Amy Winehouse ist mit einer fantastischen Stimme gesegnet. Aber sie steht sich stets selbst im Weg
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Das sollte man über Amy Winehouse wissen:
"Ich möchte, dass die Leute meine Stimme hören und ihren Ärger einfach für fünf Minuten vergessen." Das schrieb die 13-jährige Amy Winehouse einmal in einem Schulaufsatz. Heute singt die Ausnahme-Künstlerin in "You know that I'm no good" von ihrem zweiten Album "Back to Black": "Ich habe dir gesagt, ich würde Ärger bedeuten."
Sie hat beides geschafft. Mit ihrer atemberaubenden Stimme befördert Amy Winehouse ihre Zuhörer immer wieder aufs Neue in eine andere Welt. Wenn sie nicht gerade für Ärger sorgt. Denn darin ist die Engländerin leider ebenfalls spitze.
Die Liebe zur Musik wurde Amy Winehouse in die Wiege gelegt. Vater Mitch ist großer Jazz-Fan, ihre Großmutter war eine Zeitlang sogar mit dem legendären Saxophonisten Ronnie Scott zusammen. In der Familie der Mutter gibt es zwei professionelle Jazz-Musiker, Mama Janis brachte ihr auch das Gitarrespielen bei.
Ganz oder gar nicht, so lebt Amy Winehouse ihre Musik seit Kindertagen. Sie ist eine brillante Schülerin an der renommierten "Sylvia Young Theatre School", doch kann sich nicht einfügen. Autoritäten stellt sie gerne in Frage - Amy zu sagen, was sie zu tun oder lassen hat, grenzt an ein Vorhaben der Unmöglichkeit. Was sie macht, macht sie mit ganzem Herzen. Und sie singt. Sie singt, singt, singt. Etwas anderes interessiert sie nicht. Sie ist nicht lange Schülerin dieser hochklassigen Schule; der Rauswurf kam allerdings nicht aufgrund eines Nasenrings, wie es heute manchmal behauptet wird.
Mit zwölf Jahren gründet Amy Winehouse das Rap-Duo "Sweet & Sour", das sie mittlerweile als jüdische Antwort auf "Salt 'n' Pepa" bezeichnet. Doch Klassiker wie Ella Fitzgerald und Ray Charles sind die Steine, an denen Amy ihre Stimme wetzt, bis sie schließlich diesen unvergleichlichen Klang hat und Plattenbosse auf sie aufmerksam werden. Ihr Debütalbum "Frank" schlägt ein wie eine Bombe. Was macht Amy? Von ihrem ersten Gehaltsscheck leistet sie sich eine eigene Bleibe und verlässt die Wohnung ihrer Mutter.
In einem Pub trifft die 20-Jährige auf den Londoner Blake Fielder-Civil. Viele sagen heute, damit begann das Drama. Aber erstmal geschieht, was Menschen in diesem Alter eben passiert: Amy Winehouse verliebt sich und wird verletzt, als Blake sich entschließt, zu seiner Exfreundin zurück zu gehen. Amy nutzt den harten Schlag um zu schreiben – die Resultate können sich hören lassen. Fast ihre gesamte zweite CD "Back to Black" verarbeitet die schwierige Beziehung – deren Ende nur ein zeitweiliges sein soll. Letztendlich besinnt sich Blake und die beiden wagen einen neuen Start. Am 18. Mai 2007 machen sie es offiziell und heiraten.
Doch seit Anfang 2007 gerät immer wieder Amys wildes Partyleben in die Schlagzeilen. Erschöpfungsanfälle und Aussetzer während ihrer Konzerte häufen sich. Im August dann der Zusammenbruch: Nach einer Überdosis fällt Amy Winehouse ins Koma und wird erst in letzter Sekunde gerettet. Die Sucht lässt sich nicht länger verbergen, weder bei Amy noch Blake. Die beiden beginnen einen Entzug, um ihn ebenso schnell wieder abzubrechen. Sie lieben sich, sie schlagen sich, vertragen sich, brauchen sich, quälen sich. Zwischendurch sind Amy und Blake zwangsläufig getrennt, als er im Gefängnis sitzt. Doch auch nach seiner Entlassung finden die beiden nicht wieder zueinander: Die Scheidung wird im August 2009 rechtskräftig. Erleichterung bei Amys Eltern, die Blake im Wesentlichen für die Drogensucht ihrer Tochter verantwortlich machen. Doch schon einen Monat später sieht alles ganz anders aus: Amy scheint zu Blake zurückzukehren, die beiden werden bei einer gemeinsamen Nacht von Amys Vater erwischt. Offenbar tatsächlich eine niemals enden wollende Geschichte. Hoffentlich nicht mit bösem Ausgang für Amy Winehouse.
Autorin: Carla Quick
Klatsch und Tratsch
Amy Winehouse sagt, dass sie arbeiten muss. Wenn sie sich langweile, würde sie nur anfangen, Unsinn zu machen +++ 2006 hat Amy in der britischen Presse zugegeben, unter Essstörungen zu leiden +++ Ihr Album "Back to Black" stieg auf Platz 7 der amerikanischen "Billboard"-Charts ein. Das ist der höchste Neueinstieg, den je eine Britin geschafft hat +++ Ihr Auftritt in der deutschen Show "Wetten dass ...?" musste abgesagt werden, nachdem Amy in der Nacht zuvor halbnackt und verwirrt durch Londons Straßen irrte. +++ Wegen ihrer Drogenhistorie wurde Amy Winehouse im Februar 2008 das Einreisevisum in die USA verwehrt. Dabei wollte sie ihren Grammy doch so gern persönlich abholen.
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