Prinz Andrew
© Getty Images Prinz Andrew

Prinz Andrew Sex-Skandal um den Prinzen

Prinz Andrew, zweitältester Sohn von Queen Elizabeth, wird immer weiter in einen Sex-Skandal verwickelt. Der Palast bestreitet seine Beteiligung, aber die Vorwürfe dürften bald noch konkreter werden

In England schlägt ein Sex-Skandal Wellen, der das Königshaus und vor allem Prinz Andrew immer weiter in Bedrängnis bringt. Seit Tagen berichten die britischen Medien über die Vorwürfe, die eine Amerikanerin erhebt: Sie behauptet, dass sie über mehrere Jahre von dem US-Banker Jeffrey Epstein als minderjährige Sexslavin an dessen Freunde vermietet worden sei. Wie unter anderem "telegraph.co.uk" schreibt, zählte Prinz Andrew nicht nur einfach zu Epsteins Freunden, sein Name befinde sich außerdem auf einer Liste von Klienten, die die Frau bei Gericht eingereicht habe.

Die Anschuldigungen sollen, da sind sich die britischen Medien einig, von der Amerikanerin Virginia Roberts stammen. Die heute 30-Jährige habe angegeben, das schreibt unter anderem "telegraph.co.uk", etwa 12.700 Euro (10.000 britische Pfund) erhalten zu haben als Belohnung dafür, dass sie mit dem Herzog 2001 in einem Londoner Haus Sex hatte. Damals sei sie erst 17 Jahre alt gewesen. In den britischen Medien waren hierzu jede Menge pikante Details zu lesen, genauso wie zu einer erotischen Massagesitzung, die später in New York stattgefunden haben soll.

Palastsprecher bestreitet

Der "Buckingham Palace", sonst eher dafür bekannt, sich nicht zu solchen Schlagzeilen zu äußern, bezog am vergangenen Wochenende sehr deutlich Stellung zu den Vorwürfen. Laut "express.co.uk" ließ der Palastsprecher unter anderem verlauten: "Jeglicher Verdacht von unangemessenem Verhalten bezüglich Minderjährigen ist komplett unwahr." Weiter wolle man sich aber zu dem US-Zivilprozess nicht äußern.

Dass der Herzog von York Virginia Roberts getroffen hat, kann der Palast kaum bestreiten, denn davon zeugt ein Bild, das die britischen Medien in den letzten Tagen abgedruckt haben. Und vermutlich wird es bald noch weitere Enthüllungen und Details zu etwaigen Treffen geben. Wie "telegraph.co.uk" nämlich berichtet, schreibt Virginia Roberts, die bereits vor rund vier Jahren einen Teil ihrer Geschichte öffentlich machte, aktuell ihre Memoiren und soll zudem mit Zeitungen und Fernsehsendern in Verhandlungen getreten sein für Interviews.

Zum Krisengespräch mit der Queen

Und wie reagiert Prinz Andrew? Eine offizielle Stellungnahme gab es von ihm bisher nicht. Er soll aber seinen Skiurlaub in der Schweiz vorzeitig beendet haben und zurück nach England gekommen sein. Laut "dailymail.co.uk" habe ihn die Queen zu "Krisengesprächen" in den Palast beordert.