Ali Larter
Biographie
Von der Sahneschnitte zur Superheldin: Ali Larter ist meist zur Stelle, wenn in Film und Fernsehen die Grenzen der Realität gesprengt werden
"Erste Sahne" könnte man den Durchbruch von Alison Elizabeth Larter betiteln: Im Teenie-Drama "Varsity Blues" trug sie 1999 vor der Kamera einen Bikini aus Sprühsahne - sonst nichts. Ein Bild, dass sich nicht nur bei Molkereiprodukt-Enthusiasten einprägte und ihr einen Stammplatz in zahlreichen Teeniefilmen der späten Neunziger einbrachte.
Im Showgeschäft war die Newcomerin aus New Jersey allerdings schon länger: Bereits mit 13 Jahren unterschrieb sie einen Vertrag bei der Ford Model Agency und reiste fortan um die Welt. Fünf Jahre später wurde sie sesshaft und zog mit ihrem damaligen Freund von Japan nach Kalifornien. Und was lag näher als Schauspielerin zu werden, wenn man sowieso in der Nähe von Hollywood wohnt? Schon zwei Jahre später verdiente sie Geld mit kleinen Auftritten in der Brooke-Shields-Sitcom "Suddenly Susan" , in "Dawson's Creek" und "Chicago Hope". Kurz darauf kamen "Varsity Blues" und der Sahnebikini. Obwohl Ali da bereits über 20 war, wurde sie ein begehrter Teenie-Star. Ali, laut eigenen Angaben selbst sehr schreckhaft, spielte von da an vor allem in düsteren Horrorfilmen. In zwei "Final Destination"-Filmen zeigte sie dem Tod persönlich die Stirn, und im "House on Haunted Hill" überlebte sie fast als einzige eine wahrhaft mörderische Party.
Mörderisch ist Ali selbst auch in der Serie "Heroes" - oder etwa nicht? Die Frage, ob die von ihr gespielte Niki für die grausamen Todesfälle in ihrer Umgebung verantwortlich ist oder nicht, ist nur eines der vielen Rätsel der Serie.
"Heroes" war in den USA der Überraschungserfolg 2006. Ali brachte die Darstellung der allein erziehenden Internet-Stripperin mit dunklem Geheimnis prompt eine Nominierung als beste Nebendarstellerin bei den Saturn-Awards ein. Auch die zweite "Heroes"-Staffel läuft sehr erfolgreich, so dass man davon ausgehen kann, dass Ali wohl dauerhaft ein zweites Standbein im TV-Business gefunden hat.
Ihre Kino-Karriere hat sie dabei natürlich nicht vergessen. 2007 spielte sie in "Resident Evil: Exctinction" neben Mila Jovovich die Hauptrolle. Es ist - klar - ein Horrorfilm, in dem sie sich gegen Horden blutrünstiger Zombies zur Wehr setzen muss.
In Zukunft möchte Ali sich nicht nur aufs Schauspiel beschränken, sondern auch Filme produzieren. Es ist nicht zu übersehen: Der Sprühsahne-Star von einst hat mehr drauf als nur Schaumschlägerei.
Autor: Henning Hönicke
Klatsch & Tratsch
Aufgrund des ähnlichen Alters und Namens wird sie öfters mit der Schauspielerin Ali Landry verwechselt +++ In "Heroes" hat Ali es mit allerlei Superkräften zu tun. Dabei interessierte sie sich als Kind nicht für Comics - und schon gar nicht für Superhelden +++ Ali hasst es, sich hinters Steuer zu setzen, seit sie mit ihrer Mutter fast einmal verunglückt wäre. "Es war grauenvoll! Die Straße war überflutet, und plötzlich verlor ich die Kontrolle über den Wagen. Hinterher konnte ich nur hysterisch heulen und daran denken, wie leicht ich jemand anderen hätte töten können. Seitdem fahre ich nicht mehr selbst, sondern lasse mich höchstens mitnehmen", erzählt sie über das traumatische Erlebnis +++ Obwohl sie oft in Teenie-Filmen zu sehen war, mag Ali es auch etwas anspruchsvoller: 2002 zog sie kurz nach New York, um dort in den "Vagina Monologues" auf der Bühne zu stehen
