Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín
© Getty Images Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín

Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín Ist ihr Luxusleben bald vorbei?

Seit rund drei Jahren lebt Prinzessin Cristina mit ihrer Familie in Genf. Schlecht geht es ihr fernab vom Hof nicht. Im Gegenteil. Der laufende Prozess könnte das allerdings verändern

Prinzessin Cristina steht als erstes Mitglied der spanischen Königsfamilie vor Gericht. Sie teilt die Anklagebank mit ihrem Mann Iñaki Urdangarín. Es geht um hohe Summen, denn mit Hilfe der angeblich gemeinnützige Stiftung "Noos" sollen jahrelang Gelder in Millionenhöhe unterschlagen worden sein. Ein unschöner Prozess für das einstige Glamourpaar, das als Hoffnungsträger des Könighauses gehandelt wurde und jetzt ziemlich allein dasteht.

Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín: Inaki Urdangarin, Prinzessin Cristina (2004)
Weitere Royals
Prinzessin Cristina und ihr Mann waren einst eine große Hoffnung für Spanien. Die Hochzeit begeisterte und auch in den Folgejahren glänzte das Paar

Denn König Felipe ging schon kurz nach seinem Amtsantritt 2014 auf Distanz zu seiner Schwester und entband sie von allen royalen Verpflichtungen. 2015 entzog er ihr außerdem den Titel "Herzogin von Palma de Mallorca".

Job in der Schweiz

Für den Prozess kehrt Prinzessin Cristina immer wieder zurück in ihre Heimat, denn die 50-Jährige übersiedelte schon 2013 nach Genf, um dort für die Kulturstiftung der Sparkasse "La Caixa" zu arbeiten. Die Arbeit kam wie gerufen und wurde angeblich eingefädelt von König Juan Carlos, der seine Tochter aus der Schusslinie bringen wollte. So glich der Umzug einer Flucht. Schließlich war die Infantin in Spanien massiv unter Druck geraten, in der Schweiz lockte dagegen ein anonymeres Leben.

Was wie ein selbst gewähltes Exil weit weg vom höfischen Leben, der engsten Familie und ohne royale Privilegien klingt, fällt allerdings keineswegs zurückhaltend aus. Immer wieder gelangen nämlich Details zum Luxusleben der Königstochter in die Schlagzeilen: Cristina residiert in einem Genfer Nobelwohnviertel. Nicht in einem Palast, aber in einer exklusiven Wohnung. Ihre Kinder Juan, Pablo, Irene und Miguel gehen auf eine teure Privatschule und ihre Eltern gönnen sich gerne Luxusurlaubsreisen zu zweit. Bescheidenheit im Lebensstil? Die Spanier können es bei Prinzessin Cristina nicht erkennen.

Doppeltes Gehalt

Prinzessin Cristina + Iñaki Urdangarín: 5. August 2016
Von links nach rechts: Infantin Sofía, Felipe von Spanien, Kronprinzessin Leonor und Letizia von Spanien genießen in Marivent, Palma de Mallorca, das hervorragende Wetter und laden zum jährlichen Sommerfotoshooting im Garten ihrer Residenz ein.
Weitere Royals
97
Werfen Sie einen Blick ins Familienalbum der spanischen Royals

Die Tochter von König Juan Carlos kassiert für die Arbeit bei "La Caixa" Medienberichten zufolge mehr als 300.000 Euro. Eine ebenfalls sechsstellige Summe soll sie außerdem für Beratertätigkeiten von der Stiftung des Aga Khan bekommen, der ein enger Freund von ihrem Vater sein soll.

Das Pikante: Obwohl die Prinzessin keine royalen Verpflichtungen mehr übernimmt, als schwarzes Schaf der Königsfamilie gilt und sich noch dazu vor Gericht verantworten muss, liegen ihre aktuellen Bezüge wohl höher als die ihres Bruders Felipe. Dieser hat sich als König - im Vergleich zu seinem Vater - das "Gehalt" sogar auf rund 234.000 Euro gekürzt.

Ob sich Prinzessin Cristina ihren bisherigen Lebensstil allerdings weiterhin wird leisten können, wird sich im Prozessverlauf zeigen. Klar ist, dass man in Spanien nicht nur vor Gericht sehr genau hinschauen wird, woher das Geld für das luxuriöse Leben in der Schweiz stammt.