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    Und jetzt Musik!

    "Once more, with feeling": Das Plakat zur erfolgreichen Buffy-Musicalfolge.

    Wer Musik in Serien mag, der wird sich vielleicht noch an die 80er-Jahre-Produktion “Full House – Rags to Riches” erinnern: Fünf adoptierte Waisenkinder sangen sich in jeder Folge zu Hits von Aretha Franklin, “The Temptations” etc.  die Seele aus dem Leib. Eigentlich war die Familienserie der Prototyp vom US-Erfolg “Glee” (und sie erscheint diese Woche auf DVD!).

    Das Konzept ist aber auch in anderen Serien aufgegangen: “Ally McBeal” wäre ohne Vonda Shepard am Klavier und gelegentlichen Darbietungen der Darsteller nur halb so atmosphärisch gewesen. Daraus hat sich mittlerweile die Tradition der Musicalfolge entwickelt.

    Halten wir erst einmal fest: Musicalfolgen sind mutig! Sie sind experimentell, sie verschaffen Abwechslung, sie bringen das Team an seine Grenzen. Das Risiko lohnt sich, wenn das Drehbuch gut ist, die Songs passen und die Schauspieler einigermaßen singen können. Denn dann bekommt die Folge oft Kultstatus.

    Ganz oben auf dieser “Gut gemacht”-Liste steht bei mir “Buffy”: Die Musicalepisode “Once more, with feeling” wirkt überraschend natürlich, weil sie erstens einer gewissen Logik in der Handlung folgt (ein Dämon bringt alle zum Singen) und zweitens Songs hat, die in ihren Texten das Singen reflektieren und gleichzeitig auch die Charaktere weiterbringen.

    Großartig zum Beispiel der Titel “Walk through the fire”:

    Bei der Folge “My Musical” von “Scrubs” muss ich auch bei der zehnten Wiederholung noch lachen… Auch hier wurden die Songs speziell dafür geschrieben und in die Handlung integriert (eine Patientin hat eine seltsame Krankheit, die sie ihre Umwelt singend wahrnehmen lässt).

    Ich kann mich kaum entscheiden, aber das herrlich übertriebene Freundschaftsduett “Guy Love” von Zach Braff (J.D.) und Donald Faison (Turk) ist vermutlich mein Lieblingstitel daraus:

    “Grey’s Anatomy” lieferte im März dann leider ein Beispiel dafür, wie man es besser nicht machen sollte: In der Folge “Song beneath a Song” wirkt es unfreiwillig komisch oder bestenfalls einfach irritierend, wenn die Chirurgen am OP-Tisch anfangen, zu singen. Zumal man ihre Lippen dabei durch den Mundschutz häufig nicht sieht und ein logischer Handlungsstrang zwar angerissen, aber nicht durchgezogen wird: Dr. Torres liegt im Sterben und bildet sich die Musik ein, ist aber gar nicht immer anwesend, wenn die Kollegen ein Lied anstimmen…

    Mit rund zehn Sangeseinlagen – allesamt Coversongs – ist es daher nicht verwunderlich, dass die Folge nicht funktioniert. Zum Vergleich: Eine Episode von “Glee” zeigt im Schnitt etwa vier bis sechs Musiknummern. Zwar beeindruckt Sara Ramirez alias Dr. Torres mit einer tollen Singstimme, aber so richtig wollte bei mir der Funken nicht überspringen. Schade! Dabei gibt es viele gute Beispiele, bei denen man sich wünscht, es würde in jeder Folge heißen: Und jetzt Musik!

    Habt ihr die Musicalfolge von “Grey’s Anatomy” schon gesehen? Was haltet ihr von singenden Schauspielern in Serien?

    gepostet von Sarah

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    Mai
    10

    Der Serien-Skandal

    Juhu, es ist ein Serien-Skandal! Charlie Sheens Rauswurf aus „Two and a half Men“ diese Woche hatte alle Komponenten, die es für einen waschechten Serien-Skandal braucht.

