Oprah Winfrey Die Coole mit der Schule

US-Talkmasterin Oprah hat klein angefangen und gehört inzwischen zu den einflussreichsten Frauen der USA. In Südafrika hat sie nun gleich eine ganze Schule eröffnet, die einer kleinen Gruppe von Mädchen den Weg leichter machen soll

Oprah Winfrey und einige ihrer Schülerinnen bei der Eröffnungsfeier. Am Design der Schuluniformen war die Stifterin ebenso beteiligt wie an der Auswahl der glücklichen Mädchen
© Wireimage.comOprah Winfrey und einige ihrer Schülerinnen bei der Eröffnungsfeier. Am Design der Schuluniformen war die Stifterin ebenso beteiligt wie an der Auswahl der glücklichen Mädchen

40 Millionen Dollar (gut 30 Millionen Euro) hat dies wohltätige Werk gekostet. Die Millionen kamen aus der Tasche von US-Talkmasterin Oprah Winfrey und flossen in ein den Bau eines Internates in Henley-on-Klip nah dem südafrikanischen Johannesburg. Die "Oprah Winfrey Leadership Academy for Girls" solle "die beste Schule der Welt" werden, so die Stifterin am Dienstag bei der Eröffnung ihrer Schule. Über 3000 Bewerberinnen gab es, Voraussetzung für die Bewerbung waren gute schulische Leistungen, Führungsqualitäten und ein Höchsteinkommen der Familie. Alle 500 Finalistinnen interviewte Winfrey persönlich - sie wollte ihrer Herkunft und ihren Träumen auf die Spur kommen. Zum Schulstart am 15. Januar wurden 152 Mädchen, zunächst nur 12- und 13-Jährige, ausgewählt, insgesamt 450 Schülerinnen in den Klassen Sieben bis Elf sollen es werden. Sie können in einer Umgebung lernen und wohnen, die ihnen fast wie eine andere Welt vorkommen muss. Neben den Klassenzimmern gibt es ein Theater und ein Wellness-Zentrum. Kritiker fragen sich, ob das angesichts der Verhältnisse, aus denen die Schülerinnen kommen, tatsächlich nötig ist. Ob die Millionen nicht vielleicht weniger elitär besser angelegt wären. Ob Südafrika so etwas brauche. Doch das Selbstbewusstsein der amerikanischen Quotenheldin Oprah ist von ein wenig Kritik nicht zu erschüttern. Sie findet: "Schöne Dinge und wunderbare Lehrer" sollen diese Mädchen inspirieren.

Die Talkmasterin wuchs selbst in armen Verhältnissen auf und schaffte es dennoch, zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der USA zu werden. Nun will sie ein wenig von ihrem Erfolg in eine Umgebung tragen, die von Kriminalität, ungleichen Chancen und Krankheiten gebeutelt ist. "Die Schule soll ein Spiegelbild meiner selbst sein", so die Geschäftsfrau zum Fernsehsender CNN. Zur Eröffnungsfeier kamen unter anderen der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela, die Sängerinnen Tina Turner, Mary J. Blige und Mariah Carey sowie der Schauspieler Sidney Poitier und Regisseur Spike Lee.