Salma Hayek
Biographie
Salma Hayek taucht mit Haut und Haar in ihre Filmfiguren ein. Und vom Oscar ist sie nur noch eine gute Rolle entfernt
Salma hat in erfolgreichen Filmen wie "Desperado", "Dogma" und "Once Upon a Time in Mexico" mitgespielt, war aber auch in Flops wie "Fools Rush" und "Wild Wild West" dabei. Doch einer Frau wie ihr kann man das kaum nachtragen, da sie in jede Rolle immerhin all ihre Leidenschaft steckt. Und ihre Ausstrahlung blitzt sogar noch unter dem dichten Frida-Kahlo-Augenbrauen-Balken hervor, den sie 2002 für ihre Lieblingsrolle trug. Eigentlich kommt jeder ins Schwärmen, wenn es um das 1,57 Meter kleine Energiebündel Salma Hayek geht. Obwohl ihr arabischer Name übersetzt Frieden oder Ruhe bedeutet, ist sie sehr umtriebig. Ein "Nein" lässt sie nicht gelten, das spornt sie nur an. Die Schauspielerin, die inzwischen fließend English, Arabisch, Spanisch und Portugiesisch spricht, ist in Mexiko aufgewachsen. Ihr Vater, ein libanesischer Politiker und Geschäftsmann, und ihre Mutter, eine Opernsängerin spanischer Abstammung, wollten ihr im Internat eine gute schulische Ausbildung ermöglichen. Doch Salma schmiss mit 16 die Schule und begann, in den berühmten mexikanischen Fernseh-Telenovelas aufzutreten. Als "Teresa" wurde sie berühmt. Ihr Fernziel hieß aber Hollywood.
Nachdem sie Englisch- und Schauspielunterricht genommen hatte, wurde sie von Regisseur Robert Rodriguez entdeckt und 1995 für "Desperado" eingespannt. Als Schlangenfrau an Antonio Banderas Seite machte sie eine ziemlich gute Figur. Als Robert Rodriguez' "Maskottchen" spielte sie danach gleich in mehreren seiner Filme mit. Außerdem ist sie gut mit seiner Frau befreundet und deshalb auch Patentante der Rodriguez-Kinder.
Salma kämpfte sich in Hollywood nach ganz oben. 2002 begann ein neuer Abschnitt in ihrer Filmgeschichte: Sie spielte die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo und sprang sogar als Co-Produzentin ein. "Frida" war Salmas Wunschprojekt, für das sie lange von Studio zu Studio gelaufen war. Während sie bislang eher als die Schöne an der Seite eines männlichen Filmstars agierte, spielte sie hier eine schwierige Hauptrolle: eine Frau, deren ganzes Leben von körperlichem und seelischem Schmerz geprägt war. Dabei gelang es ihr, überschwängliche Glücksmomente und leidvolles Unglück perfekt verknüpft darzustellen. Jede Szene ist wie ein eigenes kleines Kunstwerk: sinnlich, farbenfroh, originell und voller Leidenschaft, eben ein Film, der mit Enthusiasmus entstanden ist:
"So, wie mich alle Welt in Coatzacoalcos und später in Mexiko und anderen Orten kannte, so wird mich auch die Welt in Hollywood kennen lernen" äußerte sich Salma 2003. "Eines Tages werde ich für einen Oscar nominiert. Und danach, ebenfalls eines Tages, werde ich ihn gewinnen." Nominiert für einen Oscar wurde sie als beste Schauspielerin in "Frida", nach Hause trug den Goldjungen dann aber Nicole Kidman. Doch jedem ist klar, dass nur noch die passende Rolle kommen muss, um Salmas Prophezeiung wahr werden zu lassen.
Autorin: Stefanie Behrens
Klatsch & Tratsch
Salma agiert als Produzentin der TV-Serie "Ugly Betty" in den Staaten. Im November 2006 hatte sie dort auch ihre ersten Gastauftritte: Sie spielt die Rolle der Sofia Reyes, die ziemlich viel Eindruck auf Bettys Mann Daniel Meade macht. Die erfolgreiche Serie basiert auf der kolumbianischen Telenovela "Yo Soy Betty la Fea". Die war übrigens war auch die Grundlage für die deutsche Telenovela "Verliebt in Berlin". +++ Während viele Hollywoodstars mit ihren astronomischen Gagen hausieren gehen, reagierte Salma regelrecht schockiert über einen Bericht des Magazins "Fortune" im Sommer 2006. Dort wurde sie direkt nach Jennifer Lopez als zweitreichster Latino-Star in Hollywood mit rund 100 Millionen Dollar auf ihrem Konto aufgeführt. Sie besitzt eine eigene Filmproduktions-Firma und hat in unzähligen Erfolgsfilmen mitgespielt. Allein im Jahr 2004 hat sie rund 20 Mio. Dollar durch Dreharbeiten eingenommen. Salma will davon offiziell nichts wissen: "Das ist eine Riesenlüge! Das hat mit der Realität überhaupt nichts zu tun. Soviel Geld habe ich nie verdient und ich will es auch nicht. Wenn, dann würde ich es spenden." +++ Salma ist die Sprecherin der Initiative "Speak Out Against Domestic Violence" (Aufbegehren gegen häusliche Gewalt) und hat Frauenhäusern in ihrer mexikanischen Heimatstadt Coatzacoalcos und dem Nachbarort mehr als 75.000 Dollar gespendet.
