Alexandra Maria Lara ist ein Fall für das Raritätenkabinett: Eine absolute Auf-dem-Teppich-Bleiberin. Skandalfrei
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Das sollte man über Alexandra Maria Lara wissen:
"Sind Sie eigentlich wirklich immer nur nett?" Herrje, da war es schon wieder. Ihr persönliches Hass-Wort mit den vier Buchstaben. "Nett" - Alexandra Maria Lara rollte früher immer kurz mit den Augen, blieb aber freundlich, wenn es in neun von zehn Interviews hieß: "Alexandra die Nette". Dass sie ein bisschen unaufregend für einen Star ihres Formats sei, wurde ihr oft vorgeworfen. Mittlerweile steht sie einfach drüber: "Das mit dem Image ist gar nicht vollkommen falsch, es ist nur nicht so eindimensional, wie alle glauben. Die Leute lesen oder hören immer über einen: Das ist eher eine Nette. Das heißt aber ja nicht, dass ich nur so oder so bin - sondern irgendwo dazwischen, wie die meisten Menschen." Inklusive Tobsuchtsanfälle und einem Faible für derben Humor - sagt sie.
Ein bisschen trägt die gebürtige Rumänin mit dem sanften Audrey-Hepburn-Blick aber auch selbst Schuld an ihrem Sauberfrau-Image: Mit Allüren, Zickereien oder grellen Inszenierungen auf dem roten Teppich kann sie gar nichts anfangen. Sollen doch die anderen machen. Und ihre "Skandale" beschränken sich auf hin und wieder eine Marlboro Light, ein Dasein als Cola-Junkie und damals dreimal durch die Führerscheinprüfung gerauscht zu sein.
Sie nutzt ihre Energien einfach besser: auf der Bühne oder vor der Filmkamera. Das Talent dazu wurde ihr sozusagen in die Wiege gelegt: Ihr Vater Valentin Platareanu ist selbst Akteur und Schauspiellehrer. Nachdem er und Mutter Doina ihre vierjährige Tochter in den Lada gepackt hatten, um aus Rumänien nach West-Berlin zu fliehen, gab es damals fast nichts Schöneres für die kleine Alex, als ihrem Papa bei den Proben zuzusehen. Bis auf die Wunder der Konsumwelt: Aus ihrer ersten Zeit in der großen Stadt erinnert sie sich heute vor allem "ans Farbfernsehen und die Rolltreppen. Hatte ich beides vorher noch nie gesehen und fand ich absolut magisch."
Alexandra konzentriert sich immer voll und ganz auf ihren Job, den sie in der "Theaterwerkstatt Charlottenburg" auch bei ihrem Vater lernte. Nach dem Riesenerfolg von "Der Untergang", in dem sie Hitlers Sekretärin Traudl Junge spielte, flatterte sogar ein Rollenangebot von Meisterregisseur Francis Ford Coppola in Laras Briefkasten. International hatte sie damals schon in TV-Produktionen wie "Napoléon" und "Doktor Schiwago" an der Seite von Gérard Depardieu, Isabella Rossellini oder Keira Knightley geglänzt.
Tom Cruise dagegen erhielt von Alexandra Maria Lara einen Korb: Sie sollte in seinem umstrittenen Stauffenberg-Drama "Valkyrie" eine Sekretärin spielen, fand die Rolle aber schlicht und einfach "uninteressant". Solche Absagen kann sie sich mittlerweile leisten. Der nächste Starregisseur klopft bestimmt bald an ihre Tür. Und immerhin gibt es jetzt zumindest einen, der sie nicht mehr nett findet
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Autor: Roland Rödermund
Klatsch und Tratsch
Wir würden ja gerne. Aber: siehe oben.
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