Prinz William + Kate Middleton

So siegte ihre Liebe

Prinz William und Kate Middleton: Sieben Jahre Höhen und Tiefen bis zum Leben zu zweit - eine Geschichte großer Gefühle

Prinz William, Kate Middleton

Prinz William, Kate Middleton

Brian Lang, Vizepräsident der Universität

von St. Andrews, brachte es auf den Punkt. "Bei uns haben Sie Freunde fürs Leben kennengelernt - oder sogar Ihren zukünftigen Ehepartner", sagte er bei der Abschlussfeier am 23. Juni 2005. "Nicht umsonst besitzen wir den Ruf, von allen Hochschulen in Großbritannien die meisten Ehen zu stiften."

Prinz William + Kate Middleton

Die englische Lovestory

7. September 2017  Für Prinz George brechen neue, aufregende Zeiten an: Er hat seinen ersten Schultag in der Privatschule Thomas's Battersea in London.
Hier wird er herzlichst an der Schule empfangen und schüttelt die erste Hand.
An diesem großen Tag begleitet ihn sein Papa, Prinz William. Seine Mutter, Herzogin Catherine, bleibt hingegen zu Hause. Sie schont sich scheinbar schon, befindet sie sich doch in ihrer dritten Schwangerschaft.
Während George an der Hand von seinem Papa läuft, redet dieser ihm gut zu. So richtig glücklich scheint der kleine Prinz dennoch nicht. Er bleibt skeptisch.

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Die Blicke der Studenten richteten sich in diesem Moment auf zwei, die in ihren schwarzen Talaren zwischen den anderen Absolventen saßen: und , das berühmteste Paar, das die schottische Traditions-Uni jemals hervorgebracht hat. Schmunzelnd fügte Brian Lang damals noch hinzu: "Gehet hin und mehret Euch!"

Im Herbst 2001 waren sich Kate und William zum ersten Mal begegnet, als sie in das Studentenwohnheim "St. Salvator's Hall" zogen und die ersten Kurse in Kunstgeschichte besuchten. "Ich habe gleich gemerkt, dass sie etwas ganz Besonderes ist", erinnert sich William heute. Was ihm an Kate gefällt: Kate ist groß und schlank. Und sie ist hübsch, auf eine natürliche Weise. Außerdem wirkt die Bürgerliche schüchtern und weicht dem Königsspross zunächst sogar aus. Eine Wohltat im Vergleich zu den Horden von Mädchen, die aufgebrezelt in den örtlichen Bars sitzen und hoffen, dass der Blaublüter irgendwann auftaucht. William sieht sich aber wie Kate als Teil der "country people", als ein Mensch vom Lande. Beide gehen am liebsten in der Natur spazieren oder treiben draußen Sport. "Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Aus Freundschaft wurde dann Liebe", erzählte William vergangene Woche, als er die Verlobung mit Kate öffentlich machte. Im ersten Jahr in St. Andrews sind beide noch mit anderen Kommilitonen liiert, erst dann entdecken sie ihre romantischen Gefühle füreinander.

Kate Middleton und Prinz William lachen viel zusammen. Bei der offiziellen Pressekonferenz zu ihrer Verlobung ging es jedoch etw

Kate Middleton und Prinz William lachen viel zusammen. Bei der offiziellen Pressekonferenz zu ihrer Verlobung ging es jedoch etwas ruhiger zu.

Sie ziehen mit zwei Freunden in eine eigene Wohnung. Später quartiert sich das Pärchen in einem Haus vor den Toren der Stadt ein. Auf dem weitläufigen, bewaldeten Grundstück können sie tun, wovon Prinz William immer geträumt hat: ein fast normales Leben führen. Aufgrund einer Abmachung zwischen dem Königshaus und den britischen Medien, wonach Prinz William während seines Studiums so wenig wie möglich behelligt werden soll, genießen sie große private Freiräume. Das wird in Zukunft nie wieder so sein.

