Prinzessin Cristina: Prinzessin Cristina vor dem Gericht in Palma im Juni 2016
© Reuters Prinzessin Cristina vor dem Gericht in Palma im Juni 2016

Prinzessin Cristina Will sie Spanien endgültig verlassen?

Noch ist das Urteil im Prozess gegen Prinzessin Cristina nicht gesprochen. Aber die Infantin will offenbar nach dem Ende nicht zurückkehren in ihre Heimat

Sechs Monate, vom 11. Januar bis zum 22. Juni, hat der Prozess im Korruptionsfall Nóos, in den sowohl König Felipes Schwester Prinzessin Cristina als auch sein Schwager Iñaki Urdangarín verwickelt sind, gedauert. Die Tageszeitung "El Mundo" schreibt jetzt, dass die Infantin, die mit ihrer Familie seit Jahren in der Schweiz lebt, offenbar nach der letzten Gerichtsverhandlung gegenüber den anderen Angeklagten sehr eindeutig geäußert hat. Eindeutig in Bezug auf ihre Einstellung zu ihrer spanischen Heimat - und das sorgt für Wirbel. Die Zeitung zitiert sie mit den Worten, sie hoffe, das Ganze sei bald vorüber und sie müsse keinen Schritt mehr in das Land setzen. Diese harten Worte sollen mehrere Menschen gehört haben.

Cristina beteuert ihre Unschuld

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Am 22. Dezember ist es zwei Jahre her, dass der Richter José Castro sie auf die Anklagebank gesetzt hat. Doch Prinzessin Cristina ist sich ihrer Unschuld weiterhin sicher und besteht darauf, nichts gemacht zu haben, was nicht jeder andere Spanier ebenfalls getan hätte. Ihr werde dies allerdings angelastet, weil sie eine Prinzessin sei. Über ihren Mann Iñaki Urdangarín soll sie gesagt haben, dass er damals "nur seinen Job" erledigt habe.

Rückzug in die Schweiz

Der Fall sorgt sei dem ersten Verhandlungstag für Schlagzeilen. Denn die Tochter von König Juan Carlos ist das erste Mitglied der königlichen Familie, das sich vor Gericht verantworten muss.

Auch deswegen ist die Schweiz für die 51-Jährige wohl ein sehr viel angenehmerer Wohnort. Dort würde sie niemand auf den Fall Nóos und das Verfahren und kein Paparazzo würde sie verfolgen, so "El Mundo". Quellen der Zeitung sagen außerdem, Cristina fühle sich von allen verlassen und sehe sich und ihren Mann als Sündenböcke. Auf ihre Thronrechte würde sie aber nie verzichten wollen, denn dann würde sie ihre Schuld zugeben, heißt es weiter.

Warten auf das Urteil

Das Urteil im Prozess gegen Prinzessin Cristina und die übrigen Angeklagten sollte eigentlich bereits Ende Oktober fallen, wurde allerdings auf März 2017 verschoben. Der Grund: Eine der drei Richterinnen soll gegen den ersten Urteilsentwurf sein, in dem angeblich Iñaki Urdangarín zu gering bestraft werden sollte.