Matt Damon
Biographie
Sexiest Man von Hollywood, Schwiegerelterntraum oder Superpapa: Matt Damons Kleinjungencharme ist eben Trumpf
Die rasante Verwandlung vom netten College-Jungen zum Superstar in Hollywood, vom tapsigen Teenager in "Mystic Pizza - Ein Stück vom Himmel" (1988) zum beinharten Actionstar in Teil Drei der "Bourne"-Erzählung (2007) nimmt man Matt Damon immer noch nicht richtig ab. Er war doch immer einer dieser Männer, die man einfach liebhaben musste. Weil sie so durch und durch sympathisch und normal wirken. Und weil man sie guten Gewissens seinen Eltern vorstellen kann. Weswegen besonders seltsam wirkte, dass er so lange ungebunden blieb. Hatten die Frauen Hollywoods denn keine Augen im Kopf?
Während die Jungs seiner Altersklasse mit ständig wechselnden weiblichen Begleitungen auftraten, schien in Matts Herz Platz für vor allem einen Menschen zu sein - für seinen besten Freund Ben Affleck. Der gemeinsame Karrieresprung ging vor. Den Flirt auf dem Schulhof ließ er zugunsten von Geschäftsbesprechungen in der Kantine sausen. Und wo manche Freundschaften nach der gemeinsamen Schulzeit ein abruptes Ende finden, fing sie bei diesen Traumpaar erst richtig an. Matt und Ben zogen zusammen mit Bens Bruder Casey in eine WG nach Los Angeles. Mit dem Kriegsdrama "Mut zur Wahrheit" wurden die Kritiker auf Matt aufmerksam. Seine Hauptrolle in "Der Regenmacher" 1997 machte dem kreativen Team endgültig den Weg frei für den Erfolg. Zusammen verkauften sie nicht nur ihr Drehbuch für den Kritikerliebling "Good Will Hunting", zusammen schrieben sie bei den "Academy Awards" 1997 auch "Beste-Freunde-Geschichte". Mit neun Nominierungen und dem "Kumpel-Oscar" für das gemeinsame Drehbuch schien der Goldjunge ihre Schicksale noch enger miteinander verstrickt zu haben. Doch dann: Überraschung. Das unzertrennliche Paar nabelte sich langsam voneinander ab, zwei respektable Schauspieler kamen dabei heraus.
Matt Damon wurde zum gefeierten "Poster-Boy" Hollywoods und Ben Affleck machte endlich die Bahn ganz frei für die Damen der Schöpfung - scheinbar! Denn weder Hollywoods Elfe Winona Ryder noch Superweib Minnie Driver konnten Matt Damon für immer an sich binden und ins Familienparadies locken. Dabei sah der Frauenschwarm seine Profession endlich auch darin, ein guter Vater zu sein: "Auch wenn es die Angst eines jeden Mannes ist, so ist es doch sein wichtigster Job." Gut gebrüllt, Löwe! Die Weibchen rissen sich um den Mann mit der blonden Mähne. Zum Schrecken vieler Damen, die bis zuletzt gehofft hatten, war es Mitte des Jahres 2006 soweit: Einer der begehrtesten Junggesellen verschwand endgültig vom Markt. Am 11. Juni stahl Isabella ihm in Miami das Herz - und das mit einem Kampfgewicht von gerade mal 3,5 kg. Leichtes Spiel für Töchterchen Isabella! Ehefrau Luciana Barroso, der Matt im Dezember 2005 das Ja-Wort gab, muss sich heute sicherlich am meisten um Aufmerksamkeits-Konkurrenz durch den eigenen Nachwuchs sorgen. Und ab Spätsommer 2008 wohl auch noch doppelt: Sie erwartet erneut ein kleines Mädchen. Matt macht sich langsam Sorgen um seine Stellung in der Familie, "es ist schon verrückt, dass ich zahlenmäßig in meiner Familie so unterlegen bin" verkündet der werdende Papa grinsend.
Für eine gute Ausbildung der Kleinen sollte auf Lebenszeit gesorgt sein. Matt Damon schwimmt mittlerweile in Rollenangeboten, die in seiner Altersklasse zu den am höchsten dotierten in Hollywood gehören. Sicherlich auch Dank des Megaerfolgs der Gaunerkomödien "Ocean's 11" bis "Ocean's 13". Julia Roberts, Robert De Niro, Angelina Jolie, Brad Pitt, Meg Ryan: Matt hat schon fast mit jedem gedreht. Doch ganz zufrieden scheint er dennoch nicht zu sein. Zweifeln die Kritiker von Zeit zu Zeit an seinen Qualitäten als wandelbarer Charakterdarsteller, so versucht Matt Damon durch seine Rollenwahl fast schon trotzig dem Stempel des netten Jungen von Nebenan zu entkommen. Als "Der talentierte Mr. Ripley" legte Matt die Maske des perfekten Schwiegersohnes ab und schlüpfte in die Rolle eines kalkulierten Mörders - wie in eine zweite Haut. Auch in "Departed" mimte er den Schurken. Aber uns kannst du nicht täuschen, Matt! Trotz dieses Chamäleonkostüms schimmert doch immer noch ein schelmisches Lächeln hervor. Und tatsächlich: "Es ist besser, man selbst zu sein, als zu versuchen, eine Version von dem zu sein, von dem man denkt, dass die andere Person das will." Da kann man nichts machen: ein netter Junge, durch und durch - aber ohne faden Beigeschmack!
Autorin: Nina Heitele
Klatsch & Tratsch
Angeblich soll eine Hypnosebehandlung in Los Angeles 2005 Matt seinen Appetit auf den blauen Dunst verdorben haben. Danach verzichtete er jedenfalls auf die Glimmstängel und hörte auf zu rauchen. +++ Matt ist als Onkel ein wahres Musterbeispiel: Wenn sein Neffe weint, ölt er seine Stimme und singt für ihn "Afternoon Delight" der "Starland Vocal Band". +++ Schluss mit lustig: Um seine "Ocean's 13"-Kollegen George Clooney und Brad Pitt vom Thron des Mr. Sexy zu stoßen, plante Matt, eine Kampagne ins Leben zu rufen, die ihm den ersten Platz in den zahlreichen Schönheitsrankings der Zeitschriften sichern soll: "Ich lege eine Kriegskasse an und spare mein Geld. George hat gesagt, dass ich dieses Jahr dicht dran war, aber mir ist das Geld für meine Kampagne ausgegangen, darum hat er gewonnen", witzelte Matt. Was er noch nicht ahnte: 2008 sollte er auf der berühmten Liste des "People"-Magazins tatsächlich den Platz als Mr. Sexy erobern. Das stimmt einen doch nachdenklich.
