Prinz Harry
© Reuters Prinz Harry

Prinz Harry So war sein Militär-Einsatz

Fünf Monate war Prinz Harry als Hubschrauberpilot in Afghanistan stationiert, nun ist er nach Großbritannien zurück gekehrt. In einem jetzt ausgestrahlten Interview spricht er über die Zeit beim Militär und gibt zu, dass er töten musste

Prinz Harry ist nach seinem Einsatz in Afghanistan wohlbehalten in seiner Heimat Großbritannien eingetroffen. Das vermeldet das britische Verteidigungsministerium. Die Nummer drei der Thronfolge war fünf Monate lang als Bordschütze eines Kampfhubschraubers in der Provinz Helmand stationiert. Erst jetzt wurden neue Fotos von dem Aufenthalt veröffentlicht - zusammen mit Interviews, die unter anderem der TV-Sender BBC mit dem 28-Jährigen führte.

In den Gesprächen ging es auch über das Töten im Krieg - und der Prinz äußerte sich ganz offen zu dem Thema. "Wenn da Leute sind, die unseren Jungs etwas Böses wollen, dann nehmen wir sie aus dem Spiel heraus", sagte er. "Ein Leben zu nehmen, um eines zu retten, darum drehte es sich bei uns", so Harry laut "telegraph.co.uk" weiter. Er habe andere Kämpfer getötet, "so wie viele andere auch."

Prinz Harry: Prinz Harry war fünf Monate lang als Bordschütze eines Kampfhubschraubers in der Provinz Helmand stationiert.
© ReutersPrinz Harry war fünf Monate lang als Bordschütze eines Kampfhubschraubers in der Provinz Helmand stationiert.

Mit Weihnachtsmütze auf dem Kopf zeigte Harry einem Kamerateam das Camp und stellte seine Kameraden vor. "Ich bin einer der Jungs, ich werde nicht anders behandelt als die anderen", sagte er. Dennoch hätten ihn andere Soldaten angestarrt, die er noch nie gesehen habe.

Bereits vor fünf Jahren war Harry als sogenannter Fliegerleitoffizier am Hindukusch aktiv. Sein Einsatz dauerte allerdings nur zwei Monate: Nachdem sein Aufenthaltsort bekannt geworden war, musste Harry aus Sicherheitsgründen nach England zurückkehren.

Sein Bruder wäre laut Harry ebenfalls gern nach Afghanistan gegangen. Obwohl auch William selbst bereits vor zwei Jahren den Wunsch äußerte, wurde ihm ein Einsatz nicht erlaubt. "Es gibt durchaus zutreffende Argumente, warum einer aus den obersten Reihen der britischen Königsfamilie nicht unbedingt in den Krieg ziehen sollte. Aber viele sind auch total übertrieben", sagte William, der als Rettungspilot bei der königlichen Luftwaffe arbeitet, damals dem Fernsehsender Sky 1. Harry bekräftigte ihn nun. "Um ehrlich zu sein, ich verstehe auch nicht, weshalb er nicht durfte." Niemand wisse schließlich, wer im Cockpit sitze, so der Prinz.

Dennoch ist er sicher froh, nun zurück in England zu sein. Dort warten schließlich neue Aufgaben auf ihn: Im Juli dieses Jahres wird Prinz Harry zum ersten Mal Onkel.

Prinz Harry über seinen Militäreinsatz in Afghanistan

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