Ben Stiller liegt der Witz von beiden Seiten in den Genen: Mutter und Vater sind Komiker. Doppelspurig fährt Ben auch in der Karriere - als Schauspieler und Regisseur
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Das sollte man über Ben Stiller wissen:
Wenn Ben Stiller einen Kriegsfilm dreht, dann packt er sich eine Horde seiner Kumpels zusammen, mischt einen Charakterdarsteller darunter, mietet einen Drillmaster und dann geht's ab in den Dschungel zum Boot Camp. So geschehen bei "Tropic Thunder". Und dann: Der Drillmaster hat dringende Termine und muss weg, also heißt es statt Boot Camp zur Film-Vorbereitung Riesendinner mit anschließender Party. Aber statt Kriegsfilm hat Ben 2008 ja auch eine der gelungensten Komödien der letzten Jahre gedreht, ist also nicht so schlimm, wenn das mit der Disziplin nicht so geklappt hat.
Dabei arbeitet Ben eigentlich recht zielstrebig an seiner Karriere. Regisseur wollte er schon werden, seitdem er als Zehnjähriger seinem Papa Jerry Stiller (spielt den Arthur in "King of Queens") zusah: "Sie drehten die ganze Nacht diese eine Szene. Ich erinnere mich daran, dass es für mich das Coolste überhaupt war. Die ganze Nacht aufbleiben. Sie machten immer und immer wieder dasselbe, und die ganzen Kameras und die Lichter - für mich war es wirklich aufregend. Ich fand es großartig und dachte: 'Das will ich auch!'"
Das tat er dann auch. 1994 führte Ben Stiller bei dem Film "Reality Bites - Voll das Leben" mit Winona Ryder und Ethan Hawke Regie und übernahm auch eine Nebenrolle. Hierzulande ist er hauptsächlich als Schauspieler bekannt, er perfektionierte die Rolle des tollpatschigen Durchschnittbürgers, der von einer Katastrophe in die nächste schlittert. Unvergessen sein Reißverschluss-Missgeschick in "Verrückt nach Mary", bei dem er sein bestes Stück einklemmt oder seine Verdauungsprobleme in "Und dann kam Polly".
Dabei ist es nach wie vor die Regie, die ihm wirklich am Herzen liegt: "Ich liebe auch die Schauspielerei, aber für mich ist das Regieführen als kreativer Prozess erfüllender, weil man dabei das große Ganze durchschauen kann."
Wie gut, dass sich Ben bislang nicht zwischen dem Einen und dem Anderen entscheiden musste, denn er betreibt sie beide mit absoluter Hingabe. Dabei kennt er keine Gnade, wie seine Ehefrau Christine Taylor bei den gemeinsamen Dreharbeiten zu "Voll auf die Nüsse" schmerzhaft erfahren musste. In einem Völkerballmatch stand sich das Paar, das nebenbei bemerkt zwei gemeinsame Kinder hat, in unterschiedlichen Mannschaften gegenüber. Ben zielte, warf den Ball mit ganzer Kraft und dieser landet direkt in Christines Gesicht. "Ich habe die ganze Szene wie in Zeitlupe erlebt. Es hat zwar nicht so sehr weh getan, aber es ist einfach demütigend. Ich wollte unter all den Jungs nicht wie ein kleines Mädchen da stehen, das gleich zu heulen beginnt", erzählte sie. Die Strafe folgte auf dem Fuß: Zwei Wochen lang herrschte eisiges Schweigen zwischen dem Paar, das seit 2000 verheiratet ist. Christine ignorierte Ben Stiller konsequent - in ihrer Ehe teilen sich die beiden wohl den Regiestuhl.
Autorin: Carla Quick
Klatsch und Tratsch
Der der amerikanischen Version von "Wer wird Millionär" gewann Ben 2001 32.000 Dollar (ungefähr 21.377 Euro). Er scheiterte, obwohl er noch seine Mutter als Telefonjoker einsetzte+++Bevor er Christine Taylor kennenlernte, hatte Ben Beziehungen mit Amanda Peet und Calista Flockheart+++Ben vergöttert die Schauspielerin Diane Keaton und hat 1997 sogar mal einen Artikel über sie geschrieben+++Ben ist ein riesiger Star-Trek-Fan
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