Künstlername

Helen Mirren

Vorname(n) Ilyena Vasilievna
Geboren 26.07.1945
Geburtsort Chiswick / London
Grösse 1,63 m
Sternzeichen Löwe
Uservote B-Star
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Kein Schnickschnack, keine echten Skandale, dafür ganz viel Persönlichkeit: Helen Mirren ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen der Welt

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Das sollte man über Helen Mirren wissen:

Als Spross einer weißrussischen Aristokratenfamilie, die nach der Oktoberrevolution in London gestrandet war, wuchs Helen - damals noch als Ilyena Vasilievna Mironov - im Londoner Arbeitermilieu auf. Ihr Vater Wasily-Petrow arbeitete zwar freiberuflich als Musiker und Lehrer, die Brötchen für die Familie verdiente er aber als Taxifahrer. Ihre Mutter Kathleen stammte aus einer schottischen Metzgerfamilie, wählte links und wünschte sich, dass ihre Tochter Lehrerin werden würde. Dass Ilyena einmal von Prinz Charles geadelt und als Schauspielerin für die Verkörperung der Queen Elizabeth II. für den Oscar nominiert werden würde, daran haben die Mironovs sicher nicht im Traum gedacht. Erst in den 1950er Jahren haben sie ihren Nachnamen britannisiert, aus Mironov wurde Mirren. Ihre Tochter ging 2003 als "Dame" Helen Mirren in die Filmgeschichte ein. Da wurde ihr nämlich der Ritterorden "Order of the British Empire" in Verbindung mit dem Titel "Dame Commander of the British Empire" verliehen.

Feinste britische Wertarbeit, keine Eskapaden: Helen ist eine Meisterin der Nuancen, der winzigen Gesten, die ihre Figuren kristallklar herausarbeitet. Schließlich war Helen schon als Grundschulkind klar, dass sie mal eine der ganz großen britischen Schauspielerinnen werden wolle. Sie begann zwar auf Wunsch ihrer Eltern ein Lehramts-Studium, entschied sich dann jedoch ganz und gar für die Arbeit am Theater. Mit 19 Jahren wurde Helen in die renommierte "Royal Shakespeare Company" aufgenommen und war damit eine der jüngsten Schauspielerinnen, der diese Ehre zuteil wurde.

Die Britin mit den russischen Wurzeln hat es in ihrer mehr als 40-jährigen Karriere verstanden, den Spagat zwischen großen historischen Frauenfiguren und modernen Grenzgängerinnen auf Bühne, Fernsehbildschirm und Kinoleinwand hinzulegen. Sie brillierte in traumhaften und aufwändigen Kostümen in Shakespeare-Rollen und auch ohne feine Stoffe im Film "Kalender Girls" (2003). Großen Beifall bekam Helen als 44-Jährige für ihre Rolle einer misshandelten Ehefrau in Peter Greenaways Kunst- und Kultfilm "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber". Auch 1994 war ein beruflich sehr erfolgreiches Jahr für Helen: Für ihre Darstellung der Queen Charlotte in "King George - Ein Königreich für mehr Verstand" wurde sie nicht nur auf den Filmfestspielen in Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet. Sie bekam dafür auch ihre erste Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin, die nächste folgte 2001 für ihre Rolle in "Gosford Park".

Doch ihr Siegeszug von 2007 übertrifft alle früheren Erfolge: Gleich zwei Golden-Globe-Awards konnte Helen mit nach Hause nehmen - einen davon als beste Schauspielerin in einem Drama für ihre Elizabeth II. in "The Queen", einen weiteren für einen TV-Auftritt als - da muss das Schicksal sich königlich amüsiert haben - Elizabeth I.. Auch bei der Vergabe der Preise der Schauspielergewerkschaft (SAG-Awards) und der britischen Filmakademie (Bafta) sowie der Oscar-Verleihung im Februar 2007 fand man, sie sei die beste Schauspielerin des Jahres und drückte ihr Trophäen in die Hand. Und im September gab es auch noch den amerikanischen Fernsehpreis Emmy oben drauf. Helen nimmt es weiterhin gelassen, plaudert gern über ihre Tattoos, lässt sich nackt von Fotograf Jürgen Teller in der Badewanne ablichten (wie schon einmal als junge Frau) und sagt insgesamt immer wieder, sie sei eigentlich nur ein ganz normales Mädchen.

Sollte Udo Jürgens Recht haben und das Leben erst mit 66 Jahren richtig beginnen, dann könnte man vor der energiegeladenen Mittsechzigerin Helen Mirren glatt ein bisschen Angst bekommen.

Autorin: Stefanie Behrens

Klatsch und Tratsch

Für ihren Film "Tintenherz" dreht die Dame mitten im Wald bei Farnham, einem mittelalterlichen Städtchen rund 30 Meilen vor London. Helen spielt Elinor, die skurrile Büchersammlerin aus dem Bestseller von Cornelia Funke. Übrigens ihre erste Rolle, in der sie ihr Tattoo auf der linken Hand zeigen und einsetzen konnte. +++ Helen findet Fußballprofi David Beckham extrem reizvoll. Ihr Landsmann sei "wahrscheinlich einer der schönsten Männer auf der Welt", zitiert die britische "Sun" Mirren. Ihrer Meinung nach würde sich Beckham auch beim Film gut machen. Sie könne sich seine tolle Leinwandpräsenz vorstellen - allerdings ohne große Sprechrollen. Im Idealfall würde sich ein Stummfilm anbieten. +++ Trotz allem bescheiden: Es habe sie einige Überwindung gekostet, für sich selbst als beste Darstellerin zu stimmen, als sie als Mitglied der Oscar-Akademie die Abstimmungsunterlagen für die Preisträger erhalten habe. Klassisches Understatement hin oder her, schließlich wählte sie sich selbst. Wäre ja auch zu ärgerlich, wenn das Projekt Oscar ausgerechnet an ihrer eigenen Stimme gescheitert wäre. +++ Auch im fortgeschrittenen Alter hat Helen Mirren immer noch eine Top-Figur. Ihr Beauty-Geheimnis: Sie hält sich mit der Spielekonsole "Wii Fit" in Form.



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