er ein Stipendium in Oxford. Er studierte zunächst Anglistik, mit dem Ziel vor Augen Kunsthistoriker zu werden. Doch sein komödiantisches Talent war größer als seine wissenschaftlichen Leistungen. Er arbeitete fürs Fernsehen und Radio, schrieb Kritiken und schlug sich halt so durch.
Der Film "Maurice" brachte 1987 für Hugh den erhofften Durchbruch. Für seine Verkörperung eines Homosexuellen Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt er bei den Filmfestspielen in Venedig den Preis als bester Darsteller. Mit der Komödie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" wurde Hugh 1994 endgültig zum Star. Er spielt den Junggesellen, dessen Traumfrau (Andie MacDowell) einen Anderen heiratet und der daraufhin seine Jugendliebe (Kristin Scott Thomas) ehelichen will, dann jedoch vor dem Altar das Jawort verweigert. Eine weitere Variation des hoffnungslos trotteligen, ein bisschen chaotischen aber ach-so-charmanten Mannes gelang ihm in "Notting Hill" an der Seite von Julia Roberts. Nun ist er in seiner kleinen Nische eine feste Hollywood-Größe.
Autorin: Stefanie Behrens
Klatsch und Tratsch
Frauen haben's schwer mit ihm. Zum einen flüchtet er, wenn es ernst wird. Und Kinder will er auch nicht unbedingt : "Ich mag Babys nicht besonders. Also ungefähr vier Minuten lang halte ich es mit ihnen aus, das ist mein Maximum. Danach weiß ich echt nicht mehr, warum alle so ein Getue darum machen." +++ Hugh ist auch ein nörgeliger Grundbesitzer: "Ich kaufe ständig Häuser, um dann fest zu stellen, dass sie eigentlich gar nicht so schön sind. Dann kaufe ich wieder neue Häuser. Derzeit besitze ich 17 Häuser in London, alle ganz schrecklich und in heruntergekommenem Zustand."
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