Königin Sonja

Offene Worte über ihre Fehlgeburt

In einem Interview hat Königin Sonja über eine schreckliche Zeit in ihrem Leben gesprochen: 1970 erlitt sie als Kronprinzessin eine Fehlgeburt

Königin Sonja

Königin Sonja

Zum 25. Thronjubiläum zeichnete der Sender "NRK" eine Reihe von Gesprächen mit König Harald und Königin Sonja von Norwegen auf. In "König und Königin seit 25 Jahren" geht es nicht nur um glückliche Momente aus der Regierungszeit, es kommt auch etwas zur Sprache, das besonders schmerzvoll ist. Für die 2012 erschienene Biographie "Dronningen" ("Königin") hatte die heute 78-Jährige schon einmal über eine Fehlgeburt gesprochen, die sie 1970 erlitten hat. Im neuen Interview teilt sie die Erinnerungen an die Zeit, in der sie sich "ganz allein" fühlte, noch einmal ausführlich und vor laufender Kamera.

"Ich war ganz allein"

Happy End 1971: Kronprinzessin Sonja verlässt mit ihrer Tochter Märtha Louise das Krankenhaus in Oslo.

Happy End 1971: Kronprinzessin Sonja verlässt mit ihrer Tochter Märtha Louise das Krankenhaus in Oslo.

Zur Feier des Geburtstages von König Olav V. war Sonja im Juli 1970 gemeinsam mit ihrem Mann Harald auf der königlichen Yacht "Norge" zu Gast, die im Hankøsund lag, als sie - im ersten Schwangerschaftsdrittel - nachts Blutungen und Krämpfe bekam. Eine "verzweifelte Situation", so die Königin im Interview.

Man entschied, die Kronprinzessin per Trage und Beiboot von Bord zu bringen. Die damals 32-Jährige wurde in das Hospital von Fredriksstad gebracht und sagt heute: "An vieles erinnere ich mich nicht mehr, aber ich weiß noch, wie ich dort lag und wie sich lauter fremde Gesichter über mich beugten, als ich ins Krankenhaus kam. Es war grausam." Sonja verlor das Kind.

Kronprinz Harald durfte nicht weiter als bis zur Eingangstür, er konnte seiner Frau also in dieser Situation nicht beistehen. "Ich war ganz allein. Das war hart", sagt die Königin rückblickend.

Schwere Zeiten

Thronjubiläum in Norwegen

Ein Fest mit der ganzen Familie

Auch am Abend zeigt sich das Osloer Schloss im winterlichen Dekor und wunderschön erleuchtet. Viele Norweger schießen noch schnell Fotos von der Pracht.
Am Abend gibt es noch ein Gruppenbild, diesmal ohne die Kinder. Vordere Reihe von links: Ari Behn, Prinzessin Märtha Louise, Königin Silvia, König Carl Gustaf, Königin Sonja, König Harald, Königin Margrethe, Prinz Haakon, Prinzessin Mette-Marit, Prinzessin Astrid, Erling Lorenzen.
Drei Majestäten: König Carl Gustaf von Schweden, Königin Margrethe von Dänemark und der Jubilar, König Harald.
Königin Silvia, Königin Sonja und Königin Margrethe posieren für ein gemeinsames Bild.

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Prinzessin Märtha Louise

Feuerwehr vor der Tür

03.12.2015

Märtha Louise von Norwegen

Norwegens Kronprinzen

Fünf im Patchwork-Glück

21. Januar 2016  Prinzessin Ingrid Alexandra wird 13 Jahre alt! Zu diesem Anlass gibt es neue Bilder von ihr, wo sie sich lächelnd und mit Zahnspange zeigt.
21. Januar 2016  Ein bisschen ernster zeigt sich die Prinzessin auf dem anderen Bild, das ebenfalls im Osloer Schloss entstanden ist.
20. Dezember 2016  Frohe Weihnachten aus Norwegen! Prinz Haakon und Prinzessin Mette-Marit kommen mit ihren Kindern Prinz Sverre Magnus und Prinzessin Ingrid zum traditionellen Weihnachts-Fotoshooting im Park des Osloer Schlosses zusammen. Auch König Harald und Königin Sonja sind natürlich mit dabei.
20. Dezember 2016  Gegen die Kälte wird die norwegische Königsfamilie mit warmen Getränken versorgt und für das leibliche Wohl werden Kekse verteilt.

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Die Nachricht über die Fehlgeburt wurde schnell öffentlich und es gab erste Schlagzeilen, was wäre, wenn es keinen Thronfolger für Norwegen gäbe. Solche Fragen der Presse ließen die Kronprinzessin damals natürlich nicht kalt - und auch heute erinnert sich Sonja an die Zeit damals. Es sei eine prekäre Situation gewesen und sehr schmerzhaft, weil sie mit ihrer Trauer mitten im Rampenlicht gestanden habe.

Die Freude war dafür um so größer, als im September 1971 Prinzessin Märtha Louise gesund zur Welt kam. 1973 wurde mit Prinz Haakon der Thronfolger für Norwegen geboren.

Offene Worte können anderen helfen

Laut "NRK"-Online begrüßte der norwegische Hebammen-Verband die Offenheit von Königin Sonja. Man hoffe, sie werde damit anderen Frauen helfen, die in eine ähnliche Situation kommen.

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