Christian Bale ist der neue Kinski, besessen davon, seiner Berufung und großen Liebe, der Filmkunst, gerecht zu werden
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Das sollte man über Christian Bale wissen:
Im Alter von sieben Jahren wurde Christian Bale Vegetarier, nachdem er das Kinderbuch "Charlottes Web" gelesen hatte. Der kleine walisische Junge verzichtete tatsächlich auf Burger und Fish und Chips und das nur, weil ihn ein Buch so sehr beeindruckte. Seinen eisernen Willen hat er bis heute behalten: Was Christian Bale sich vorgenommen hat, das zieht er auch durch. So sprach er in Vorbereitung auf seine Rolle in "Public Enemies" monatelang mit einem Südstaaten-Akzent, nahm fast 30 Kilo für die Rolle in "Der Maschinist" ab und stand nur sechs Monate später wieder als gestählter Superheld "Batman" vor der Kamera.
Vielleicht ist es gerade dieser Wille, der Christian Bale den Sprung vom Kinderstar zum Charakterdarsteller meistern ließ, ohne dabei abzurutschen, wie es schon so vielen anderen Stars in dieser Branche passiert ist. Mit nur 13 Jahren wurde er für seine Rolle in Steven Spielbergs Kriegsdrama "Das Reich der Sonne" für die "Beste jugendliche Leistung" geehrt - ein Preis, der von der Organisation "National Board of Review of Motion Pictures" extra für ihn geschaffen wurde. Seinem Willen hat der Brite es neben viel schauspielerischem Talent sicher auch zu verdanken, dass er knapp 27 Jahre später den vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere erleben darf: Als Nebendarsteller in "The Fighter" gewinnt Christian Bale einen Oscar.
Aufgewachsen ist Christian Bale in einer kreativen und künstlerischen Familie. Sein Großvater war Standup-Comedian, seine Mutter Clown und Tänzerin, sein Onkel Schauspieler, eine seiner drei älteren Schwestern Musikerin, die andere Theaterregisseurin – und so weiter und so fort. Doch es war letztlich seine Schwester Louise, die in Christian die Liebe zur Schauspielerei weckte. Eine Liebe, die ihn bis heute fasziniert. Er hat sich der Schauspielerei vollkommen verschrieben. Um eine Rolle so überzeugend wie möglich porträtieren zu können, gibt es für ihn nur eine klare Vorgabe: Sei ein weißes Blatt. "Wenn man nicht viel über den Schauspieler weiß, so hat man eine weiße Weste, wenn es darum geht, einen Charakter zu spielen. Das ist der ausschlaggebende Punkt. Man kann diese Charaktere kreieren und sie sind glaubwürdig. Wenn du als Schauspieler gut genug bist, dann ist das der Weg zur Langlebigkeit in der Filmindustrie. Lass die Leute rätseln." Kein Wunder also, dass Christian Features auf DVDs oder ähnliches Zusatzmaterial nicht sehr schätzt. "Ich betrachte den Film als klassische Magie und genau wie bei der Magie verrät man nicht sein Geheimnis."
Das Vorhaben ein ewiges Rätsel zu bleiben, klappt sehr gut: So hat er beispielsweise bis heute den Namen seiner Tochter zumindest nicht offiziell bestätigt. Nur die weiße Weste bekam Anfang 2009 einen kleinen Fleck: Am Set von "Terminator – Die Erlösung" schrie er einen Kameramann zusammen, der in das Bild lief, als Bale gerade eine Szene spielte.
Mittlerweile ist Christian Bale übrigens kein Vegetarier mehr. Angeblich spürte er ein unglaubliches Verlangen nach Fleisch, nachdem er den Film "Das Leben ist schön" gesehen hat. Zumindest behauptete er das in diversen Interviews – oder wer weiß, vielleicht will er uns einfach nur weiter rätseln lassen.
Autorin: Caroline Schön
Klatsch und Tratsch
Christian Bale wurde von Winona Ryder für die Rolle des "Laurie" in "Little Women" ausgewählt. Dank ihr hat er auch seine Frau Sibi Blazic kennengelernt, die die persönliche Assistentin der Schauspielerin war +++ Mit neun Jahren stand er das erste Mal für einen britischen Werbespot vor der Kamera +++ Christian bestand im Alter von 20 Jahren die Aufnahmeprüfung an drei Schauspielschulen (Royal Academy of Dramatic Art, the London Academy of Music and Dramatic Art und die "Central School of Speech And Drama"). Er entschied sich jedoch dafür, weiter als Schauspieler zu arbeiten, anstatt seine Zeit unnütz an einer Schule abzusitzen +++ Auf den Kinoplakaten von "Public Enemies" sollten ursprünglich Christian Bale und Johnny Depp zu sehen sein. Doch die Produzenten entschieden sich letztlich für ein Plakat mit Johnny Depp alleine, da sich der Film so besser promoten ließe
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