Kate Winslet
Biographie
Kate Winslet liebt das englische Landleben - und das Leben im lauten New York. Die Mimin steht aufspitzbübische Streiche. Was sie nicht mag: den Magertrend
Mutige und draufgängerische Charaktere spielt sie am liebsten - Kate Winslet ist eine Vollblutschauspielerin. Mit elf Jahren kämpfte sie schon darum, in der Redroofs Theater Schule in Maidenhead aufgenommen zu werden. Dort erlebte sie allerdings ein richtiges Zickentheater: Berühmt werden wollten alle, aber wochenlanges Pausieren auf Barbados war auch keine Seltenheit. Die vergleichsweise mittellose Kate ließen die Mitschülerinnen richtig bluten: Wegen ihrer üppigen Figur bekam sie gleich den Spitznamen "Blubber" (Walfischspeck) verpasst. Aber mit 13 Jahren verdiente Kate bereits ihr eigenes Geld in Fernsehserien.
Auf ihre Eltern lässt Kate nichts kommen. Gefühle wie Angst hätte sie nie gekannt, ihre Eltern hätten sie immer bestärkt, ganz sie selbst zu sein. Zuhause sei immer viel los gewesen. Auch ihre Schwestern Anna und Beth sind Schauspielerinnen geworden, genau wie ihr Vater Roger und ihre Mutter Sally. Nur Bruder Joss ist da die Ausnahme. Ihr Onkel Robert Bridges war gar ein großer Star in London und die Großeltern leiteten das Theater in Reading. Für ihre erste große Liebe, den Schauspieler Stephen Tredre, zog Kate mit 15 Jahren zu Hause aus und zusammen mit dem 28-Jährigen in ein Appartement in London. Mit seiner Lebenslust bestärkte er sie, und sie konnte die Hänseleien aus der Schulzeit hinter sich lassen. Ein Jahr später - sie schmierte gerade Sandwiches in einem "Deli" - bekam sie den Anruf, dass sie die Hauptrolle im Film "Heavenly Creatures" hatte. Vor lauter Rührung verließ sie heulend ihren Arbeitsplatz.
Ihren Durchbruch hatte Kate 1995 in Ang Lees Jane-Austen-Verfilmung "Sinn und Sinnlichkeit". Kurz vor Beginn der Dreharbeiten bekam ihr Freund Stephen die Diagnose Knochenkrebs. Zusammen standen sie die harte Zeit der Therapie durch, nach seiner vermeintlichen Heilung trennte sich das Paar. Mit ihrer Rolle der jungen Rose DeWitt Bukater in James Camerons Film "Titanic" wurde sie an der Seite von Leonardo DiCaprio (übrigens immer noch einer ihrer besten Freunde) weltberühmt. Bei der "Titanic"-Premiere in Los Angeles blieb ihr Platz allerdings leer, sie war auf Stephens Beerdingung: "Wenn ich zurückblicke, kann ich erst nachvollziehen, was sich in mir abspielte. Da war der Schmerz, und die Verwirrung darüber, wer ich eigentlich war."
Anschließend spielte Kate anspruchsvolle Rollen auch in Independent-Filmen, immer auf der Suche nach schauspielerischer Herausforderung. Ein Jahrzehnt nach "Titanic" (das es inzwischen auch in 3D gibt) blickt sie auf diverse Oscar- und Golden Globe-Nominierungen zurück, zum Beispiel für ihren Film "Little Children". Ihr privates Glück mit Ehemann Nummer drei Ned Rocknroll hat jedoch bereits genug heitere Gelassenheit in ihr Leben gebracht.
Autorin: Stefanie Behrens
Klatsch & Tratsch
Kate freute sich riesig über die Nominierung als beste Schauspielerin im Film "Little Children", tippte aber ganz zutreffend, dass Helen Mirren, 61, für den Film "The Queen" den Golden Globe bekommen werde. "Sie verdient es," sagte Kate, "der Film ist außerordentlich." +++
