Schwedische Royals: Prinzessin Victoria, Prinzessin Madeleine, Prinz Daniel
© Getty Images Prinzessin Victoria, Prinzessin Madeleine, Prinz Daniel

Schwedische Royals Was steht in den Eheverträgen von Victoria, Madeleine und Carl Philip?

Zum Glück sieht es im schwedischen Königshaus im Moment so gar nicht nach Scheidungen aus, alle sind glücklich und freuen sich derzeit besonders auf den Familienzuwachs. Doch was wäre, wenn?

Diese Frage beantwortete die Hofreporterin Jenny Alexandersson in ihrem Blog der schwedischen Boulevardzeitung "Aftonbladet". Es gibt keinen großen Unterschied, was die Generationen der Royals in Schweden angeht: Prinzessin Victoria, Prinzessin Madeleine und Prinz Carl Philip würden im Fall einer Scheidung all das behalten, was sie vor Eintritt in die Ehe besaßen.

Ehevertrag von Victoria und Daniel

Selbst Königs wollen heute auf Nummer sicher gehen, und machen bei der Eheschließung einen Vertrag für den Fall, dass es schiefgehen sollte. Das schwedische Kronprinzessinnenpaar setzt vor allem auf Gütertrennung.

Demnach verbleibt alles, was ihnen während ihrer Ehe an Verdienst, Geschenken und möglicher Erbmasse zuteil wird, im jeweiligen Besitz des Begünstigten, sollte es jemals zu einer Trennung und Auflösung der königliche Ehe kommen. Nur was gemeinsam angeschafft wird, wie beispielsweise Möbel für ihr neues Heim Schloss Haga, wird wertmäßig geteilt. Damit folgten Victoria und Daniel nach ihrer Hochzeit dem Beispiel des Königspaares, das seinerzeit ebenfalls einen Ehevertrag unterschrieben hat.

Falls sich das Königspaar scheiden ließe, sähe es für Silvia anders, etwas großzügiger als für Daniel aus: Sie bekäme die Hälfte der Wertpapiere ihres Mannes und die Hälfte seiner Lebensversicherung.

Ehevertrag von Madeleine und Chris: Wenig überraschend

Im Falle einer Scheidung können sich Schwedens Prinzessin und ihr frisch angetrauter Banker Christopher bestenfalls um das gemeinsam eingekauft Teeservice streiten.

Die schwedische Boulevardzeitung "Expressen" hatte einen Einblick in den Ehevertrag des Paares bekommen und sich die Paragraphen von einem Rechtsantwalt erklären lassen. Der Vertrag ist bereits im Mai unterschrieben worden und ist in englischer Sprache verfasst. Es wird allerdings im Falle einer Streitigkeit schwedisches Recht gelten.

Aus dem Vertrag geht - wenig überraschend - hervor, dass auch dieses royale Paar Gütertrennung vereinbart hat. Bei einer Scheidung behält jeder sein Eigentum samt eventueller Wertsteigerungen. Prinzessin Madeleine, 33, brachte beispielsweise einen Aktienfond mit, ihr Mann Chris, 41, ist als Investor an Firmen beteiligt. Das einzige, was im Falle einer Trennung noch geregelt werden muss ist, wer "bewegliche Haushaltsgegenstände" bekommt, also im Grunde, wer den Teppich und das Teeservice haben soll.

Ehevertrag von Carl Philip und Sofia: Kurz und bündig

Seit dem 13. Juni 2015 ist die bürgerlich geborene Sofia Hellqvist Prinzessin von Schweden und Königliche Hoheit. Vorher ging es aber zum Notar - ein Ehevertrag wurde unterschrieben.

Die schwedische Zeitung "Aftonbladet" ist in Besitz der Papiere gekommen, die das Paar - Prinz Carl Philip und Sofia Hellqvist - am 2. Juni unterzeichnete. Am 30. Juni 2015 wurde der Vertrag offiziell im Steueramt Härnösand registriert.

Kurz gesagt: Auch der Prinz hat mit seiner Angetrauten eine Gütertrennung vereinbart, das bedeutet, dass alles, was Sofia mit in die Ehe gebracht hat und was sie im Laufe der Ehe für sich selbst erwirtschaften sollte, gehört ihr - und umgekehrt gilt dies für Carl Philip. Ausgenommen sind Kleinigkeiten, wie das täglich benutzte Porzellan, Küchenmaschinen und andere Gegenstände, die nach der Eheschließung angeschafft werden.

Damit verzichtet Sofia im Falle einer Trennung darauf, dass Carl Philip die Hälfte seines Vermögens abgeben müsste (und umgekehrt...). Eine Entscheidung, die durchaus das selbständige Wesen Sofias unterstreicht. Auf der anderen Seite ist ein Ehevertrag auf Basis der Gütertrennung offensichtlich ganz normal bei den Royals.