Pierre Casiraghi
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Pierre Casiraghi Benzin im blauen Blut

Prinzessin Carolines Sohn Pierre Casiraghi gab auf dem Hockenheimring sein Debüt als Rennfahrer. Wie gefährlich lebt der Monegasse?

Auf der Brust prangt das monegassische Wappen, auf dem Gürtel steht sein Name. Pierre Casiraghi, 26, den man sonst bei Society-Events in Monaco im schwarzen Smoking kennt, macht auch im weißen Rennanzug eine hervorragende Figur. Am Wochenende trat der Sohn von Prinzessin Caroline auf dem Hockenheimring im Rahmen des Nachwuchs-Turniers VW Scirocco R-Cup als Gastfahrer an.

Pierre Casiraghi: Stolz posiert Pierre Casiraghi neben einem Auto am Hockenheimring.
© Picture AllianceStolz posiert Pierre Casiraghi neben einem Auto am Hockenheimring.

Sein erstes richtiges Rennen - und die Erfüllung eines Kindheitstraums: "Ich habe, glaube ich, so ziemlich jeden Grand Prix von Monaco gesehen, solange ich mich zurückerinnern kann", so Casiraghi. "Die Begeisterung für den Sport und schnelle Autos war schon immer vorhanden."

Obwohl er beim ersten Rennen als Drittletzter ins Ziel kam und beim zweiten auf Platz 20 von 24 landete, zollte ihm das ganze Team Respekt. "Pierre Casiraghi ist wirklich talentiert. Man merkt, dass er Benzin im Blut hat", so Ingo Roersch, Sprecher von Volkswagen Motorsport, zu "Gala". Tatsächlich war auch Pierres Vater Stefano Casiraghi ein PS-Fanatiker, nannte sich einen "Gaspedal-Mann". Makaber: 1990 kam der Italiener im Alter von 30 Jahren bei einem Speedboat-Rennen ums Leben.

Setzt nun auch Pierre sein Leben aufs Spiel? Wer ihn in Hockenheim erlebt, merkt: Der Neffe von Fürst Albert ist kein kopfloser Draufgänger. Er geht nur dann ein Risiko ein, wenn er es kalkulieren kann. Mit seinen Beratern, der Rennlegende Jacky Ickx und dem Monegassen Stéphane Ortelli, analysierte er vorher akribisch die Details der Rennstrecke und die Ergebnisse seiner Testfahrten.

Pierre Casiraghi: Seine Freundin Beatrice Borromeo stieg am Wochenende ebenfalls in einen Rennwagen.
© Picture AllianceSeine Freundin Beatrice Borromeo stieg am Wochenende ebenfalls in einen Rennwagen.

Seine wichtigste Stütze ist Freundin Beatrice Borromeo, 28. Um das Rennfahrer- Feeling nachzuempfinden, drehte die italienische Journalistin in Hockenheim sogar selbst eine Runde im Renntaxi. "Sie hat immer wieder vor Vergnügen gequietscht und den Daumen hochgehalten, damit ich noch schneller fahre", so DTM-Legende Manuel Reuter, der den Wagen lenkte, zu "Gala". "Als sie aus dem Wagen ausstieg, haben ihre Augen gestrahlt, so begeistert war sie." Vielleicht ist sie ja sogar noch wagemutiger als ihr Freund: Erst kürzlich drehte sie einen Film über die Mafia.