• About
  • Eine Seite
  • Posts Tagged ‘marienhof’

    Taschentücher raus!

    Gibt es eigentlich irgendjemanden, der gut mit Abschieden umgehen kann? Wir hatten jedenfalls heute Morgen hier in der Redaktion gleich feuchte Augen, weil sich zwei liebe Kolleginnen in den Mutterschutz verabschieden … Dabei gab es bei uns Muffins, Luftballons und Geschenke – und nicht etwa traurige Musik, verschwommene Rückblenden und sentimentale Vorschauen. Mit diesen fiesen Tricks bringen uns bekanntlich die Serienautoren zum Heulen.

    Abschied in der Gala.de-Redaktion: Die Baby-Party für unsere werdenden Mütter Claudia und Rachel.

    Ihre Königsdisziplin dabei: Letzte Folgen. Der Abschied von der Lieblingsserie kann manchmal wirklich hart sein (ich hab es bis heute nur ein einziges Mal über mich gebracht, die letzte Folge “Friends” anzusehen…;)) Wenn das Prinzip der Serialität gebrochen wird, verstößt das einfach gegen ein Versprechen: Serien verheißen doch insgeheim, dass es eben keinen Abschied geben wird!

    Marienhof hat sich nach 18 Jahren vom Publikum verabschiedet - mit zahlreichen Schnulzen.

    Marienhof hat sich nach 18 Jahren vom Publikum verabschiedet - mit zahlreichen Schnulzen.

    Bei der letzten Folge “Marienhof” gestern wurden die oben genannten Stilmittel jedoch derart übertrieben ausgereizt, dass kaum jemand ein Tränchen vergossen haben dürfte. Die Folge bestand eigentlich nur aus einer lieblosen Aneinanderreihung von Schnulzen von Rascal Flatts “I’m Moving on” bis zu Damien Rice, der sanft fragte “Is that alright?”. Nein, das ist nicht alright. Ein bisschen mehr Tiefe dürfte schon drin sein.

    Zum Beispiel wie bei “Six Feet Under”. Hier schmachtet zwar auch Sia den sentimentalen Song “Breathe Me” und es gibt zahlreiche Vorschauen, aber das Ganze ist einfach gut gemacht und bietet einen runden Abschluss. Ich hab leider nur die französische Variante gefunden:

    Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei der letzten Folge der achten Staffel von “Scrubs”: Hier singt Peter Gabriel “Book of Love” während J.D. sich seinen typischen Zukunftsträumen hingibt:

    Ich muss aber sagen, dass mir die offenen Serienenden lieber sind. In dieser Hinsicht toppt eigentlich nichts die letzte Folge der “Sopranos”: Der abrupte Schnitt zum schwarzen Bildschirm wurde heftigst diskutiert, passt meiner Meinung nach aber perfekt zum Konzept der Serie. Dazu “Don’t Stop Believing” von “Journey” und voilá – Ein spannendes Serienende:

    UPDATE: Im Video unten sind am Ende Schüsse zu hören – das ist im Original nicht der Fall! Aber die Szene wurde häufig so interpretiert. Danke @ bougawouga für den Hinweis!

    Na, habt ihr schon die Taschentücher draußen? Welches Serienende ist euch in Erinnerung geblieben?

    gepostet von Sarah

    Tags: , , , , , ,
    Juni
    16

    Der tägliche Serien-Wahnsinn

    Was ist eigentlich mit den Daily Soaps und Telenovelas im deutschen Fernsehen momentan los? Gerade tut sich da mal wieder so einiges: Susan Sideropoulos steigt tatsächlich nach zehn Jahren als nervige Blondine “Verena Koch” bei “GZSZ” aus, der amtierende Dschungelkönig Peer Kusmagk bei “Hand aufs Herz” ein und “Verbotene Liebe” wird zur Telenovela (mit Drehort auf Mallorca, haha!).

    Dafür flimmert der Dauerbrenner “Marienhof” nächste Woche (15. Juni) zum allerletzten Mal über die Bildschirme (habt ihr das noch geschaut?).

    Mehr Pink geht nicht: Jeannette Biedermann ist trotzdem bei den Telenovela-Fans beliebt.

    Am Samstag gab’s außerdem die erste deutsche “Soap Award”-Verleihung. “Anna und die Liebe” gehörte mit fünf Preisen zum großen Abräumer. Ich war schon etwas überrascht – oder hattet ihr Jeannette Biedermann noch auf dem Zettel? Anscheinend läuft ihr Serien-Comeback dort ganz gut – abholen wollte sie sich den Preis als “Beste Darstellerin Telenovela” aber nicht persönlich.

    Ich hab schon längst den Überblick über die ganzen Annas, Lenas, Biancas, Lisas etc. verloren. Trotzdem muss ich zugeben: Mein Samstagmorgen startet – zumindest bei Regenwetter – gelegentlich mit den Wiederholungen der “GZSZ”-Woche… Und während der Prüfungszeit an der Uni gab es kaum eine bessere Ablenkung, als 45 Minuten “Sturm der Liebe” nachmittags: Laura ist schwanger von ihrem Halbbruder, der gar nicht ihr Halbbruder war und außerdem mit einer anderen verheiratet und mit dem Portier verwandt ist, plus die minutenlangen Einstellungen von den bayerischen Voralpen – da konnte man getrost kurz wegnicken. So ähnlich wie nachts bei Bob Ross.

    Raul Richter von "GZSZ" wurde zum besten Darsteller einer Daily Soap gewählt.

    Aber so richtig bewusst dazu einschalten? Bei der inzwischen wirklich großen Auswahl an gutgemachten Serien, wirken die täglichen Sendungen wie kleine verrückte Stiefgeschwister der großen “Staffel”-Schwester. Und in den USA sieht es nicht anders aus – ich denke da an “Reich und schön” oder “Zeit der Sehnsucht”…

    Trotzdem: Ganz aussterben werden die Telenovelas und Daily Soaps wohl nie. Und das ist auch gut so, denn wie könnten wir sonst so schön fernsehen ohne fernzusehen?

    Einschalten oder abschalten? Schaut ihr noch Soaps und Telenovelas?

    gepostet von Sarah

    Tags: , , , ,
    Juni
    8