Königin Mathilde
© Dana Press Königin Mathilde

Königin Mathilde Viel zu abgehoben?

In Belgien ärgert man sich immer mehr über die hohen Flugkosten des belgischen Königspaares Mathilde und Philippe

Ärger um hohe Flugkosten, die neben anderen Finanzfragen auf die Stimmung zur Monarchie drücken: In Belgien kocht die Volksseele da gerade wieder. Kritik an den Transportkosten für die Königsfamilie gab es schon, als König Albert II. noch regierte - und jetzt werden auch die Kosten der Flugreisen des heutigen Königspaares Philippe und Mathilde bemängelt.

Aus Sicherheitsgründen muss der König mit einem Flugzeug der belgischen Armee fliegen, auch wenn er privat unterwegs ist. Im Jahre 2015 betrugen die Flugkosten von Philippe und Mathilde 143.138 Euro, berichtet die belgische Tageszeitung "Het Laatste Nieuws". Mit der belgischen Luftwaffe flog Philippe 26 Mal offiziell. Welche dieser Reisen privat und welche für die Arbeit unternommen wurden, möchte Verteidigungsminister Steven Vandeput nicht bekanntgeben.

Das Königspaar ist viel unterwegs

Das Königspaar, allein oder zusammen, flog im 2015 sieben Mal in die Schweiz, fünf Mal nach Frankreich, zwei Mal jeweils nach Spanien, Italien und Österreich. Und jeweils ein Mal nach Saudi-Arabien, Dänemark, Deutschland, Grossbritannien, Polen und Schweden. Die zwei Staatsbesuche des Paares in Polen und China sollen übrigens nicht mit einem Flugzeug der Armee gemacht worden sein. Das Kammermitglied Barbara Pas (Vlaams Belang-Rechtspopulisten) ist nach eigenen Angaben "neidisch", weil der König insgesamt immerhin mehr als elf Millionen Euro Apanage bekommt - und er seine Flugreisen trotzdem nicht selbst bezahlen muss. Sie meint, es handele sich bei den Flugreisen von der Liste größenteils um Privatvergnügen.

Früher war es noch teurer

Blickt man jedoch einmal in die Vergangenheit, so stehen Königin Mathilde und König Philippe allerdings gar nicht so verschwenderisch da: Im Jahr 2012 soll nach damaligen Presseberichten der belgische König Albert, Philippes Vorgänger, 160.000 Euro im Jahr für seine Flüge ausgegeben haben, und allein die Soldaten, die seine Jacht beschützten, kosteten den Staat 22.000 Euro.