Amy Adams
Biographie
Der Oscar ist nur eine Frage der Zeit: Schauspielerin Amy Adams erobert mit Herz und Stil die Welt
Sie hat Leo DiCaprio in "Catch Me If You Can" geküsst und Patrick "McDreamy" Dempsey in "Verwünscht" verzaubert. Trotzdem kannte in Hollywood lange Zeit niemand ihren Namen. Und gelegentlich wird sie auch immer noch mit der ebenfalls rothaarigen Isla Fisher verwechselt. Und das, obwohl Amy Adams so vielseitig wie einzigartig ist. Ihren Erfolg nimmt sie jedoch gelassen. Er kam schließlich nicht über Nacht; sie hat hart dafür gearbeitet.
Amy Lou Adams kam 1974 als Tochter eines Soldaten auf einem US-Luftwaffenstützpunkt in Italien zur Welt und wuchs im rauen Colorado auf – mit sechs Brüdern. Nach der Highschool trat sie im "Dinner Theatre" auf, mit leicht verdaulichen Varieté-Einlagen zum Mahl. Den Job als Kellnerin im örtlichen "Hooters"-Restaurant verweigerte sie, weil sie den obligatorischen Dienst-Dress - Hotpants und enges Top - tragen sollte. Amy hat noch nie ihre Haut zu Markte getragen. Auf roten Teppichen ist sie stets die Eleganz in Person.
"Gnadenlos schön" war sie schon vor zehn Jahren. So lautete der Titel ihres ersten Kinofilms, der ihr Schicksal besiegeln sollte. In der Satire auf US-Schönheitswettbewerbe buhlte sie 1999 mit Kirsten Dunst um ein Miss-Krönchen. Ihr mütterlicher Co-Star Kirstie Alley drängte sie, ihr Glück in Los Angeles zu versuchen. Doch der Durchbruch sollte noch ein paar Jahre auf sich warten lassen.
Zunächst dümpelte ihre Karriere mit TV-Serien und zweitklassigen DVD-Premieren dahin. In einem Schauspielkurs traf Amy 2001 immerhin ihre große Liebe Darren Le Gallo. Trotzdem warf sie sich bald darauf Leo an den Hals - in Steven Spielbergs Gaunerkomödie "Catch Me If You Can". Darin verkörperte sie auch erstmals jenen Frauentyp, der ihre Spezialität werden sollte: die rührend naive, patente Kindfrau. 2006 war die schöne Rothaarige die Sensation der Oscar-Verleihung. Als hochschwangere Frohnatur in "Junebug" erntete Amy überraschend eine Oscar-Nominierung. Schon ein Jahr später war das Gold erneut zum Greifen nahe - wenn auch nur indirekt. Als sie auf der Oscar-Bühne einen nominierten Song aus ihrem Kinohit "Verwünscht" interpretieren durfte, fühlte sie sich, "als hätte ich selbst gewonnen". Der Disney-Film um eine Märchenprinzessin, die in der realen Großstadt Patrick Dempsey erobert, machte Amy zum Star.
2009 besteht dann kein Zweifel mehr: Wer sich mit der größten Schauspielerin der Welt anlegt, ist definitiv oscarreif. In "Glaubensfrage" streitet Schwester Amy so herzig mit Mutter Oberin Meryl Streep, dass sie prompt mit einer zweiten Nominierung gekrönt wurde. Zu ihren Vorbildern zählt neben Streep übrigens auch Heidi Klum: "Die ist immer so fröhlich." Auch wenn rotes Haar gemeinhin für Feuer und Leidenschaft steht - die erdbeerblonde Amy mit der süßesten Stupsnase der Branche ist stets von einer Aura der Reinheit umgeben: Aufrichtig. Sanftmütig. Unverdorben.
Das heißt aber nicht, dass die "Unschuld vom Dienst" prüde wäre. Kollegen bescheinigen Amy einen verruchten Humor. "Ich benehme mich gern daneben", beteuert sie. "Ich tue es bloß nicht öffentlich." Dennoch hofft sie, dass der Film "Nachts im Museum 2" das Schnuckel-Image ein wenig zurechtrückt. Als legendäre Pilotin Amelia Earhart trägt Amy neben Ben Stiller "unanständig enge Hosen. Ich bin nicht gerade bekannt dafür, meinen Hintern zu zeigen - aber hier ist er!" Die Comedy bleibt dennoch jugendfrei. Amy Adams ist Hollywoods neue Würdenträgerin.
Autorin: Ulrike Schröder
Klatsch & Tratsch
Ihr Bruder Eddie Adams spielte im Film "Austin Powers 3" mit und arbeitet nun für den Klatschdienst "TMZ" +++ 1999 erhielt Amy den Zuschlag für eine Rolle in "Manchester Prep", eine TV-Serie in Anlehnung an "Eiskalte Engel", die jedoch nie ausgestrahlt wurde, da die Produktionsfirmen sich in einen Streit verwickelten. Die Szenen wurden dann für den zweiten Teil von "Eiskalte Engel" verwendet, der direkt auf Video erschien.
