Daniel Brühl wirkt viel ruhiger, als man es bei einem gebürtigen Spanier erwartet. Privat aber sei er aber auch mal unheimlich albern, versichert er
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Das sollte man über Daniel Brühl wissen:
Daniel Brühl scheint nicht der Mann fürs Grobe. Kein Schläger, Zuhälter oder Macho. Dass er und eine Riege anderer junger deutschsprachiger Schauspieler - von August Diehl über Tom Schilling bis hin zu Robert Stadlober - eher als ruhige, fast melancholische Typen gelten, hat er mittlerweile aber akzeptiert. "Ich bin natürlich froh, dass solche Typen jetzt stärker gefragt sind, aber ich persönlich sehe mich überhaupt nicht als Melancholiker. Ich bin unheimlich albern, kann aber auch ein Arschloch sein."
Daniel Brühl wurde unter dem für teutonische Ohren exotischen Namen Daniel César MartÃn Brühl González Domingo 1978 in Barcelona geboren - ein Umstand, den er seiner katalanischen Mutter zu verdanken hat, die ihn in ihrer Heimat zur Welt brachte. Sein Vater ist der Regisseur Hanno Brühl, der die Lehrerin beim Trampen in Francos Spanien kennengelernt hat.
Daniel wuchs dann in Köln auf, wo er zweisprachig erzogen wurde und die Schule besuchte, die er mit dem Abitur abschloss. Die Entscheidung fürs Schauspielen war bereits früh gefallen und erste TV-Folgen folgten. Sein Kinodebüt gab er 1999 in "Schlaraffenland", unter anderem an der Seite von Heiner Lauterbach und Franka Potente. Als schizophrener Jugendlicher in "Das weiße Rauschen" erhielt er dann den Bayrischen und den Deutschen Filmpreis. Mit "Good Bye, Lenin" gelang ihm auch international der Durchbruch - die Wende-Dramödie hatte weltweit mehr als sechs Millionen Zuschauer. Es folgten weitere große Produktionen wie "Was nützt die Liebe in Gedanken", "Die fetten Jahre sind vorbei" und der amerikanische Film "Der Duft von Lavendel".
Ebenfalls international besetzt war "Merry Christmas", ein Film über das Weihnachtsfest 1914 an der Westfront im Ersten Weltkrieg. In dieser der auf wahren Begebenheiten basierenden Geschichte spielt er einen skrupellosen deutschen Leutnant. Ein weiterer Schritt zu einer Weiterentwicklung seines darstellerischen Könnens. "Irgendwann würde ich gerne mal einen ganzen Film hindurch die fiese, intrigante Ratte spielen", bekannte er in einem Interview.
In seine zweite Heimat Spanien führte es ihn 2007 für den Film "Salvador", in dem er einen Widerstandskämpfer gegen das Franco-Regime spielt. Der Film wurde zum Publikumserfolg und erhielt mit dem "Goya" Spaniens höchste Filmauszeichnung. Daniel Brühl selbst wurde als bester Darsteller nominiert. Seither ist es auch in Barcelona mit seiner Anonymität vorbei.
Dass er aber nicht mehr bloß die Rollen des verliebten Jünglings und hoffnungslosen Romantikers bekommt, ist eine Entwicklung, die Daniel Brühl gefallen dürfte. Jüngst präsentierte er sich in Quentin Tarantionos "Inglourious Basterds" als gefeierter Scharfschütze im Dritten Reich, der durch die Ermordung zahlloser feindlicher Soldaten zu Ruhm gelangt.
Autor: Stefan Gropp
Klatsch und Tratsch
Von 2001 bis 2006 war Daniel mit Schauspielerin Jessica Schwarz zusammen, die er bei Dreharbeiten kennengelernt hatte. +++ In der Seifenoper "Verbotene Liebe" spielte er den Straßenjungen Benji +++ Daniel traf sich mit Quentin Tarantino in einer Berliner In-Bar, um die Zusammenarbeit bei dessen neuen Film "Inglorious Bastards" zu besprechen.
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