Ellen DeGeneres ist ein Stehaufmännchen - nach fast verlorener Karriere kam sie größer und erfolgreicher denn je zurück
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Das sollte man über Ellen DeGeneres wissen:
Ellen DeGeneres ist Amerikas Comedy-Queen. Mit ihrer täglichen Sendung "The Ellen DeGeneres Show" beschert sie dem US-Sender "NBC" traumhafte Einschaltquoten und sich selber "Emmys" in den Kategorien "Beste Moderatorin" und "Beste Talkshow". Ob David Beckham, Barack Obama, Britney Spears oder Ashton Kutcher – die Stars geben sich bei Ellen die Klinke in die Hand. Für den guten Zweck strippte die schwangere Heidi Klum sogar schon mal in der Show und Hillary Clinton ließ sich zu einer Partie Bowling überreden. Hollywoods A-Prominenz weiß eben: Bei Ellen Gast zu sein, bedeutet, dass alles passieren kann.
Doch auch Ellen fing einmal bescheiden an. Nach der High School hielt sie sich zunächst mit Gelegenheitsjobs über Wasser und verdiente ihr Geld als Staubsaugerverkäuferin. Anfang der 80er unternahm Ellen dann den ersten Schritt in Richtung Bühne. Als Stand-Up-Comedian tingelte sie durch zahlreiche kleine Clubs. Eine Zeit voll Entbehrungen, das mühsam verdiente Geld reichte nur für das Nötigste. Dabei hatte sie nur einen Traum: Ellen wünschte sich, als erste weibliche Komikerin in Johnny Carsons "Tonight Show" aufzutreten. "Ich hatte nichts und ich schrieb ein Stück darüber, warum Flöhe auf der Welt sind. Ich war mir sicher, dass Johnny Carson das toll fände." Mit 28 Jahren kam er dann endlich: Der Auftritt, der Ellens Leben verändern sollte. Carson lud Ellen in seine "Tonight Show" ein und er bat sie nach ihrem Auftritt auf sein Sofa. Ein Ritterschlag für die damals noch unbekannte Komikerin. Sie sollte die erste und letzte Frau sein, der diese Ehre zuteil wurde.
Nach mehreren kleinen Schauspielrollen bekam Ellen 1993 ihre eigene Sitcom, in der sie die Hauptrolle spielte. Die Serie geriet vier Jahre später in die Schlagzeilen, als Ellen sowohl sich als auch ihre gleichnamige Serienfigur als lesbisch outete. Und obwohl sie für eben diese Folge einen "Emmy" bekam, wurde die Show abgesetzt: Werbekunden kündigten ihre Buchungen, konservative Christen protestierten – Amerika war noch nicht bereit für homosexuellen Mainstream und so wurde das Coming-Out ihr vorläufiger Karriertod. Ellens Ochsentour begann von Neuem: Mit einem Comedy-Programm tourte sie durch die Vereinigten Staaten, auf attraktive Fernsehangebote wartete sie vergeblich. "Plötzlich stand ich wieder auf Stand-Up-Bühnen, und das Publikum bestand vermutlich nur zu zwanzig Prozent aus Heteros, weil sie alle dachten, ich würde jetzt nur noch mit einer Regenbogenflagge auf und ab marschieren." Zu dieser Zeit lebte Ellen mit Schauspielerin Anne Heche zusammen, nach drei Jahren zerbrach die Beziehung jedoch.
Es schien, als wäre Ellens Karriere beendet. Beruflich und privat musste die Entertainerin einige Rückschläge einstecken, mit einem Comeback rechnete sie selbst am wenigsten. Andrew Stanton, Drehbuchautor und Regisseur des Films "Findet Nemo" war einer der wenigen, der sie noch auf dem Zettel hatte. Ihr schrieb er die Rolle des vergesslichen Fisches Dory auf den Leib: "Das war das, was Dory ausmachte. Er entwickelte die Figur, während er mich im Hinterkopf hatte. Er kam zu mir und sagte: 'Du musst einfach ja sagen, weil ich es nur für dich geschrieben habe'." Mit dem Erfolg des Zeichentrickfilms kam auch Ellens Karriere wieder richtig in Schwung. 2003 startete sie "The Ellen DeGeneres Show", mit der sie bis heute sehr erfolgreich ist und zahlreiche Preise abräumte.
Privat hat Ellen mit "Ally Mc Beal"Star Portia de Rossi ihr Glück gefunden - 2008 heiratete das Paar, 2010 nahm de Rossi den Namen ihrer Frau an und heißt von un an Portia DeGeneres. Zusammen mit Hund und Katze leben die beiden in Beverly Hills. Ellen hat viel dazu beigetragen, dass sich Hollywoods Verhältnis zur Homosexualität entspannt hat. Einfach war ihr Weg jedoch nicht. Für die heute erreichte Akzeptanz und ihre Karriere hat sie viel getan: "Ich fühle mich weniger vom Glück begünstigt als verdient erfolgreich. Ich habe sehr hart an meiner Karriere gearbeitet. Wenn man mal alles verloren hat, vergisst man dieses Gefühl nie."
Autorin: Jana Andres
Klatsch und Tratsch
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