Buckingham Palace

Wie sicher ist das Schloss?

Nachdem es Eindringlinge bis in die Residenz von Queen Elizabeth geschafft haben, kommt die Frage auf, wie es erneut zu so einem Vorfall kommen konnte. Buckingham Palace gilt schließlich als extrem gut gesichert

Buckingham Palace

Buckingham Palace

Eigentlich gilt der , die Londoner Residenz von , als extrem gut abgeriegelt. Ein hoher Zaun umgibt das Schloss und den weitläufigen Garten, Wachen patrouillieren und sollen - zusammen mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen im Inneren - dafür sorgen, dass die königliche Familie in einem der am besten gesicherten Gebäude Englands wohnt. Eigentlich. Denn seit letzter Woche bestehen zumindest Zweifel daran, ob die , genauso wie die zahllosen Kunstschätze, die sich im Schloss befinden, tatsächlich so sicher sind, wie immer angenommen. Wie britische Medien berichten, werden die Sicherheitsmaßnahmen nun genau überprüft.

Das scheint auch notwendig, denn am Montag (2. September) hatten sich zwei potenzielle Einbrecher und Räuber Zugang zum Palast-Gelände verschafft. Einer von ihnen wurde sogar in einem der sogenannten "Staterooms" aufgegriffen, die nur zu bestimmten Zeiten besichtigt werden können. Bewegungssensoren hatten Alarm geschlagen und den Eindringling gemeldet. Ein weiterer Verdächtiger sei, so berichtet unter anderem der "Mirror", außerhalb des Palastes festgenommen worden. Beiden wird nun Einbruch, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung zur Last gelegt.

Für ihre Gartenpartys öffnet die Queen regelmäßig die Palastpforten. Und auch sonst können zu bestimmten Zeiten einzelne Räume, die sogenannten "Staterooms", besichtigt werden. In der übrigen Zeit ist der Buckingham Palace hermetisch für die Öffentlichkeit abgeriegelt.

Für ihre Gartenpartys öffnet die Queen regelmäßig die Palastpforten. Und auch sonst können zu bestimmten Zeiten einzelne Räume, die sogenannten "Staterooms", besichtigt werden. In der übrigen Zeit ist der Buckingham Palace hermetisch für die Öffentlichkeit abgeriegelt.

Von offizieller Seite wurde zwar betont, zum Zeitpunkt des Einbruchs sei kein Mitglied der königlichen Familie im Palast gewesen. Eine Gefahr für die Queen oder einen ihrer Angehörigen habe also nicht bestanden. Dennoch scheint die Polizei durch die Eindringlinge vom Montag in erhöhter Alarmbereitschaft zu sein. Wie "express.co.uk" berichtet, wurde nur zwei Tage nach dem Vorfall , der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth, beim Spaziergang durch den Garten des Buckingham Palace von bewaffneten Polizisten gestellt. Man hatte den Herzog von York nicht erkannt, für einen weiteren, unerlaubten Eindringling gehalten und gestoppt.

England

Familie Windsor

16. April 2017  Gemeinsamer Kirchgang der Windsors zu Ostern (von links, vorne): Peter Phillips und seine Frau Autumn, Prinzessi Eugenie und Prinzessin Beatrice.  Dahinter: Prinz William, Herzogin Catherine, Gräfin Sophie und Lady Louise Windsor.  Ganz hinten links: Prinzessin Anne, James Viscount Severn und sein Vater Prinz Edward.
16. April 2017  Zu Ostern präsentiert sich die Queen in Mint.
16. April 2017  James, jüngster Enkel der Queen, mit seiner Mutter Gräfin Sophie.
16. April 2016  Prinz William und Herzogin Catherine waren im letzten Jahr nicht beim Gottesdienst in Windsor dabei. Diesmal sind sie beim Familienevent dabei.

217

Es ist nicht das erste Mal, dass die Sicherheitsmaßnahmen rund um die königliche Familie auf dem Prüfstand stehen und die Leichtigkeit, mit der offenbar Zäune, Absperrungen, gesicherte Türen und Wachen überwunden und ausgetrickst werden können, die Briten bestürzen. 1982 nutzte zum Beispiel Michael Fagan den Schichtwechsel der und schaffte es nicht nur in die königlichen Privaträume des Palastes, sondern sogar bis ins Schlafzimmer der Königin und vor ihr Bett. Erst zehn Minuten später eilten der Monarchin damals Sicherheitsleute zur Hilfe, die den von Fagan aktivierten Alarm vorher irrtümlich abgeschaltet hatten, so berichtet unter anderem der "Telegraph".

Ein spektakulärer Anschlag auf die Queen ereigente sich 1981 bei der Geburtstagsparade "Trooping the Colour", bei die Monarchin damals noch die Prachtstraße "The Mall" langritt.

Ein spektakulärer Anschlag auf die Queen ereigente sich 1981 bei der Geburtstagsparade "Trooping the Colour", bei die Monarchin damals noch die Prachtstraße "The Mall" langritt.

Vielen royalen Beobachtern in Erinnerung blieb sicherlich auch eines der spektakulärsten Ereignisse: 1981 feuerte jemand bei "Trooping the Colour", der Geburtstagsparade der Königin, mehrere Schüsse aus der Menge auf die vorbeireitende Queen und ihre Begleiter, direkt vor dem Buckingham Palace. Während die Königin ihre Stute Burmese schnell wieder unter Kontrolle brachte, wurde der Schütze, der hinter der von Polizei bewachten Absperrung gestanden hatte, in der Menge festgenommen. Im März 2011 wurde das Auto von und Ehefrau Camilla von Demonstranten umringt, so schreibt "Dailymail". Durch das offene Rolls-Royce-Fenster hindurch sei die Herzogin von Cornwall mit einem Knüppel attackiert worden. 2003 schaffte es ein Comedian ganz in die Nähe von . Auf Windsor Castle mischte sich Aaron Barschak als "Comedy Terrorist" unter Williams Party-Gäste.

Der letzte Vorfall im Buckingham Palace ist laut "The Guardian" besonders pikant, da die Sicherheitsmaßnahmen rund um die königliche Familie seit der Geburt von Prinz Williams und Herzogin Catherines ersten Kind im Juli sogar noch verstärkt worden seien.

Star-News der Woche