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    “True Blood” und die Elfen-Falle

    Fantasy-Serien stehen momentan hoch im Kurs, der ganze Hokuspokus kennt scheinbar keine Grenzen. Bestes Beispiel: “True Blood”. Dort habe ich mich nacheinander brav an Vampire, Werwölfe, Werpanther, Gestaltenwandler, Hexen und zum Schluss sogar Elfen gewöhnt. Und es sieht ganz so aus, als würde es so weiter gehen – am Sonntag läuft in den USA nämlich die vierte Staffel an und HBO hat vor kurzem die ersten 8 Minuten online gestellt:

    Etwas langatmig, oder? Mir war das zu magisch angehaucht – es hätte schon fast eine Szene aus “Charmed” sein können. Fantasy-Serien tappen früher oder später immer in die gleiche Falle: Es tauchen immer mehr und noch mehr Dämonen/Zauberer/übersinnliche Gestalten auf  – und nehmen den Serien dadurch paradoxerweise viel von der Magie.

    Oder findet ihr, dass Elfen und Vampire zusammen passen? Und leuchtende Äpfel?! Die Metapher ist leider ziemlich ausgelutscht…  Aber das Offensichtlichste: Wo bleiben Eric und Bill?! Es ist ja nicht so, als würde ich mich nicht für Sookies “Granddaddy” interessieren, aber ein kleiner Blick auf Alexander Skarsgaard und Stephen Moyer wäre schon angebracht gewesen…

    Irgendetwas scheint übrigens bei den Drehs zu Vampirserien in der Luft zu liegen: Elena und Damon, Bella und Edward, Sookie und Bill -  sie alle haben sich irgendwann auch im wahren Leben als Paar gefunden. Vielleicht liegt es ja an der bereits erwähnten Vampir-Romantik, die selbst die Schauspieler in ihren Bann zu ziehen scheint …

    Was sagt ihr:  Magie in Serien – reicht es so langsam mal? Oder kann es euch nicht fantastisch genug sein?

    gepostet von Sarah

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    Juni
    23

    Vampir-Romantik

    Blut, Gewalt und Knoblauch: Eigentlich kann ich mit Vampirgeschichten nicht viel anfangen, trotzdem stecke ich mitten im Vampir-Revival. Denn die Horror-Gestalten ködern ihre Zuschauer gerne mit spannenden und oft tragischen Liebeserzählungen. Von “Vampire Diaries” über “Moonlight” bis “True Blood” – seit dem Erfolg von “Twilight” kann man sich vor Vampirserien kaum noch retten. Für die Mutigen unter euch, die keine Angst vor Blutsaugern und deutschen Synchronisationen haben: Ab heute flimmern die heißen Südstaaten-Vampire aus “True Blood” zum ersten Mal über die deutschen Free-TV-Bildschirme (22:05 Uhr auf RTL2). Wer die Serie kennt, der weiß, dass sie mit expliziten Sexszenen und viel Blutrausch einen offensichtlichen Gegensatz zum prüden und extrem keuschen “Twilight”-Liebespaar Edward und Bella bietet.

    Golden Globe für Anna Paquin: Ihre Vampirliebe zahlt sich aus.

    Doch auch wenn die “True Blood”-Helden etwas bissiger zur Sache gehen: Die Liebesgeschichte fehlt hier ebenfalls nicht, selbstverständlich zwischen Vampir und nicht-Vampir. Vampirerzählungen scheinen trotz all der Mordlust und den düsteren Atmosphären immer auch ein romantisches Moment zu besitzen – vielleicht ganz nach der These des Filmtheoretikers David Bordwell: Einer von zwei Handlungssträngen ist immer eine Liebesgeschichte.

    Aber was ist eigentlich an Vampiren so romantisch? Auf den ersten Blick nicht viel: Sie haben einen lebensgefährlichen Blutdurst, sind den ganzen Tag über lethargisch und erst spät nachts für Dates zu haben, man kann mit ihnen nicht schick essen gehen und sie werden dir nie Silberschmuck schenken. Vermutlich werden sich die langen Tage im Sarg auch äußerlich bemerkbar machen.

    Ganz so ist das mit den neuen (Serien-)Vampiren zum Glück nicht. Die neuen Vampire können sich tagsüber frei bewegen, glitzern teilweise sogar fröhlich im Sonnenlicht (was hat sich Stephenie Meyer dabei gedacht?), sie haben ein (gutes) Herz und wollen die Heldin/den Helden beschützen anstatt beißen, sie passen sich den menschlichen Sitten an, sind gepflegt und attraktiv. Und sie sind vor allem oft die unfreiwilligen Einzelgänger, die geheimnisvollen Fremden. Das macht sie zu den perfekten romantischen Protagonisten. Als solche können sie die spätestens seit Bram Stokers “Dracula” altbekannten Vampir-Prämissen immer wieder neu abwandeln:

    Ja, die Kampfszenen der Vampirjägerin Buffy waren cool und sorgten für reichlich Action – aber wirklich spannend war doch ihre zum Scheitern verurteilte Liebesbeziehung zum Vampir Angel. In “Vampire Diaries” fühlt sich die menschliche Elena gleich zu zwei Vampiren hingezogen – einer gut, einer böse. Allgegenwärtig bleibt die klassische Frage: Für wen entscheidet sie sich und: Kann sie den bösen Bruder ändern? Sookie Stackhouse aus “True Blood” ist von der ersten Sekunde an vom mysteriösen Vampir Bill fasziniert und vertraut ihm trotz seines Blutdursts. Sogar beim “Kleinen Vampir” schenkt das Vampirmädchen Anna ihrem Menschenfreund Anton ihr Herz und ein selbstgemachtes “Mufti Ewige Liebe”-Parfum. Und das ist wohl das Romantischste, was Vampire an sich haben: Ewiges Leben verheißt ewige Liebe.

    Ohne die romantischen Zutaten wäre das Vampirgenre vielleicht schon längst tot. So bleiben uns noch zahlreiche weitere romantische Vampir-Revivals. Hoffentlich auch in Serie.

    Was meint ihr, was fasziniert die Zuschauer so an den Vampirgeschichten? Welche Serie mit Blutsaugern ist Euer Favorit? Oder habt ihr genug von der Vampirwelle?

    gepostet von Sarah

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    März
    16