    Man nehme:
    - einen größenwahnsinnigen Star („Ich habe es satt, so zu tun, als sei ich nicht jemand besonderes. Verdammt, ich bin ein Rockstar vom Mars!“),

    - viele Drogen (wahlweise eine Prise der offenbar halluzinogenen Substanzen Kokain, Tigerblut und der wohl härtesten Droge Sheen selbst),

    - Sex (zum Beispiel in Form von Prostituierten im Familienurlaub mit Ehefrau und Kindermädchen) und

    - wütende Schimpftiraden auf Serienproduzenten („Unverhohlene Heuchler! Wir sind im Krieg“)

    Charlie Sheen hat sich hier als Meister des Serien-Skandals entpuppt, doch er hatte schließlich auch prominente Vorgänger. Ein kleiner Blick in die Vergangenheit zeigt, dass unsere Serienhelden – und vor allem wir Zuschauer (!) – schon häufiger unfreiwillige Abgänge verkraften mussten.

    Ein besonders traumatisches Beispiel : Robert Downey Jr.‘s Ausfall bei „Ally McBeal“! Obwohl es schon zehn Jahre her ist, wird mir immer noch etwas wehmütig ums Herz, wenn ich daran denke,  dass Downeys  Drogeneskapaden unsere Ally um ihr Liebesglück brachten. Sogar das seriöse „Spiegel.de“  schrieb damals dramatisch: „Robert Downey Jr. darf Ally McBeal nicht mehr lieben“.
    Frisch aus der Haft entlassen hatte Downey als Klavier-spielender „Larry Paul“ die Herzen der Kritiker und Zuschauerinnen im Sturm erobert. Endlich: Happy End in Sicht! Doch dann kamen zwei weitere Drogen-Verhaftungen und die Gefahr einer erneuten Gefängnisstrafe und Schwupps:  Downey – und damit auch Larry -  waren gefeuert. Was der armen Ally blieb, war ein Schneemann im Kühlschrank und ein Techtelmechtel mit Bon Jovi . Gähn, die Serie war vorbei.


    Shannon Doherty ging ebenfalls mit gutem Beispiel in Sachen Serien-Skandal voran. Ihre (im Vergleich zu Charlie Sheen übrigens wahrlich harmlosen) Partynächte und Alkoholausfälle brachten die Walsh-Zwillinge Brenda und Brendon aus „Beverly Hills, 90210“ zu Fall. Als sie sich 1994 auch noch für den Playboy auszog, hatte sie einen weiteren Tatbestand des Serien-Skandals erfüllt (Vgl. oben).Wütende Schimpftiraden auf die Serienproduzenten folgten und sie war weg vom Fenster. Die Teenieserie überlebte zwar stolze sechs Staffeln ohne Doherty, heute denkt man trotzdem vor allem an Brenda und Kelly und ihre Dramen mit Dylan und Brendon zurück . Was wurde eigentlich aus den Stars?

    Ja, Charlie Sheen hat den Serien-Skandal perfektioniert. Doch wie soll es weiter gehen? Die Produzenten von „Two and a Half Men“ suchen bereits nach einem Nachfolger  – aber wer könnte besser Charlie Sheen spielen als dieser selbst? Denn dass Charlie Harper eigentlich Charlie Sheen ist, das steht spätestens seit dieser Woche außer Frage. Eine große schauspielerische Leistung ist das sicherlich nicht. Doch wenn es danach ginge, hätten schon andere Serienstars gefeuert werden müssen, zum Beispiel diverse Telenovela-Besetzungen.

    Deshalb die Frage: Wer sollte eigentlich noch schleunigst aus Serien gefeuert werden? Soll Charlie Sheen ersetzt werden oder hättet ihr ihn behalten? Und an welche Serien-Skandale erinnert ihr euch?

    gepostet von Sarah

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    März
    10