Die Schonfrist ist abgelaufen, als das Paar im Januar 2006 zum Skilaufen ins schweizerische Klosters reist. Einem Fotografen gelingt ein Schnappschuss von William und Kate, die sich am Skilift küssen - der erste Beweis ihrer Liebe geht um die Welt. Sofort beginnen Hochzeitsspekulationen. Dabei hatte William, zu dieser Zeit 23 Jahre jung, angekündigt, nicht vor seinem 28. Geburtstag heiraten zu wollen. Er wird sich daran halten ...

Nach dem Studium steckt er zunächst alle Energie in seine Ausbildung an der Militärakademie Sandhurst. Kate lebt mittlerweile in London. Sie wird rund um die Uhr von den Fotografen der britischen Boulevardpresse belagert. William organisiert für sie ein Medientraining am Hof. Die Order: lächeln und schweigen. Doch beide empfinden die Situation als sehr belastend. In dieser Phase entfremdet sich das Paar und steuert Anfang 2007 auf eine Krise zu. Statt an freien Tagen seine Freundin zu besuchen, flirtet William mit anderen Mädchen. Fotografen sind immer in der Nähe. Kate stellt ihn vor die Wahl: "Ganz oder gar nicht." Der Prinz fühlt sich dem Druck, sich zu binden, und zwar mit allen Konsequenzen, noch nicht gewachsen. Er entscheidet sich für "gar nicht", will die Trennung. "In dem Moment war ich nicht gerade glücklich damit", sagt Kate heute. "Aber die Trennungsphase hat mich als Mensch gestärkt." Kate glaubt weiter an ihre große Liebe. Statt im Kummer zu versinken, zieht sie ihre schönsten Kleider an, setzt ihr umwerfendes Lächeln auf und zieht durchs Londoner Nachtleben. Dabei bleibt sie diskret, schweigt sogar, als man ihr angeblich sechs Millionen Euro für ein Exklusiv-Interview anbietet. William begreift, was für ein Juwel diese Frau ist. Im Juni sind die beiden wieder ein Paar. Diesmal soll es für immer sein.

Schweres Erbe: Ob Kate will oder nicht, sie wird mit Lady Di verglichen.

Schweres Erbe: Ob Kate will oder nicht, sie wird mit Lady Di verglichen.

"Wir freuen uns darauf, unser ganzes Leben miteinander zu verbringen", sagte William vergangene Woche der Presse. Die lange Wartezeit bis zur Verlobung erklärte er so: Kate sollte wirklich wissen, worauf sie sich einlässt. Dies sei eine "Lektion aus der Vergangenheit". Seine Mutter Diana wurde einst fast ohne jede Vorbereitung ein Teil der royalen Lebens. Sehr jung, sehr naiv und ohne Unterstützung. All dies kann man von Kate, die mittlerweile offiziell bei ihrem Taufnamen "Catherine" genannt werden möchte, nicht behaupten. Lange wurde die Bürgerliche als "Waity Katie", als wartende Katie, verspottet. Doch heute erfährt sie Respekt für ihre Geduld. Das Leben an ist weder märchenhaft noch glamourös. Als er Mitte 2008 beschließt, zur Luftwaffe zu gehen, um eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten zu machen, ist klar, was das für Kate bedeutet: ein Dasein in der Provinz als Partnerin eines viel beschäftigten Soldaten. "Ich kann schnell lernen und will meinen Beitrag leisten", versprach sie vergangene Woche im ersten Interview als Verlobte des Prinzen. Nachdem Kate zuletzt in der Firma ihrer Eltern, einem Partyzubehör-Versand, arbeitete, wird sie sich in Zukunft für wohltätige Zwecke engagieren. "Und natürlich wollen wir auch eine Familie gründen." Seit Juni ist William im Norden von Wales stationiert, wo er und Kate vermutlich auch nach der Hochzeit wohnen werden. Vom Glanz des "größen Fests des Jahrhunderts", wie es jetzt schon viele nennen, dürfte dort nicht viel übrig bleiben. Kate und William wird das kaum stören.

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