Daniel Craig
Biographie
Über Daniel Craig wurden eimerweise Häme ausgeschüttet - ein blonder James Bond! Doch der knorrige Brite hat seine Gegner überzeugt
"Unglaublich sexy" sei er, das müssen sogar männliche Journalisten zugeben. Dieser makellose Körper, dieses Zusammenspiel aus Askese und Muskeltanz, die Kühle der Augen, die stählerne Härte. Craig ist Coolness - und rauer, grimmiger, proletarischer Sex. Dabei sucht einer wie er nicht gezielt nach den besten Liebhaber-Szenarios, wenn er seine Filmengagements auswählt. Einer der aus der englischen Arbeiterwelt kommt und immer noch mehr Jahre auf Theaterbühnen als vor Filmkameras verbracht hat.
Dabei war dem kleinen Daniel früh klar, dass er Schauspieler sein würde. Schon in der ersten Grundschulklasse stand er das erste Mal in einem Stück auf der Bühne - einer Schulproduktion von "Oliver!". "Ich wollte schon immer Schauspieler werden. Ich war so arrogant zu glauben, dass etwas anderes gar nicht möglich sei", so der kantige Brite über seine Berufswahl. Von seiner Mutter, einer Kunstlehrerin, bekam er die nötige Rückendeckung für diesen Traum. Leicht war es trotzdem nicht. Er ging von der Schule zum "National Youth Theatre" und verbrachte die Zeit abseits der Bühne mit Kellnern und Küchenarbeit in Restaurants. Aber er kam auch herum, war im spanischen Valencia und in Moskau. Nach einigen gescheiterten Versuchen schaffte er es 1988 endlich, an der "Guildhall School of Music and Drama" angenommen werden. An dieser renommierten Schule konnte man immerhin neben Klassenkameraden wie Ewan McGregor und Joseph Fiennes sitzen - Schauspielertraum.
Craig machte den Abschluss, machte Theater, spielte fürs Fernsehen und dann immer öfter auch in Filmen. "Tomb Raider" und "Layer Cake" gehörten dazu, genauso wie eine Rolle in Steven Spielbergs Terrorismus-Thriller "Munich". Dessen Dreharbeiten waren kaum vorüber, als auch schon der berühmte Anruf kam. Und mit dem die Chance, als sechster Bond-Darsteller in die Filmgeschichte einzugehen. Schon sein erster Auftritt lässt vermuten, dass er mit der Rolle noch einiges vorhaben könnte. Spätestens "Skyfall" bestsätigt das und schlägt für die Bond-Filme ein ganz neues Kapitel auf - mit harter Action, aber auch mit tiefgründiger Geschihcte und einem zerissenen Helden. Das belohnten die Zuschauer mit dem besten Filmstart in der Geschichte der Agentenmär. Craig darf also getrost weiter den Agenten spielen.
Autoren: Verena Lugert, Claudia Fudeus
Klatsch & Tratsch
Kein Witz: Daniels Stiefvater heißt Blond, Max Blond +++ Der Regisseur des Bond-Films "Casino Royale", Martin Campbell, plauderte aus dem Nähkästchen: Ewan McGregor war ursprünglich für die Rolle vorgesehen. Der britische Schauspieler habe jedoch abgelehnt, weil er nicht auf einen Charakter festgelegt werden wollte +++ Daniel Craig hat Flugangst +++ 2011 heiratet Daniel Craig heimlich seine Kollegin Rachel Weisz +++
