Ellen Page stand mit zehn Jahren das erste Mal vor der Kamera - ein Jahrzehnt später hat sie schon die erste Oscarnominierung in der Tasche
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Das sollte man über Ellen Page wissen:
Eigentlich müsste man Ellen Page hassen. Sie ist jung, clever, gut aussehend und zu allem Übel auch noch überaus erfolgreich. Bereits im Alter von zehn Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Schauspielerei. Und tatsächlich landete sie noch im selben Jahr ihre erste große Rolle im Pilotfilm der kanadischen Fernsehserie "Pit Pony - Wenn der Mond zur Sonne wird". Daraufhin sieht man ihr Gesicht immer wieder in TV-Produktionen und Serien. Mit 13 Jahren bekommt sie ein Angebot für eine Sitcom, die jedoch einen Wohnortwechsel nach Los Angeles mit sich bringen würde. Sie lehnt ab und entscheidet sich für ihr bodenständiges Leben und die Schule im kanadischen Halifax. Eine weise Entscheidung, wie sich später herausstellen soll. High Schools besucht sie insgesamt drei an der Zahl, bevor sie an die "Neptune Theatre School" wechselt, um ihre Schauspielkarriere voranzutreiben.
Ihr Fleiß und ihre Geduld werden belohnt: 2005 glänzt sie in der Rolle der "Haley Stark" in dem Kinofilm "Hard Candy". In dem Streifen, der in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird, spielt sie eine 14-Jährige, die von einem im Internet-Chat getroffenen Pädophilen in dessen Zuhause gelockt und dort in ein Katz- und Maus-Spiel verwickelt wird. 2006 folgt ihre erste Rolle in einem Hollywood-Blockbuster: Regisseur Brett Ratner will die damals 19-Jährige unbedingt für seinen dritten Teil von "X-Men". International gelingt der kleinen Dunkelhaarigen damit der Durchbruch, da sie sich erstmals einem großen Publikum präsentieren kann.
Doch von der glitzernden Welt der Stars und Sternchen lässt Ellen Page sich nicht beeindrucken. Ihre Leidenschaft sind Filme, in denen sie Rollen spielen kann, die sie persönlich herausfordern. Rollen, die sich von ihrem eigenen Wesen komplett unterscheiden. Rollen, die sie nicht um jeden Willen zu "everybody's darling" machen: "Es ist mir eigentlich ziemlich egal, ob die Zuschauer meinen Charakter, den ich spiele, mögen. Mir ist viel wichtiger, dass die Botschaft des Films ankommt und ich mit meiner eigenen Leistung zufrieden sein kann."
Hinter den großen Sprüchen der nur 1,52 großen Frau stecken tatsächlich Taten: 2007 brilliert Ellen Page in "An American Crime" in der Rolle einer 16-Jährigen, die auf bestialische Art im Keller ihrer Pflegemutter zu Tode gequält wird. Im gleichen Jahr spielt sie in dem Independent-Film "The Tracey Fragments" auf schaurig schöne Art ein pubertierendes Mädchen, das versucht, aus ihrem langweiligen, depressiven Leben auszubrechen. Auch ihre Darstellung eines schwangeren Teenagers in "Juno" bringt ihr viel Anerkennung. Sogar soviel, dass sie dafür mit einem "Golden Globe" als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Doch damit nicht genug: Auch für einen Oscar wurde sie nominiert - und das mit nur 21 Jahren.
Tatsächlich: Sie ist jung, clever, gut aussehend und überaus erfolgreich. Aber hassen kann man Ellen dafür keinesfalls. Eher bewundern.
Autorin: Jana Gloistein
Klatsch und Tratsch
Mit nur zwölf Jahren setzt Ellen Page durch, dass ihre Eltern sie nicht mehr zu den Dreharbeiten begleiten müssen beziehungsweise sollen +++ Der Spitzname der kleinen Kanadierin ist - Überraschung - "The Tiny Canadian". +++ Sie hat am gleichen Tag wie Jennifer Love Hewitt und Alan Rickmann Geburtstag +++ Ellen liebt lässige Klamotten. Am liebsten trägt sie Kapuzenjacken.
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