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    Der Nächste, bitte!

    Bei “Two and a Half Men” ist Ende letzter Woche endlich das Besetzungskarussell zum Stillstand gekommen: Ashton Kutcher wird für Skandalnudel Charlie Sheen einspringen. Doch keine Angst, Kutcher soll immerhin seine eigene Rolle bekommen und nicht etwa als verjüngter “Charlie Harper” auftreten… Wäre ja keine Seltenheit im Seriengeschäft, man denke nur an die zahlreichen Soap-Figuren, die immer wieder von neuen Darstellern verkörpert werden (Henning von Anstetten wurde bei “Verbotene Liebe” gefühlt bestimmt zehn Mal ausgetauscht…).

    Charlie Sheen wird ersetzt: Der smarte Ashton Kutcher soll neuen Schwung in "Two and a Half Men" bringen.

    Aber: Muss das wirklich sein? Wieso kein klarer Schlussstrich, anstatt ewig ein halbherziges: “Der Nächste, bitte!”? Im Fall von “Two and a Half Men” glaube ich sogar, dass Ashton Kutcher eigentlich keine schlechte Wahl ist: Er ist beliebt (6 Millionen Twitter-Follower), hat Serien-Erfahrung (“Die wilden 70er”) und kennt sich aus mit Humorsendungen (“Punk’d”).

    Trotzdem ist es ein undankbarer Job: Charlie Sheen hat “Two and a Half Men” immerhin acht Jahre lang geprägt -  hätte Ashton Kutcher nicht eine eigene Serie verdient? Zu so einem späten Zeitpunkt sollte eigentlich ein würdiger Abschluss drin sein. Vielleicht wird es “Two and a Half Men” wie “Scrubs” ergehen: Auch hier wollten die Produzenten unbedingt eine neunte Staffel mit neuen Darstellern dranhängen. Der Versuch scheiterte trotz Gastauftritte der Stamm-Darsteller kläglich.

    Das sind die "Scrubs"-Originale und das soll auch bitte so bleiben!

    Drücken wir Ashton also die Daumen, dass er mehr Glück hat. Denn es gibt immer wieder Überraschungen: Ich hätte zum Beispiel “Charmed” nach dem Ausstieg von Shannon Doherty (“Prue Halliwell”) keine Chance mehr eingeräumt. Mit Rose McGowan und dem neuen Charakter “Paige Matthews” lief die Fantasy-Serie aber noch fünf Staffeln lang erfolgreich weiter.

    Übrigens: Charlie Sheen konnte es natürlich nicht lassen, und stichelte gleich gegen die Neuauflage seiner Erfolgsserie. Denn er weiß aus eigener Erfahrung, dass man es als Neuzugang schwer hat: Nachdem Sheen im Jahr 2000 Michael J. Fox in “Chaos City” abgelöst hatte, lief die Sitcom nur noch zwei Staffeln weiter. Tja, so schließt sich der Kreis.

    Was haltet ihr von neuen Hauptdarstellern? Sollte die Serien dann nicht besser abgesetzt werden? Und: Wird Kutcher es schaffen, “Two and a Half Men” seinen Stempel aufzudrücken?

    gepostet von Sarah

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    Mai
    16

    Der Serien-Skandal

    Juhu, es ist ein Serien-Skandal! Charlie Sheens Rauswurf aus „Two and a half Men“ diese Woche hatte alle Komponenten, die es für einen waschechten Serien-Skandal braucht.

    Man nehme:
    - einen größenwahnsinnigen Star („Ich habe es satt, so zu tun, als sei ich nicht jemand besonderes. Verdammt, ich bin ein Rockstar vom Mars!“),

    - viele Drogen (wahlweise eine Prise der offenbar halluzinogenen Substanzen Kokain, Tigerblut und der wohl härtesten Droge Sheen selbst),

    - Sex (zum Beispiel in Form von Prostituierten im Familienurlaub mit Ehefrau und Kindermädchen) und

    - wütende Schimpftiraden auf Serienproduzenten („Unverhohlene Heuchler! Wir sind im Krieg“)

    Charlie Sheen hat sich hier als Meister des Serien-Skandals entpuppt, doch er hatte schließlich auch prominente Vorgänger. Ein kleiner Blick in die Vergangenheit zeigt, dass unsere Serienhelden – und vor allem wir Zuschauer (!) – schon häufiger unfreiwillige Abgänge verkraften mussten.

    Ein besonders traumatisches Beispiel : Robert Downey Jr.‘s Ausfall bei „Ally McBeal“! Obwohl es schon zehn Jahre her ist, wird mir immer noch etwas wehmütig ums Herz, wenn ich daran denke,  dass Downeys  Drogeneskapaden unsere Ally um ihr Liebesglück brachten. Sogar das seriöse „Spiegel.de“  schrieb damals dramatisch: „Robert Downey Jr. darf Ally McBeal nicht mehr lieben“.
    Frisch aus der Haft entlassen hatte Downey als Klavier-spielender „Larry Paul“ die Herzen der Kritiker und Zuschauerinnen im Sturm erobert. Endlich: Happy End in Sicht! Doch dann kamen zwei weitere Drogen-Verhaftungen und die Gefahr einer erneuten Gefängnisstrafe und Schwupps:  Downey – und damit auch Larry -  waren gefeuert. Was der armen Ally blieb, war ein Schneemann im Kühlschrank und ein Techtelmechtel mit Bon Jovi . Gähn, die Serie war vorbei.


    Shannon Doherty ging ebenfalls mit gutem Beispiel in Sachen Serien-Skandal voran. Ihre (im Vergleich zu Charlie Sheen übrigens wahrlich harmlosen) Partynächte und Alkoholausfälle brachten die Walsh-Zwillinge Brenda und Brendon aus „Beverly Hills, 90210“ zu Fall. Als sie sich 1994 auch noch für den Playboy auszog, hatte sie einen weiteren Tatbestand des Serien-Skandals erfüllt (Vgl. oben).Wütende Schimpftiraden auf die Serienproduzenten folgten und sie war weg vom Fenster. Die Teenieserie überlebte zwar stolze sechs Staffeln ohne Doherty, heute denkt man trotzdem vor allem an Brenda und Kelly und ihre Dramen mit Dylan und Brendon zurück . Was wurde eigentlich aus den Stars?

    Ja, Charlie Sheen hat den Serien-Skandal perfektioniert. Doch wie soll es weiter gehen? Die Produzenten von „Two and a Half Men“ suchen bereits nach einem Nachfolger  – aber wer könnte besser Charlie Sheen spielen als dieser selbst? Denn dass Charlie Harper eigentlich Charlie Sheen ist, das steht spätestens seit dieser Woche außer Frage. Eine große schauspielerische Leistung ist das sicherlich nicht. Doch wenn es danach ginge, hätten schon andere Serienstars gefeuert werden müssen, zum Beispiel diverse Telenovela-Besetzungen.

    Deshalb die Frage: Wer sollte eigentlich noch schleunigst aus Serien gefeuert werden? Soll Charlie Sheen ersetzt werden oder hättet ihr ihn behalten? Und an welche Serien-Skandale erinnert ihr euch?

    gepostet von Sarah

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    März
    10