Prinz George
© facebook.com/thebritishmonarchy Prinz George

Prinz George Freie Entfaltung im Montessori-Kindergarten

Prinz William und Herzogin Catherine setzen auf ein Erziehungskonzept, für das sich schon Prinzessin Diana begeisterte: Prinz George soll wie sein Vater und sein Onkel Harry von der Montessori-Pädagogik profitieren

Prinz William und Prinz Harry besuchten beide die "Mrs Mynor's Nursery School" im Londoner Stadtteil Notting Hill, eine sogenannte "Nursery School", die sich an den Prinzipien der von der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori entwickelten Philosophie orientierte.

Prinz George: Ein Kindertraum wird wahr! Prinz George darf auf einem echten Polizeimotorrad sitzen. Fachmännisch überprüft er das Lenkrad, während vier Polizisten aufpassen, dass nichts passiert. Herzogin Catherine wirkt sehr stolz auf ihren kleinen Prinzen.
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Vor ihrer Hochzeit mit Prinz Charles hatte Prinzessin Diana als Assistentin in seinem solchen Kindergarten gearbeitet, kannte also die Methode also genau und wollte offenbar, dass ihre beiden Söhne danach erzogen wurden.

Ganzheitlicher Ansatz

Die Montessori-Ansatz gilt als ganzheitlich und zielt darauf ab, das Kind in seiner Gesamtheit zu entwickeln und zu fördern. Grundlegend für diese Vorgehensweise ist der Glaube, dass die frühen Jahre von der Geburt bis zum Alter von sechs Jahren der Zeitraum sind, in dem Kinder die größte Lernkapazität besitzen.

Deswegen setzen - nicht nur in England - die Montessori-Pädagogen darauf, dass sich Kinder wie Prinz George frei entfalten und ihren natürlichen Impulsen folgen können. Die britische "The Montessori St. Nicholas Charity" beschreibt, dass man davon ausgehe, dass Kinder eine natürliche Freude am Lernen hätten und ihr kreatives Potenzial dann ausschöpfen könnten, wenn ihnen maximale Freiheit gewährt würde. Man vertraue auf die "inneren Fähigkeiten des Kindes" und erlaube ein individuelles Lerntempo.

Prinz George: Prinz William besuchte einen Montessori-Kindergarten in London ab 1985.
© Dana PressPrinz William besuchte einen Montessori-Kindergarten in London ab 1985.

Jeder solle, so heißt es auch auf der Seite der "Montessori Society", die Unterstützung bekommen, um seine individuellen Neigungen und Empfindungen ausleben zu können. Dazu schaffe man eine Umgebung, die den Bedürfnissen von Kinder in jeder Entwicklungsphase diene. Möbel und Materialien in kindgerechter Größe und Form spielen dabei eine Rolle.

Ordnung und Struktur muss sein

Obwohl Individualität und Entfaltung an erster Stelle stehen, wird es in der "Westacre Montessori School Nursery", in die der kleine Prinz von Cambridge nun geht, Ordnung und Struktur geben. Für den royalen Racker, den sein Vater als "kleiner Affe" beschrieben hat, gilt das natürlich ebenso wie für seine neuen Spielkameraden. Sich bewusst zu machen, dass jedes Teil seinen Platz hat und sich zu erinnern, wo dieser ist, sei eine wichtige Erkenntnis für Kinder. Sie helfe ihnen, so schreibt die "Montessori Society" auf ihrer Webseite, sich in ihrer Umwelt sicher zu fühlen. Das heißt wohl, dass eigenständiges Auf- und Wegräumen im Spielzimmer für England künftigen Thronfolger - bei aller Freiheit - ab sofort zum Pflichtprogramm gehört. Georges Nanny Maria Teresa Turrion Borrallo dürfte sich darüber freuen …

Prinz George: Die "Westacre Montessori School Nursery" ist der neue Kindergarten von Prinz George.
© Dana PressDie "Westacre Montessori School Nursery" ist der neue Kindergarten von Prinz George.

Und noch etwas gehört zum Montessori-Prinzip: Kinder sollen voneinander lernen, durch Nachahmung und die Hilfe von Älteren. Besonders dieser Punkt dürfte für Prinz George eine neue Erfahrung sein, da seine regelmäßigen Kontakte zu Gleichaltrigen erst mit seiner Kindergartenzeit so richtig anfangen.

Prominente Anhänger

Zu den bekannten Montessori-Absolventen sollen übrigens die Ex-First-Lady Jaqueline Onassis, Cellist Yo Yo Ma, Sängerin Taylor Swift und die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin zählen.